Samstag, 15. Juni 2024
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GT4-Europameisterschaft
21.05.2024

„Grandi Punti“ für Razoon in Misano Adriatico

Volle Starterfelder und harten Wettbewerb gab es nicht nur beim Saisonauftakt in Paul Ricard: auch beim zweiten Rennwochenende der GT2 beziehungsweise GT4 European Series im italienischen Misano hatte die Mannschaft von „razoon – more than racing“ alle Hände voll zu tun. Und wie schon in Frankreich wars an diesem Wochenende erneut eine „Achterbahnfahrt der Emotionen“, auch für Team-Eigner Dominik Olbert der sich ja einen KTM X-BOW GT2 mit seinem steirischen Landsmann Denis Liebl teilt.

Während es im ersten Qualifying sowohl für die Paarung Liebl/Olbert (Startplatz sieben), als auch für die zweite Paarung, bestehend aus den beiden Dänen Tomas Andersen/Simon Birch (Startplatz 10), noch ganz gut lief, ging im Rennen selbst dann leider gar nichts: der letzte (Liebl/Olbert) sowie der vorletzte (Andersen/Birch) Platz waren nicht gerade das, was man sich vorgenommen hatte. „Wir hatten bei einem Auto Getriebeprobleme, beim anderen war’s das Set-Up, das nicht gepasst hat“, analysierte Dominik Olbert am Samstagabend. Um dann, gemeinsam mit seinem Team, die richtigen Schritte zu setzen. So gelang dann am Sonntag das Kunststück, beide KTM X-BOW GT2 in der jeweiligen Klasse auf das Podium zu bringen. Andersen/Birch jubelten über Gesamtrang sowie Pro-Am Klassenrang drei, während Liebl/Olbert Gesamtrang sechs sowie Rang zwei in der Am Klasse einfuhren – dabei wäre es mehr oder weniger auf der Zielline beinahe noch der Sieg geworden, auf den Dominik Olbert lediglich 77 Hundertstelsekunden fehlten.

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Ganz ähnlich der Verlauf in der GT4 European Series, in der die Mannschaft aus der Nähe von Graz ebenfalls mit zwei Fahrzeugen am Start steht. Für Richard Wolf/Gustavo Xavier (Porsche Cayman GT4) und Önder Erdem/Rick Bouthoorn (BMW M4 GT4) fingen die Probleme allerdings im zweiten Qualifying an, nachdem es im ersten noch gute Startplätze (Wolf/Xavier: 19, Erdem/Bouthoorn: 29) gegeben hatte. Im Samstagsrennen kassierte der Porsche dann eine Durchfahrtsstrafe, die das Duo Wolf/Xavier auf Platz 28 (Klassenrang 10) zurückwarf, während Rick Bouthoorn nach beherzter Aufholjagd bis in die Top-15 kurz vor dem Boxenstopp von einem Mitbewerber getroffen wurde und mit verbogenem Auspuff und dem daraus resultierendem Leistungsverlust aufgeben musste. Am Sonntag folgte dann die Rehabilitation. Obwohl beide Teams vom Ende des Feldes losfuhren, gelang ein fast perfektes Rennen. Richard Wolf/Gustavo Xavier verbesserten sich von Startplatz 47 bis auf Rang 22 und holten Punkte für Platz acht in der Klasse, während Önder Erdem/Rick Bouthoorn von Startplatz 46 kommend Rang 25 sowie Punkte für Platz neun in der Klasse eroberten.

Für Team-Eigner Dominik Olbert und seine Mannschaft gibt’s nach den Strapazen dieses letzten Endes doch noch erfolgreichen Wochenendes keine Verschnaufpause. Ab Donnerstag heulen bereits die Motoren der drei teameigenen Porsche Cayman GT4 auf dem Lausitzring, dort geht das zweite Rennwochenende der ADAC GT4 Germany über die Bühne. Kurz-Resümee und Ausblick von Dominik Olbert: „Danke an das gesamte Team für den unermüdlichen Einsatz, und Gratulation an unsere Piloten, die trotz der Schwierigkeiten fokussiert geblieben sind und gerade am heutigen Sonntag ganz starke Rennen abgeliefert haben. So soll es auf dem Lausitzring weitergehen!“
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