Donnerstag, 22. Februar 2024
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24h Daytona
30.01.2024

Pech für Marvin Kirchhöfer in Daytona

Der Langstreckenmarathon in Florida brachte McLaren-Pilot Marvin Kirchhöfer kein Glück. Nach starkem Beginn raubten technische Probleme am neuen McLaren 720S GT3 dem zwischenzeitlich führenden Quartett des kanadischen Top-Teams Pfaff Motorsports alle Siegchancen in der GTD-Pro-Klasse.
 
Beim traditionellen Auftakt in die internationale Langstreckensaison, den 24h von Daytona im US-Bundesstaat Florida, war McLaren-Werksfahrer Marvin Kirchhöfer am vergangenen Wochenende wieder schnell unterwegs, am Ende fehlte ihm und seinem neuen Team von Pfaff Motorsports aber das notwendige Glück.
 
Die Hoffnung, in der stark besetzten GTD Pro-Klasse eine Rolle im Kampf, um die Podestplätze spielen zu können, erfüllte sich für den 29-jährigen Leipziger und seine Teamkollegen leider nicht. Mehrere technische Zwischenfälle warfen die Mannschaft aus Kanada in Florida erst weit zurück und zwangen das Team letztlich, den McLaren aus dem Rennen zu nehmen.
 
Nach dem erfolgreichen „Roar Before the Rolex 24-Test“, bei dem das Team das ganze Wochenende über gute Fortschritte machte, qualifizierte Kirchhöfers Teamkollege Oliver Jarvis den driveway.com-McLaren 720S GT3 Evo als Sechster in der Klasse und verschaffte dem Team damit eine aussichtsreiche Position, um für die Wiederholung seines GTD-Pro-Titels von 2022 zu kämpfen.
 
Jarvis verschwendete keine Zeit und unmittelbar nach dem Start kämpfte sich vom sechsten Startplatz an die Spitze vor. Bereits nach 25 Runden befand sich der McLaren mit der Startnummer #9 auf der zweiten Position der GTD-Pro-Klasse. In Runde 55 übernahm Marvin Kirchhöfer schließlich den Pfaff-Boliden und setzte die Aufholjagd fort. Viereinhalb Stunden nach Beginn des Rennens, kurz vor dem Ende seines Stints, erlitt der McLaren einen Ausfall des rechten vorderen Achsschenkels und zwang den Leipziger, in langsamer Fahrt die Box des Teams anzusteuern. 
 
Bei einem 24-Stunden-Rennen, bei dem alles passieren kann, hat die Pfaff-Mannschaft nicht lang gezögert und in einer nur 39-minütigen Reparaturphase das Auto wieder auf die Strecke zu bringen. 
 
Kurz nach Mitternacht, in Runde 291, ein weiterer Rückschlag. Der McLaren stand aufgrund eines Anlasser-Problems still, was das Team für eine weitere 38-minütige Reparatur in die Box zwang – was schließlich einen Rückstand von 43 Runden bedeutete.
 
Der Sieg scheinbar außer Sichtweite, dennoch blieb man für wichtige Zähler in der Meisterschaft auf der Strecke. In der Nacht und den frühen Morgenstunden glitt der McLaren mit beeindruckende Rundenzeiten über den Asphalt von Daytona. Um 8:40 Uhr in der Früh der nächste Schock. Ein Problem des Antriebsstrangs führte am Ende dazu, dass das Team das Rennen vorzeitig aufgeben musste.

Für das hochkarätige Fahreraufgebot neben Marvin Kirchhöfer (DE), darunter Alexander Rossi (USA), Indy-500-Champion und Rookie des Jahres 2016, ehemaliger IndyCar-Fahrer James Hinchcliffe (CAN), Sieger der 24 Stunden von Le Mans 2017 und IMSA DPi 2022 Champion sowie ehem. DTM-Pilot Oliver Jarvis (UK), war das Rennen schließlich nach 532 Runden und etwas mehr al 19 absolvierten Rennstunden beendet. 
 
Für Kirchhöfer und Jarvis, die gemeinsam die komplette Saison der IMSA WeatherTech SportsCar Championship für Pfaff Motorsports in der GTD-Pro-Kategorie bestreiten, geht es vom 13.-16. März mit den 12H von Sebring weiter.

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Marvin Kirchhöfer­­: „Es war zweifellos ein schwieriges Rennen. Sehr schade, dass wir unser Performance vom Rennbeginn nicht bis zum Ende durchgängig halten konnten und von einigen mechanischen Problemen ausgebremst worden sind, da wir ein sehr gutes Auto hatten. Das Team hat einen fantastischen Job gemacht. Wenn man berücksichtigt, dass das Team beim Roar-Test zum ersten Mal mit dem McLaren auf der Strecke war, war das schon alles sehr vielversprechend, für das was vor uns liegt. Es war allerdings wieder ein geiles Rennen. Die Stimmung drum her rum, einfach Wahnsinn. Ich habe das Wochenende sehr genossen. Meine Teamkollegen sind alle super drauf und wir hatten viel Spaß zusammen. Nun heißt es die Probleme zu analysieren und den Fokus aufs kommende Rennen zu legen. Ich kann es kaum erwarten, in Sebring zu fahren, um zu zeigen, wozu wir fähig sind.“
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