Samstag, 3. Dezember 2022
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Prototype Cup Germany
22.10.2022

Erster Triumph für Kratz/Weiss, Titelrennen weiter offen

Das vorletzte Saisonrennen des Prototype Cup Germany endete am Samstag mit dem ersten Saisonsieg von Torsten Kratz (51/Mönchengladbach) und Leonard Weiss (24/Monschau, beide WTM Racing). Auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg war das Duo mit seinem Duqueine 11,504 Sekunden schneller als Axcil Jefferies (28/ZWE) und Maximilian Hackländer (32/Rüthen, beide Konrad Motorsport) im Ginetta, Rang drei eroberte Ligier-Pilot Rory Penttinen (42/FIN, MRS GT-Racing).

„Ich hatte einen schönen und immer auch fairen Kampf mit Axcil und habe versucht, den Abstand zum führenden Donar Munding nicht zu groß werden zu lassen“, beschreibt Kratz sein Rennen. „Dank der guten Vorarbeit von Torsten und Pech von unseren Rivalen aus dem Mühlner-Team musste ich den ersten Platz nur noch nach Hause bringen“, fasst Weiss seinen erfolgreichen Nachmittag glücklich zusammen. Da die Tabellenführer Marvin Dienst (25/Lampertheim) / Berkay Besler (23/TUR, beide Toksport WRT) nach einer Kollision mit Sebastian von Gartzen (29/Butzbach, Racing Experience) frühzeitig aufgeben mussten, ist der Kampf um den ersten Titel im Prototype Cup Germany weiter offen. Dienst/Besler gehen mit einem Vorsprung von 13,5 Punkten auf Jefferies in den finalen Lauf des Jahres, der am Sonntag um 17:00 Uhr beginnt.

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Das Samstagrennen begann turbulent. Während Donar Munding (20/Stuttgart, Mühlner Motorsport) von der Pole Position die Spitze vor Axcil Jefferies übernahm, kollidierte dahinter Berkay Besler mit Sebastian von Gartzen und an anderer Stelle Oscar Tunjo (26/COL, Rinaldi Racing) mit Rory Penttinen. Das Safety Car ging auf die Strecke, für Besler und von Gartzen war das Rennen vorbei, Tunjo musste als Unfallversucher eine Drive-Through-Strafe absolvieren. Kratz rückte so vor Jefferies auf Rang zwei nach vorn.

Nachdem alle Boxenstopps absolviert waren, wurde Weiss als Spitzenreiter notiert. Hackländer, Lion Düker (20/Rottweil, Reiter Engineering), Jesse Salmenautio (21/FIN, Koiranen Kemppi Motorsport) und Penttinen folgten auf den Plätzen, während Mathias Lüthen (41/Hamburg, Mühlner Motorsport), dessen Teamkollege Munding das Rennen bis zum Halt anführte, nach technischen Problemen beim Boxenstopp auf den sechsten Rang zurückfiel. Da das Team seinen Duqueine nach dem Fahrerwechsel anschob, musste er auch noch eine Durchfahrtsstrafe absolvieren; das Mühlner-Duo wurde schließlich als Siebter abgewinkt.

Vorne musste Weiss seinen Vorsprung von über 15 Sekunden vor Hackländer auf dem Weg zum ersten Saisonsieg nur noch verwalten. Spannender war der Kampf um Platz drei: Düker konnte diese Position gegen Salmenautio nicht verteidigen, doch auch der Finne brachte Rang drei nicht bis zum Zielstrich. Hinter ihm näherte sich sein Landsmann Penttinen mit riesigen Schritten und zog in Umlauf 28 am Koiranen-Kemppi-Boliden vorbei. Damit krönte er den ersten Auftritt seines Teams MRS GT-Racing im Prototype Cup Germany mit einem Podestplatz. Düker und Moritz Löhner (23/München, Reiter Engineering) beendeten ihr Debüt in der LMP3-Rennserie an fünfter Stelle vor Michael Herich (45/Brühl) / Jacob Erlbacher (22/AUT, beide Gebhardt Motorsport). Martin Berry (45/AUS, Rinaldi Racing), der mit Tunjo antrat, wurde als Achter vor Julien Schell (43/FRA, Pegasus Racing) und Thibault Ehrhart (21/FRA, beide Pegasus Racing) abgewinkt.

Axcil Jefferies: „Mein Start war nicht ganz optimal, aber mein Team hat einen guten Job gemacht. Wir hatten ein schnelles Auto und haben keine Fehler gemacht. Über Rang zwei freue ich mich sehr.“

Maximilian Hackländer: „Unser Boxenstopp war gut. Dummerweise habe ich mich in meiner Outlap gedreht, aber zum Glück ist nichts passiert und ich konnte ohne Probleme und ohne Positionsverlust weiterfahren. Das Auto lag sehr gut und Platz zwei ist ein tolles Ergebnis für uns.“

Rory Penttinen: „Ich hatte einen wirklich guten Start, wurde dann aber umgedreht und musste wegen eines Reifenschadens an die Box kommen. Danach war ich letzter, habe aber alles gegeben, was ich hatte. Als das Team mir nach der Zieldurchfahrt gesagt hatte, ich sei Dritter geworden, konnte ich die Welt nicht mehr verstehen. Niemals hätte ich nach der ersten Runde damit gerechnet, ich bin richtig glücklich.“
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