Mittwoch, 8. Dezember 2021
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SAKC
14.07.2021

Wetterkapriolen sorgen für spannende SAKC-Rennen in Wackersdorf

Nur knapp zwei Wochen nach dem Auftakt des Süddeutschen ADAC Kart Cup in Liedolsheim ging es für den Tross am zurückliegenden Wochenende bereits in die zweite Runde. Im bayerischen PRokart Raceland in Wackersdorf gingen 162 Fahrer*innen in den Wertungsläufen drei, vier und fünf des ADAC-Championat an den Start und duellierten sich auf dem 1.197 Meter langen Kurs. Die Zuschauer an der Strecke bekamen dabei spannende Rennen zu sehen – insbesondere Petrus tat mit wechselhaften Bedingungen dazu sein Bestes.
 
Die Saison des Süddeutschen ADAC Kart Cup nimmt allmählich Fahrt auf. Nach dem erfolgreichen Auftakt der Regionalrennserie in Liedolsheim, zog es die Teilnehmer*innen am vergangenen Wochenende in die Oberpfalz. Eine Woche vor dem bevorstehenden Event des ADAC Kart Masters nutzten viele Akteure die Möglichkeit zur Vorbereitung und sorgten somit für viel Spannung auf der anspruchsvollen Strecke in Bayern.

Mini: Niklas Hirsch mit Sieg

In der Mini-Kategorie wurde es in Wackersdorf für insgesamt 29 Piloten ernst. Elia Weiss (Aschheim/TB Racing Team) startete dabei perfekt in das Geschehen und ergatterte am Samstag die Pole-Position. Auch im ersten Rennen behauptete sich der Bayer an der Spitze des Feldes und setzte sich von seinen Kontrahenten ab. Im zweiten Durchgang fiel Weiss jedoch aus und machte den Platz für Luke Kornder (Zülpich/TB Racing Team) frei. Der Youngster siegte vor Polesetter Hirsch und Niklas Simic (Ludwigsburg/Dutt Motorsport). Auf regennasser Strecke zeigte Hirsch im Finale sein Können. Fehlerfrei setzte sich der KR Kart-Pilot in Führung liegend vom Feld ab und fuhr vor Konstantin Titze (Breitungen) und Kornder in das Ziel. Nikolas Simic reihte sich als Vierter vor Moritz Groneck (Melle/DS Corse) auf Position fünf ein.
 
Noel Mannsperger (Hockenheim/Dutt Motorsport) siegte daneben als Solist bei den Bambini. In der IAME Mini Swift-Kategorie reihte sich Rene Brustmann (Forchheim) mit zwei von drei Siegen vor Nick Ried (Ehingen/Lanari Racing Team) ein.
 
Tageswertung Mini
1. Niklas Hirsch (61 Punkte)
2. Luke Kornder (51 Punke)
3. Moritz Groneck (44 Punkte)
4. Nikolas Simic (37 Punkte)
5. Konstantin Titze (36 Punkte)

Rok Mini: Erik Wiegel gibt Vollgas

Schnellster Fahrer im Zeittraining der 15 Rok Mini-Akteure war Raphael Thomas (Tawern). Mit hauchdünnem Vorsprung fuhr der Youngster vor Erik Wiegel (Bad Nauheim) zur Pole-Position, musste daraufhin im ersten Wertungslauf jedoch seine Konkurrenz nach einem Ausfall ziehen lassen. Wiegel übernahm fortan das Zepter und gewann sowohl das erste als auch das zweite Rennen vor Maxim Becker (Eggenstein/Team C4-Racing) respektive Tom Wickop (Bottrop). Wickops Stunde schlug schließlich im Finale. Im Regen unterstrich der Bottroper sein Fahrkönnen und fuhr zum blitzsauberen Sieg. Tommie Lycklama a Nijeholt (Korschenbroich/DS Kartsport) fuhr von Rang fünf auf Position zwei vor und schob sich somit vor Vorsieger Wiegel und Lars Ramaer (Kerpen). Die Top-Fünf des letzten Rennens vervollständigte dahinter Ben Gallert (Solingen/AT-Motorsport).
 
Tageswertung Rok Mini
1. Erik Wiegel (66 Punkte)
2. Tom Wickop (61 Punkte)
3. Tommie Lycklama a Nijeholt (44 Punkte)
4. Maxim Becker (42 Punkte)
5. Marlon Di Salvo (32 Punkte)

X30 Junior: Doppelsieg für Lutz Ohsenbrink

Lutz Ohsenbrink (Welver) führte bereits nach dem Zeittraining der X30 Junioren das Fahrerfeld als schnellster Pilot an und setzte seine Vorstellung in den ersten beiden Rennen perfekt fort. In Rennen eins behielt Ohsenbrink im Siegesduell mit Alex Mohr (Hofheim/CV Performance Group) einen kühlen Kopf und behauptete seine Spitzenposition bis zum Fallen der Zielflagge. Im zweiten Lauf machte es Lutz Ohsenbrink daraufhin noch deutlicher und siegte mit großem Vorsprung. Auf nasser Strecke änderten sich die Kräfteverhältnisse am Ende allerdings. Alex Mohr bewies im Finale seine Qualitäten und gewann vor Polesetter Ohsenbrink und Finn Wiebelhaus (Obertshausen). Lennox Kirn (Kappel-Grafenhausen) und Daniel Pauls (Silberstedt) reihten sich dahinter ein komplettierten die Top-Fünf.
 
Tageswertung X30 Junior
1. Lutz Ohsenbrink (70 Punkte)
2. Alex Mohr (65 Punkte)
3. Finn Wiebelhaus (38 Punkte)
4. Daniel Pauls (37 Punkte)
5. Luka Philipitsch (32 Punkte)

OK Junior: Siegerpokal für Thomas Rackl

Dominik Reuters (Herzogenrath/NB Motorsport) brannte bei den OK Junioren die Bestzeit in den Asphalt. Doch schon im ersten Rennen musste der NB Motorsport-Schützling seine Spitzenposition abgeben. Thomas Rackl (Berching/Lanari Racing Team) nutzte seine Chance und fuhr souverän vor Simon Rechenmacher (Rosenheim/TB Racing Team) zum Laufsieg. Im zweiten Rennen folgte daraufhin schon der Regen: Phil Colin Strenge (Unterensingen/Lanari Racing Team) konnte seine Kontrahenten dabei in Schach halten und vor Rackl den Sieg nach Hause fahren. Im Finale drehten sich die Streckenverhältnisse schließlich wieder. Simon Rechenmacher kehrte dabei am schnellsten wieder in seinen Rhtythmus und überquerte den Zielstrich als Sieger vor Cedrik Malk (Siebnen/Lanari Racing Team) und Rackl auf Platz drei. Vierter wurde Tobias Feeser (Heilbronn), gefolgt von Polesetter Reuters als Fünftplatzierter.
 
Tageswertung OK Junior
1. Thomas Rackl (61 Punkte)
2. Simon Rechenmacher (58 Punkte)
3. Phil Colin Strenge (42 Punkte)
4. Tobias Feeser (39 Punkte)
5. Dominik Reuters (32 Punkte) 

Rok Junior: Ausfall kostet Kerim Apaydin den Sieg -  Moritz Haupenthal vorne

Kerim Apaydin (Taunusstein) legte im Rok Junior-Klassement einen einwandfreien Start in das Rennwochenende hin. Von der Pole-Position aus fuhr der Tony Kart-Pilot im ersten Rennen vor Moritz Haupenthal (Losheim am See/ Giti Tire Motorsport by WS Racing) in das Ziel und ließ prompt Wiederholung folgen. Im zweiten Rennen war Apaydin an der Spitze erneut nicht zu schlagen und verbuchte somit seinen zweiten Sieg auf seinem Konto. Turbulent verlief daraufhin das Finale. Apaydin schied kurz nach Freigabe des Rennens aus, wovon Moritz Hauptenthal an der Spitze profitierte. Der Losheimer setzte sich fortan stark in Szene und fuhr mit großem Abstand vor seinen Teamkollegen Julian Konrad (Sinzig) und Paul Rehlinger (Wadern) in das Ziel.
 
Tageswertung Rok Junior
1. Moritz Haupenthal (65 Punkte)
2. Kerim Apaydin (50 Punkte)
3. Julian Konrad (41 Punkte)
4. Paul Rehlinger (38 Punkte)
5. Kian Eichmann (34 Punkte)

Rok Senior: Can Sener und Tim Miedl siegen

Can Sener (Stuttgart/Giti Tire Motorsport by WS Racing) legte im Zeittraining der siebenköpfigen Rok Senior-Kategorie stark vor und ergatterte mit der absoluten Bestzeit Startplatz eins für das erste Rennen. Die perfekte Ausgangslage verhalf dem Stuttgarter daraufhin auch im Renngeschehen zu einer guten Vorstellung. Im ersten und zweiten Lauf diktierte der Nachwuchspilot das Tempo und fuhr jeweils vor Fabian Böffel (Tholey) in das Ziel. Kollisionen sorgten im Finale am Ende für Verschiebungen und einen Ausfall von Can Sener. Tim Miedl (Lobmingtal) überzeugte letztlich mit cleveren Manövern und behauptete sich über 14 Runden Renndistanz im Foto-Finish vor Paul Koch (Neuhofen/Team C4-Racing) und Richard Seifert (München). Carina Kröning (Düren) klassierte sich als Vierte vor Fabian Böffel als unglücklicher Fünfter des Rennens.
 
Tageswertung Rok Senior
1. Can Sener (59 Puntke)
2. Tim Miedl (54 Punkte)
3. Fabian Böffel (51 Punkte)
4. Paul Koch (49 Punkte)
5. Richard Seifert (37 Punkte)

OK: Niels Tröger in seinem Element

Für Niels Tröger (Großfriesen/SRP Racing Team) begann das Event bereits im Zeittraining mit einem Ausrufezeichen. Mit über einer halben Sekunde Vorsprung fuhr der Sachse zur Pole-Position und galt somit schon früh als Siegesfavorit. Dieser Rolle wurde der Nachwuchsrennfahrer im Anschluss mehr als gerecht. Sowohl im trockenen als auch auf regennasser Fahrbahn ließ der Fahrer des SRP Racing Teams seinen Kontrahenten keine Chance und ergatterte einen fulminanten Dreifachsieg. Teamkollege Luca Inderfurth klassierte sich im Trockenen jeweils als direkter Verfolger, musste im verregneten zweiten Rennen jedoch seine Position an Jan Knecht (Reilingen/RL-Competition) abgeben. Das Duell um Gesamtrang vier entschied letztlich Svenja Dreher (Balgheim) vor Noah Gounot (Ettenheim) für sich.
 
Tageswertung OK
1. Niels Tröger (75 Punkte)
2. Luca Inderfurth (56 Punkte)
3. Jan Knecht (36 Punkte)
4. Svenja Dreher (29 Punkte)
5. Noah Gounot (26 Punkte)

X30 Senior: Felix Wischlitzki setzt Siegeszug fort

Schon im Zeittraining der X30 Senioren ließ Felix Wischlitzki (Donauwörth/Valier Motorsport) aufhorchen. Mit der Pole-Position machte der Bayer früh auf sich aufmerksam und lieferte daraufhin eine beeindruckende Performance ab. Im ersten Rennen setzte sich Wischlitzki zusammen mit seinem Teamkollegen Franz Baumheier (Lauf) an der Spitze ab und verbuchte den ersten Sieg des Wochenendes auf seinem Konto.
 
Doch damit nicht genug: Im zweiten Durchgang wiederholte das Valier-Duo die Top-Vorstellung und ergatterte erneut die Positionen eins und zwei vor Marco Paul (Wiesbaden/CV Performance Group) als Drittplatzierter. Die Krone setzte sich Wischlitzki im Finale auf. Auch auf nassem Asphalt überzeugte der KR Kart-Fahrer auf ganzer Linie und fuhr zum Triple. Colin Sandner (Lichtenau) feierte eine gute Aufholjagd und kam von Position acht aus bis auf Platz zwei nach vorne. Nick Lauer (Glauchau) rangierte dahinter auf Platz drei vor Baumheier und Paul auf den Positionen vier und fünf.
 
Tageswertung X30 Senior
1. Felix Wischlitzki (75 Punkte)
2. Franz Baumheier (53 Punkte)
3. Benjamin Gärtner (29 Punkte)
4. Marco Paul (29 Punkte)
5. Colin Sandner (28 Punkte)

KZ2: Daniel Stell drei Mal vorne

Schaltkart-Routinier Daniel Stell (Hammelburg/NB Motorsport) hatte die Geschehnisse bereits im Zeittraining der KZ2 fest im Griff. Von Startplatz eins aus ging der NB Motorsport-Schützling in das erste Rennen und ließ dort direkt Taten folgen. Ungehalten fuhr Stell vor seinem Teamkollegen Simon Connor Primm (Großschirma) als Sieger über den Zielstrich. Die Herausforderungen im nassen zweiten Lauf meisterte Stell daraufhin ebenfalls mit Bravour. Im Finale machte der Bayer seinen Vormarsch letztlich perfekt. Zum dritten Mal überquerte der Lenzokart-Pilot das Ziel als strahlender Sieger vor Primm als Zweitplatzierter. Rick Hartmann (Kamenz) platzierte sich dahinter auf Position drei und klassierte sich somit vor Jannik-Julius Bernhart (Bad Brückenau/SRP Racing Team) und Sebastian Kraft (Mühlheim an der Ruhr/SRP Racing Team).
 
Tageswertung KZ2
1. Daniel Stell (75 Punkte)
2. Simon Connor Primm (60 Punkte)
3. Rick Hartmann (41 Punkte)
4. Jannik-Julius Bernhart (40 Punkte)
5. Sebastian Uber (28 Punkte)

KZ2 Gentlemen: Erich Huber ohne Zweifel

Erich Huber (Landau/Binder Racing) gab im Zeittraining der KZ2 Gentlemen das Tempo vor. Mit der Bestzeit im Gepäck ließ der Routinier in den Rennen eine dominante Vorstellung folgen. Der Binder Racing-Pilot ergatterte bereits im ersten Rennen einen souveränen Start-Ziel-Sieg vor Julian Hintermayer (Bibertal), legte daraufhin jedoch noch einmal nach. Auf Regenreifen im zweiten Rennen behielt Huber ebenfalls die Kontrolle und führte den Lauf bis zum Fallen der Zielflagge vor Fitim Mucoli (Hausham) an. Noch deutlicher wurde es am Ende im dritten Durchgang. Mit über 15 Sekunden Vorsprung fuhr Erich Huber letztlich zum Dreifacherfolg. Markus Rausch (Ahlen) übernahm im finalen Durchgang die Verfolgerrolle und rangierte somit vor Hintermayer als Drittplatzierter. Carsten Schmauser (Bamberg) gewann dahinter das Duell im Position vier und reihte sich vor Torsten Simon (Radebeul) als Fünftplatzierter ein.
 
Knapp drei Wochen stehen die Motoren im Rahmen des Süddeutschen ADAC Kart Cups still. Am 31. Juli und 01. August geht es wieder in die nächste Runde. Im bayerischen Ampfing treffen sich die Fahrer*innen dann zur dritten Veranstaltung der Saison 2021.