Freitag, 3. Dezember 2021
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21.10.2021

Spannendes Finale der DMV BMW Challenge in der Eifel

Mit dem dritten Doppelsieg in Serie lieferte Eric van den Munckhof (Z4 GTR) beim Finale der DMV BMW Challenge erneut eine tadellose Vorstellung ab. Auf dem Nürburgring war es diesmal jedoch deutlich knapper. Maurice Thormählen (M3 GTR E46) und Sebastian Kühn (1M GTR) belegten jeweils einmal Rang zwei.

Im nassen Zeittraining sah es noch nicht danach aus, als könnte Eric van den Munckhof seinen dritten Doppelpack in dieser Saison schnüren. Der Niederländer musste sich mit der fünften Startposition begnügen. Die Scharte wetzte der Z4-Pilot auf trockener Piste am Samstagmittag allerdings schnell aus. Gleich zu Beginn der zweiten Runde am Ende der Start- und Zielgeraden übernahm van den Munckhof von Pole-Sitter Sebastian Kühn die Führung. Wie schon in der Lausitz erwies sich Maurice Thormählen als der engste Verfolger. Musste Thormählen vor drei Wochen den M3 noch vorzeitig abstellen, war er diesmal für van den Munckhof ein richtig harter Brocken. In der Mercedes Arena ging der M3-Pilot am Z4 vorbei, der plötzlich selbst in der Verfolgerrolle war. Trotz eines engen Zweikampfs setzten sich die beiden Führenden vom restlichen Feld leicht ab. Zu Beginn der sechsten Runde wechselte die Führung erneut. Ende Start- und Ziel holte sich van den Munckhof den ersten Platz zurück. Anfangs blieb der neue Zweitplatzierte noch dran, doch im Überrundungsverkehr ging der enge Kontakt verloren. Somit konnte van den Munckhof mit 1,64 Sekunden Vorsprung auf Thormählen zum Sieg fahren.

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Relativ entspannt war die Angelegenheit für Eric van den Munckhof im zweiten Rennen. Zumindest bis zehn Minuten vor Schluss das Safety-Car auf die Strecke geschickt wurde. Diesmal hatte sich der Niederländer direkt nach der Startfreigabe abgesetzt und eigentlich einen beruhigenden Vorsprung herausgefahren. Der war durch die lange Safety-Car Phase jedoch schnell dahin. Für eine Runde wurde das Rennen noch einmal freigegeben. Und van den Munckhof behielt die Nerven. Mit knapp einer Sekunde Abstand auf Rang zwei wurde der Niederländer als Sieger abgewinkt. „Gestern war es ein super Rennen. Das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Es ging lange zwischen mir und Thormälen immer hin und her. Den ersten Platz im zweiten Rennen konnte ich die ganze Zeit über verteidigen. Nach der Safety-Car Phase habe ich recht schnell wieder einen Vorsprung auf den Zweiten herausfahren können. Das Auto läuft gut, die Reifen hatten die richtige Temperatur, ich bin gut gefahren. Also ein perfektes Wochenende“, freute sich van den Munckhof über den gelungenen Saisonabschluss.

Verfolgerplätze eng umkämpft

Hochspannung herrschte in beiden Rennen auf den Verfolgerplätze. Denn die waren lange Zeit eng umkämpft. Zwar sah der dritte Gesamtrang im ersten Rennen für Christoph Driescher (M3 GTR E90) vor Sebastian Kühn und Niklas Koch (MINI GTR 1,6T) deutlich aus. Doch so einfach war es für den Drittplatzierten nicht. Gerade in der Anfangsphase des Rennens wechselten die Positionen ständig hin und her. In der ersten Runde war Driescher auf die sechste Position zurückgefallen. Doch der E90 kämpfte sich mit schnellen Rundenzeiten wieder heran. Vor der Veedol-Schikane ging Driescher an Koch vorbei, eine Runde später war auch Kühn fällig. Mit den schnellsten Rundenzeiten im Rennen machte der neue Drittplatzierte zwar noch Boden gut. Am Ende fehlten noch 4,836 Sekunden auf den zweiten Platz. Dahinter setzte sich Sebastian Kühn gegenüber GTR2-Sieger Niklas Koch durch, der gegen Rennende etwas abreißen lassen musste.

Im zweiten Heat setzte sich Sebastian Kühn diesmal gegen Christoph Driescher durch. Mit einem guten Start brachte sich Kühn gleich auf die zweite Position, während Driescher sich hinter Niklas Koch auf Platz vier einreihen musste. Doch in der zweiten Runde kassierte Koch beim Anbremsen in der Mercedes Arena den Zweitplatzierten. Zwei Umläufe hielt sich der Mini-Pilot auf Rang zwei, als der Mini plötzlich kein Gas mehr annahm. Das spielte den Verfolgern in die Karten, die allesamt am Mini vorbeizogen. Direkt hinter Kühn folgten Driescher und Nick Hancke, diesmal im M3 E36 unterwegs, die sich bereits das gesamte Rennen über einen engen Positionskampf lieferten. Die letzte Minute nach dem Restart hatte es dann auch in sich. Und wieder mittendrin – Niklas Koch im pfeilschnellen Mini. Der hatte sich noch vor der Safety Car Phase auf die fünfte Position nach vorne gearbeitet. Auf Platz zwei hielt Kühn dem Druck jedoch Stand. In der Reihenfolge Kühn, Driescher, Hancke und Koch – alle innerhalb von zwei Sekunden – ging es über den Zielstrich. „Jetzt im zweiten Rennen war es ein bisschen unglücklich. Wir hatten schon einmal das Problem, dass das Auto einfach kein Gas angenommen hat. Ich musste leider anhalten, Motor aus, Motor an. Ich bin wieder auf Gesamtplatz fünf angekommen, was recht gut ist. Aber ich denke, es wäre mehr drin gewesen“, schilderte Niklas Koch die Situation. Zumindest der erneute Sieg in der GTR2 vor Christian Kranenberg (M240 GTR) war ihm nicht zu nehmen. Der zwei Plätze vor ihm platzierte Christoph Driescher schilderte sein Rennen so: „Es war ein spannendes Rennen. Ich hatte leider den Start verschlafen. Die Fights mit den GTR2 und GTR3 Autos waren schon spannend. Durch die Safety-Car Phase ist das natürlich etwas kaputt gegangen. Die letzte Runde hat einfach nicht gereicht, um nochmals nach vorne zu kommen. Ich habe es versucht und das Beste daraus gemacht.“

Blick in die Klassen

Christoph Driescher hatte seine liebe Mühe Nick Hancke hinter sich zu halten. Der war für das zweite Rennen in den E36 gewechselt, nachdem er bereits die GTR3 Klasse im ersten Durchgang auf 320Si 3,0 E90 für sich entschieden hatte. Mit dem E36 legte Hancke noch einmal eine Schippe drauf und holte nicht nur den erneuten Sieg in der GTR3, sondern auch den vierten Platz im Gesamtklassement. „Das war heute sehr schön und hat viel Spaß gemacht. Gestern mit dem E 90 war es nicht so schnell wie mit dem E 36. Mit dem konnte ich heute im zweiten Rennen noch einen vorlegen. Der Kampf mit Christoph Driescher war spannend. Ich war da immer dran, kam da aber nicht vorbei, da mir da doch die Leistung fehlt“, zeigte sich Hancke mit dem Resultat zufrieden.

In der GTR4 Klasse verbuchte Ralph Lauxmann im M3 E36 GT einen lupenreinen Doppelsieg. Er ließ in beiden Rennen den 320i ST E36 von Carsten Böhlecke und Thomas Ardelt hinter sich. Eng ging es wieder bei den 325i zu, wo sich Thomas Röpke (325iS E30) und Alexander Bux (325iS E36) die Siege teilten. Im ersten Durchgang fuhr Röpke zu einem Start- und Zielsieg, wobei André Fleischmann (325iS E90) gegen Rennende immer näher heranrückte. Beim Überqueren der Ziellinie trennte die beiden 325er nur noch 0,394 Sekunden. Dritter wurde Ulrich Tappe im 325iS E36. Im zweiten Rennen setzte sich nach der Startfreigabe Tappe vor Röpke und Bux in Front. In der vierten Runde kämpfte sich Bux am Zweitplatzierten vorbei. Nur eine Runde später musste auch Tappe zurückstecken und Bux übernahm die Klassenführung. Die konnte der E36-Pilot im weiteren Verlauf ausbauen und schließlich mit 5,4 Sekunden Vorsprung den Sieg einfahren. Ulrich Tappe sah als Klassenzweiter vor Marco Rosswag (325iS E36) die schwarz-weiß karierte Flagge. Bei den 318is Cup teilten sich Theo Oeverhaus und Max Rosam die Siege. Im ersten Rennen konnte Oeverhaus einen souveränen Erfolg entgegenfahren, während sich dahinter Ioannis Smyrlis und Max Rosam ein enges Duell lieferten. Das setzte sich im zweiten Heat fort. Nun ging es allerdings um den Klassensieg – mit dem diesmal besseren Ausgang für Rosam. Gerade einmal 0,088 Sekunden trennte die beiden 318er. Dritter wurde diesmal Christopher Groth.