Mittwoch, 21. Oktober 2020
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Kartsport Allgemein
09.10.2020

Keine Rennen mehr in Lonato

Die Szenen des WM-Finales der Schalter aus Lonato gingen in dieser Woche durch die weltweiten Medien. Auch Motorsport XL berichtete von dem Vorfall während und nach dem finalen Lauf der KZ2-Klasse bei der diesjährigen Weltmeisterschaft.

Der italienische Pilot Luca Corberi konnte sich nach einem Zwischenfall mit Paolo Ippolito während des Rennens nicht mehr beherrschen und bewarf den gegnerischen Fahrer mit dem Frontspoiler seines Karts. Der Frontspoiler verfehlte zum Glück sein Ziel, brachte aber zwei unbeteiligte Piloten in Bedrängnis. Danach marschierte Corberi auf direktem Weg (über die Strecke) in Richtung Fahrerlager und missachtete die Anweisungen der Streckenposten und Verantwortlichen. Nach dem Rennen folgte dann der große Eklat: In der Wartezone vor dem Wiegen der Karts wartete Corberi auf seinen Kontrahenten Ippolito und prügelte auf ihn ein. Nur das Eingreifen anderer Fahrer und Betreuer konnte Corberi stoppen. Doch nicht nur Luca Corberi stürmte auf Ippoliti zu – auch Lucas Vater Marco Corberi griff den gegnerischen Piloten an. 

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Nun hat der ACI Sport (vergleichbar mit dem ADAC) die Aussetzung der Lizenz während des Untersuchungszeitraums gegen Luca und Marco Corberi sowie Corberis Firma So.Fin. Pa Srl. bestätigt. Die Firma So.Fin. Pa Srl. ist der Betreiber der Kartbahn in Lonato. Doch das Aussetzen der Lizenz führt zu Problemen bei der weiteren Saisonplanung einiger Rennserien, denn ab sofort und bis mindestens zum 5. Dezember wird es keine Rennveranstaltungen mehr auf dem Kurs in der Nähe des Gardasees geben. Private Testfahrten hingegen können auf dem South Garda Karting Circuit weiterhin durchgeführt werden.  

Das ROK Cup Superfinal, welches vom 14. bis 17. Oktober in Lonato stattfinden sollte, wird mit gleichem Zeitplan und Ablauf nun auf dem Franciacorta Kart-Kurs ausgetragen.