Sonntag, 8. Dezember 2019
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Porsche Sports Cup
14.10.2019

Packendes Jubiläumsfinale auf dem Hockenheimring

Auf dem Hockenheimring feierte der Porsche Sports Cup Deutschland mit 70.000 Besuchern und 9.000 Porsche-Fahrzeugen sowie einer Weltpremiere beim „Sportscar Together Day“ das Finale der Jubiläumssaison 2019. Anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Kunden- und Clubsportserie „Porsche Sports Cup Deutschland“ präsentierte Porsche ein limitiertes Sondermodell im Rennsport-Design: die 718 Cayman GT4 Sports Cup Edition.

Die Titelentscheidungen in den verschiedenen Wertungen fielen alle erst am Final-Wochenende. Im Porsche Sports Cup machte DL2-Racing-Pilot Marco Seebach (991 GT3) sein Meisterstück. Im Porsche Super Sports Cup krönte der 18-jährige Speed-Monkeys-Pilot Laurin Heinrich (991 GT3 Cup) eine glänzende Saison mit dem Titel. Die Meisterschaft im Porsche Sports Cup Endurance gewannen Peter Terting / Hendrik Still (991 GT3 Cup). Neuer Champion in der PZ-Trophy ist Tomas Urban.

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„Der ‚Sportscar Together Day' mit der Eröffnung unseres weltweit siebten Experience Center im Herzen der traditionsreichen Rennstrecke und das packende Saisonfinale des Porsche Sports Cup bot den Kunden und Fans unserer Marke ein großes Familienfest am Hockenheimring“, sagte Alexander Pollich, Geschäftsführer der Porsche Deutschland GmbH. „Es war ein intensives, abwechslungsreiches Porsche Wochenende mit Cars & Coffee, Porsche World und einem vielseitigen Unterhaltungsprogramm. Zu den besonderen Höhepunkten gehörte sicherlich auch ein Live-Konzert auf der Porsche Plaza. Außerdem feierte Porsche das 15-jährige Jubiläum des Porsche Sports Cup mit einem Sondermodell. Der Porsche 718 Cayman GT4 Sports Cup Edition wurde in Hockenheim zum ersten Mal dem Publikum präsentiert. Die populäre Kunden- und Clubsportserie bietet eine einzigartige Möglichkeit, die Begeisterung für die Marke Porsche zu erleben und Motorsport zum Anfassen. Auch in der Jubiläumssaison waren wieder mehr als 1.000 Teilnehmer am Start. Nach einer hart umkämpften Saison freue ich mich, im kommenden Jahr wieder zahlreiche Porsche Piloten bei den Rennen begrüßen zu können.“


Porsche Super Sports Cup

Im Porsche Super Sports Cup krönte der 18-Jährige Speed-Monkeys-Pilot Laurin Heinrich (991 GT3 Cup) eine glänzende Saison mit dem Titel. Der schnelle Nachwuchspilot jubelte am Samstag über einen Sieg in der Klasse 5e der 991 GT3 Cup und ging sonntags mit einem Vorsprung von 22,4 Punkten als Tabellenführer in das finale Rennen des Jahres. Hier genügte dem Speed-Monkeys-Fahrer ein zweiter Platz in seiner Klasse hinter Felix Neuhofer (Herberth Motorsport), um den Titel einzufahren. Zugleich schaffte Neuhofer mit diesem Top-Resultat den Sprung auf den hervorragenden dritten Platz in der Meisterschaft.

„Wir hatten zunächst gar nicht damit gerechnet, dass wir um den Titel mitfahren können“, erklärte der neue Champion Heinrich. „Aber im Laufe der Saison war nach mehreren Klassensiegen dann der Titel plötzlich greifbar. Auch wenn das Rennwochenende in Spa-Francorchamps nicht ganz so gut lief, konnten wir mit einem Vorsprung in das Finale gehen. Hier ging es darum, weitere Punkte einzufahren. Aber gleich in Runde eins ging es heute dann doch ein bisschen haarig zur Sache. Da habe ich gemerkt, dass ich wirklich etwas mehr aufpassen muss. Ich bin dann auf Nummer sicher gegangen. Jetzt bin ich Meister. Super! Nach den Endurance-Rennen können wir dann heute Abend die Meisterschaft feiern.“

Am Sonntag wurde Ernst-Albert Berg im 991 GT3 R als Sieger abgewinkt. Der Scallywags-Racing-Fahrer, der vor drei Jahren im Porsche Sports Cup Deutschland in den Motorsport einstieg, jubelte über seinen ersten Gesamtsieg. Der Diepholzer gewann nach einem packenden Rennen vor den GT3-Cup Fahrern Hendrik Still (Healthcare X.0 42), der damit zugleich Vizemeister wurde, und Nicolas Schöll (Attempto Racing). In der Cup-Wertung ging der Siegerpokal an Still, der vor Schöll und Mike Essmann (CarTech Motorsport by Nigrin) gewann. Am Samstag siegte Still vor Berg und Jürgen Häring, der einen 991 GT3 R von Herberth Motorsport pilotierte. In der Cup-Wertung setzte sich in Rennen eins Still gegen Joachim Thyssen (Certina Racing powered by Herberth Motorsport) und ADAC-Nordbaden-Pilot Bertram Hornung (CarTech Motorsport by Nigrin) durch.


Porsche Sports Cup

Im mit straßenzugelassenen Serienreifen von Exklusivausstatter Michelin ausgetragenen Porsche Sports Cup triumphierte Marco Seebach (991 GT3). Der Fahrer aus dem Team DL2-Racing sicherte sich gleich im ersten Rennen mit einem Sieg in der Klasse 4g der 991 GT3 den Titel. „Ich kann es noch gar nicht glauben, was da gerade passiert ist. Meister, einfach klasse“, sagte Seebach, der nach dem Samstagsrennen von seinem Team mit einem riesigen Banner mit seinem Konterfei und dem Schriftzug Porsche Sports Cup Champion 2019 herzlich empfangen wurde. Mit 217,8 Punkten holte Seebach den Titel. Zweiter in der Meisterschaft wurde Stefan Jöcker (207,6 Punkte), der nach Platz zwei im ersten Rennen sonntags einen Sieg in der Klasse 2e der Cayman GT4 einfahren konnte. Platz drei in der Meisterschaft ging mit gerade einmal 0,6 Punkten Rückstand an „Manolo“ (207 Punkte), der ins Volant eines 991 GT3 (Klasse 4e) von Schütz Motorsport griff.

Als Sieger des Samstagsrennens wurde Norbert Kraft (991 GT2 RS) abgewinkt. Der Fahrer des Teams Wendland Motorsport siegte vor Charles Bruchmann und dessen APC-Motorsport-Teamkollegen Wilhelm Lathus (beide 991 GT3 RS). Am Sonntag holte sich Bruchmann den Sieg. Damit feierte der Ulmer zum Abschluss der Saison seinen zweiten Gesamtsieg. Den Doppelerfolg für APC Motorsport machte Lathus perfekt. Timo Stock (991 GT3 RS) schaffte erstmals als Dritter den Sprung auf das Siegerpodest. Auf die Plätze vier und fünf fuhren Rudolf Schulte (991 GT3 RS) und Peter Stegherr (991 GT3 RS).


Porsche Sports Cup Endurance

Das neu formierte Team Healthcare X.0 42 feierte den Titel im Porsche Sports Cup Endurance. Peter Terting / Hendrik Still übernahmen im ersten Rennen mit einem Sieg in der Klasse 5f der 991 GT3 Cup erst die Tabellenspitze und holten nach einem dramatischen zweiten Rennen auch den Titel. Die Besucher erlebten einen packenden Showdown im Kampf um die Meisterschaft. Denn zunächst mussten sich nach elf Runden die Tabellendritten Bertram Hornung / Mike Essmann (991 GT3 Cup), die für CarTech Motorsport by Nigrin starten, wegen eines technischen Defektes vorzeitig aus dem Titelkampf verabschieden. Nach 20 Runden traf es dann die Tabellenzweiten. Richard und Philipp Gresek (991 GT3 Cup, Klasse 5e) waren ebenfalls vorzeitig aus dem Rennen. Der Weg zum Titel schien frei für Terting / Still. Aber dann kassierte das in der Meisterschaft führende Duo wenige Minuten vor Schluss eine Durchfahrtsstrafe. Die spannende Frage: Wo würde sich die Startnummer 42 wieder einreihen können? Doch nach dem Rennen war klar: Mit einem hervorragenden vierten Platz in der Gesamtwertung und dem zweiten Platz in der Klasse konnten die Piloten des Teams Healthcare X.0 42 ihre Führung in der Meisterschaft sogar ausbauen. Terting / Still sind mit 165,2 Punkten die neuen Champions im Porsche Sports Cup Endurance. Vizemeister wurden Gresek / Gresek (142,8 Punkte) knapp vor Hornung / Essmann (142,4 Punkte). Für Günther Kraus, war das Rennen und der Fight um den Titel nach einem Startunfall bereits im ersten Langstreckenlauf zu Ende. Er wurde Tabellenvierter (136 Punkte).

Das erste Endurance-Rennen gewannen Larry ten Voorde / Ernst-Albert Berg (991 GT3 R) vor Oliver Engelhardt / Marvin Dienst (991 GT3 R) und Jürgen Häring / Alfred Renauer (991 GT3 R). Im zweiten Rennen fuhren ten Voorde / Berg als Erste, begleitet von einem spektakulären Feuerwerk, über die Ziellinie. Den zweiten Platz belegten Häring / Renauer. Den dritten Platz erreichten Adrian Hürlimann / Nico Bastian (991 GT3 Cup).


PZ-Trophy

Tomas Urban heißt der neue Meister in der PZ-Trophy. Dem Tschechen genügte ein dritter Platz in der ersten Prüfung am Samstag, um sich den Titel zu sichern. Den Tagessieg feierte Dr. Rocco Herz (Stegmann Motorsport) vor Manuel Baumgarthuber. Mit dem zweiten Platz stand Vorjahressieger Dr. Herz bereits vor der letzten Wertungsprüfung des Jahres am Sonntag bereits als Vizemeister fest. Im Kampf um den dritten Platz in der Meisterschaft setzte sich Josef Smarda durch. Er fuhr samstags auf den vierten Platz und wurde am Sonntag Siebter. Den Tagessieg am Sonntag holte sich der neue PZ-Trophy-Champion Urban vor Dr. Herz und Ann-Kathrin Rösch, die die Saison auf dem vierten Tabellenplatz beendete.


PZ-Driver’s Cup

Im PZ-Driver’s Cup siegte Dr. Rocco Herz (Stegmann Motorsport). Der Silber-Pilot (Klasse 3) setzte sich in dem Wertungslauf auf dem 4,574 km langen Grand-Prix-Kurs des Hockenheimrings gegen Alexander Heger (Klasse 3) durch. Das Siegerpodium komplettierte Gold-Fahrer Henning Wiedemeyer (Klasse 2). Bester Platin-Pilot war Andreas Friedrich (Klasse 1). Den Sieg in der Klasse 4 (Bronze) holte Erich Zaugg. Im PZ-Driver’s Cup fahren die Teilnehmer unter Anleitung von Instruktoren, absolvieren freie Trainingsrunden und zum krönenden Abschluss steht eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf dem Programm, in der es gilt, innerhalb von 30 Minuten drei beliebige Runden in genau derselben Zeit zu fahren.