Sonntag, 8. Dezember 2019
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FIA GT World Cup
16.11.2019

Zwei Porsche 911 GT3 R auf dem Siegerpodest in Macau

Die Porsche-Piloten haben sich im Qualifyingrennen im chinesischen Spielerparadies Macau sehr gute Ausgangspositionen für den FIA GT World Cup (17. November) verschafft. Im Lauf über zwölf Runden auf dem 6,1 Kilometer langen Stadtkurs fuhren die Werksfahrer Earl Bamber (Neuseeland) und Laurens Vanthoor (Belgien) auf die Plätze zwei und drei. Die beiden von Rowe Racing eingesetzten Porsche 911 GT3 R starten somit aus der ersten und zweiten Reihe in das Hauptrennen. In den baugleichen, über 500 PS starken Fahrzeugen von Absolute Racing erreichten Alexandre Imperatori (Schweiz) und Kévin Estre die Ränge sechs und acht.

Das Qualifyingrennen, das wegen technischer Probleme an der Startampel mit 30 Minuten Verspätung begonnen hatte, war geprägt von Unfällen und Safety-Car-Phasen. In der ersten Runde machten Bamber und Vanthoor, die von den Plätzen drei und vier gestartet waren, jeweils eine Position gut. Anschließend setzten die beiden amtierenden IMSA-Champions den Führenden unter Druck. In der Schlussphase fuhren die beiden Werkspiloten im Porsche 911 GT3 R, der auf dem Hochleistungs-Straßensportwagen 911 GT3 RS* basiert, die schnellsten Rundenzeiten. Auf dem teils nur sieben Meter breiten Guia Circuit bot sich allerdings keine Überholmöglichkeit.

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Eine starke Aufholjagd zeigte Sportwagen-Weltmeister Estre im Auto mit der Startnummer 912. Der Franzose startete nach einem Unfall im Training und dem daraus resultierenden Wechsel des beschädigten Motors von der letzten Position und machte im Verlauf des Qualifyingrennens insgesamt neun Plätze gut. Mit einer fehlerfreien Fahrt sicherte sich Teamkollege Imperatori (Startnummer 911) Rang sechs.

Das Hauptrennen über 18 Runden wird am Sonntag, 17. November, ab 12:25 Uhr Ortszeit (5:25 Uhr MEZ) ausgetragen.

Sebastian Golz (Projektleiter Porsche 911 GT3 R): „Für uns war es ein sauberes und erfolgreiches Qualifyingrennen. Unser Ziel war es, alle Autos weiter nach vorn zu bringen. Das ist uns gelungen, denn alle vier Porsche 911 GT3 R haben Positionen gutgemacht. Es war deutlich erkennbar, dass in unserem Auto richtig viel Performance steckt. Nun bereiten wir das Hauptrennen konzentriert und akribisch vor, um dann anzugreifen. Wir wollen auch noch den letzten Schritt an die Spitze schaffen.“

Earl Bamber (Porsche 911 GT3 R #98): „Es war ein großartiges Rennen. Ich habe mich um einen Platz verbessert und starte somit aus der ersten Reihe in das Hauptrennen. Diese Ausgangsposition verschafft mir gute Chancen auf meinen ersten Sieg in Macau, aber auch für Laurens ist von Platz drei noch alles möglich. Erst einmal freue ich mich über das heutige Ergebnis. Zwei Porsche 911 GT3 R auf dem Podest – ein toller Tag für uns.“

Laurens Vanthoor (Porsche 911 GT3 R #99): „Im Qualifyingrennen haben wir schon mal einen Schritt in die richtige Richtung gemacht, nämlich nach vorn. Von Startplatz drei rechne ich mir gute Chancen im Hauptrennen aus. Allerdings ist es für uns schwierig, auf den langen Geraden zu überholen. Unsere Stärken liegen in den Kurven, aber dort kommst du an anderen Autos nicht vorbei. Deshalb ist es wichtig, morgen einen richtig guten Start zu erwischen.“

Alexandre Imperatori (Porsche 911 GT3 R #911): „Im Rennen gab es viele Zwischenfälle, Safety-Car-Phasen und Zweikämpfe. Auch mich hat es erwischt, als ein Konkurrent einen Reifenschaden hatte und mit mir kollidiert ist. Es war erstaunlich, dass ich trotz leichter Beschädigungen und einem schief stehenden Lenkrad immer noch recht schnelle Rundenzeiten fahren konnte. Insgesamt habe ich drei Positionen gutgemacht. Platz sechs ist eine tolle Ausgangsposition für das Rennen am Sonntag.“

Kévin Estre (Porsche 911 GT3 R #912): „Weil ich von ganz hinten starten musste, hatte ich nur eine Wahl: Ich musste mit etwas Risiko versuchen, möglichst weit nach vorn zu kommen. Das ist bestens gelungen – auch wegen der Unfälle vor mir. Mein Auto war im Qualifyingrennen richtig stark. Morgen werde ich auf frischen Reifen von Platz acht noch einmal voll attackieren.“