Montag, 20. Januar 2020
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Automobilsport
21.12.2019

Volkswagen Kunden mit mehr als 100 Siegen auf sechs Kontinenten

35 Siege und 135 Podiumsresultate für den Golf GTI TCR, 71 Triumphe und 127 Podestplätze für den Polo GTI R5 – Volkswagen zieht im Motorsport eine äußerst positive Bilanz des Kundensport-Jahres 2019. Auf der Rundstrecke fügten Kundenteams rund um den Erdball sieben Titel zu den insgesamt 30 „powered by Volkswagen“ hinzu, im Rallye-Sport gingen fünf Mal Meisterehren an Volkswagen Fahrer und Teams: die 2019er Saison mit Siegen in Asien, Australien, Europa, Afrika sowie Süd- und Nordamerika aus Sicht der Volkswagen Kunden. Mit dem Golf GTI TCR war Volkswagen im Jahr 2019 in Motorsport-Rennserien auf der ganzen Welt vertreten, mit dem Polo GTI R5 zudem im nationalen und internationalen Rallye-Sport, etwa der Rallye-WM oder der Rallye-EM.

„Der Erfolg unserer Kundensport-Teams auf dem ganzen Erdball, über 100 Siege durch den Polo GTI R5 und den Golf GTI TCR, dazu ein Dutzend Titel – diese Bilanz des Jahres 2019 kann sich sehen lassen“, so Volkswagen Motorsport-Direktor Sven Smeets. „Umso erfreulicher ist dieser Erfolg unserer Kundenteams, weil der Golf GTI TCR in seinem vierten Jahr auf der Rundstrecke bereits auf über 150 Siege und 500 Podiumsresultate zurückblicken kann und in Kundenhand weiterhin Siege und Titel feiert. Der Polo GTI R5 hat 2019 seine erste Saison absolviert und wurde an Teams in der ganzen Welt ausgeliefert. Die Bilanz mit fünf Titeln ist angesichts des Debütjahres deshalb umso beeindruckender. Daher gilt unseren Kunden ein großes Kompliment für die sportlichen Erfolge und großer Dank für das Vertrauen in unsere Produkte.“

Von Japan über Amerika bis Australien – Golf GTI TCR weltweit erfolgreich

Mit dem Golf GTI TCR feierten Volkswagen Kunden vor allem in neu geschaffenen Rennserien große Erfolge. Unter anderem mit der TCR Japan und der TC America standen 2019 zwei neue Rennserien nach TCR-Reglement am Start – und Volkswagen Kundenteams feierten dort prompt drei Titelgewinne. In der TCR Japan ging die Meisterschaft in der Sonntagswertung an Takeshi Matsumoto (J, Wakayama Racing), in der TC America der Fahrertitel an Michael Hurczyn (USA) vor seinem Teamkollegen Nate Vincent (USA) – gemeinsam feierten sie zudem den Gewinn der Team-Meisterschaft, 26 Podiumsresultate, vier Siege und sieben Pole-Positions bei acht Doppelläufen inklusive.

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Auch die TCR Australia debütierte im Jahr 2019 – der erste Sieg in „Down Under“ überhaupt ging prompt an einen Volkswagen Fahrer – Jason Bright (AUS), der in Sydney gewann. Markenkollege Aaron Cameron trug sich beim Finale in Tailem Bend in die Siegerliste ein und verpasste die „Vizemeisterschaft“ nur knapp.

Tovilavičius gewinnt TCR Baltic, Galáš in TCR Eastern Europe „Vizemeister“

Im Jahr 2019 startete auch die TCR Baltic neu durch – bei insgesamt fünf Veranstaltungen in Riga, Jurva und Parnu. Volkswagen Kunden gewannen acht der zehn Läufe, vor allem Džiugas Tovilavičius (LT), der sich auch den Titelgewinn sicherte. Jáchym Galáš (CZ) sicherte sich mit dem Golf GTI TCR zudem Rang zwei in der Meisterschaft der neu gegründeten TCR Eastern Europe, Siege in Grobnik und Brünn inklusive.

Zweimal Langstrecken-Champions: Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing

Seine Ausdauerfähigkeiten stellte der Golf GTI TCR in den Händen der Mannschaft von Autorama Motorsport by Wolf-Power Racing mehr als deutlich unter Beweis. Sowohl der europäische als auch der transkontinentale Titel der TCE-Serie ging an die Mannschaft aus der Schweiz. Bei den 24-Stunden-Rennen in Dubai und Portimão gelingt jeweils der Sieg, in Barcelona ein weiteres Podiumsresultat. Yannick Mettler (CH) und Jérôme Ogay (CH) sichern sich dabei auch den Titel in der Fahrerwertung der „Continents“-Meisterschaft.

#Gravel, #Tarmac, #IceSnow – ein GTI für alle Bedingungen

Für den Polo GTI R5 und die Volkswagen Kunden war das Jahr 2019 eine echte Willkommens-Party. Allen voran Oliver Solberg (N), Sohn von Rallye- und Rallycross-Weltmeister Petter Solberg (N), sorgte für positive Schlagzeilen. „Solberg 2.0“ feierte Siege in Estland und Lettland, und dort jeweils den Fahrertitel in der jeweiligen Rallye-Meisterschaft. Doch seine Debüts auf höherer Ebene waren die, die für herunterklappende Kinnladen sorgten.

Bei der Rallye Liepāja, dritter Lauf zur FIA Rallye-Europameisterschaft (ERC), ließ das gerade einmal 17 Jahre alte Ausnahmetalent unter anderem Titelverteidiger Lukyanuk (RUS, Citroën) und den späteren Titelträger Ingram (GB, Škoda), aber auch andere Größen der Rallye-EM, hinter sich.

Bei der Rallye Großbritannien, zwölfter Lauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) fehlte insgesamt Fortune, doch wo immer möglich, zeigte Solberg Junior mit Bestzeiten seine Klasse. Gleichzeitig sicherte sein Vater Petter dem Polo GTI R5 den ersten Sieg auf Rallye-WM-Ebene. Bei seinem Karriere-Abschied entschied Solberg senior, ebenfalls „powered by Volkswagen“ nicht nur die wohl am stärksten besetzte R5-Rallye der Saison für sich, sondern sammelte auch den letzten WM-Punkt seiner großen Rallye-Karriere – mitten unter den wenigstens 100 PS stärkeren World Rally Cars.

Siege bei Extrembedingungen in Südamerika und Afrika. Und am Polarkreis

Mit der immer größeren Verbreitung des Polo GTI R5 – bis Ende 2019 wurden 50 Exemplare an Kunden ausgeliefert – treffen Erfolgsmeldungen aus immer entlegeneren Ecken des Erdballs ein. Im November siegte Onkar Rai (EAK) beispielsweise bei der Meru-Rallye in Kenia und damit erstmals ein Volkswagen R5-Kunde auf dem afrikanischen Kontinent. Zuvor hatte unter anderem Gustavo Saba bei der Codasur-Rallye-Meisterschaft und bei der Rallye-Meisterschaft in Paraguay mit Siegen im Polo GTI R5 für Aufsehen gesorgt. Ebenso wie Emil Lindholm (FIN), der die Premiere des 200 kW (272 PS) starken Allradlers bei der Arctic-Lappland-Rallye am Polarkreis siegreich gestaltete.

Ole-Christian Veiby und Johan Kristoffersson in Skandinavien stark

Apropos Norden: In den skandinavischen Meisterschaften in Norwegen und Schweden waren es ebenfalls Teams mit Polo GTI R5, die die Schlagzeilen bestimmten. Ole-Christian Veiby (N) setzte sich in der stark und namhaft besetzten norwegischen Meisterschaft durch, gewann die Hadeland-Rallye, die Sørland-Rallye, die Grimstad-Sommer-Rallye und die Hedemarken-Rallye und damit vier der sechs Läufe, feierte die meisten WP-Siege der Saison und gewann so souverän die Meisterschaft. In Schweden war es Rallycross-Weltmeister Johan Kristoffersson (S), der positiv überraschte: In seiner ersten vollen Saison in der schwedischen Rallye-Meisterschaft siegte er bei der Bergslagsrallyt und der Gästabudstrofén, feierte zwei weitere Podiumsresultate und stand nach sechs Rallyes als „Vizemeister“ fest.

Glatter Durchmarsch für Nasser Al-Attiyah in der MERC

Die FIA Middle East Rally Championship (MERC) geriet zur reinen One-Man-Show. Nasser Al-Attiyah (Q) setzte von Beginn an auf den Polo GTI R5, gewann alle vier ausgetragenen Läufe und krönte sich so erneut zum Champion der MERC. Der wohl größte Triumph der Saison gelang Al-Attiyah bei der Rallye Zypern, die als gemeinsamer Lauf mit der Rallye-Europameisterschaft ausgetragen wurde. Al-Attiyah triumphierte gegen die versammelte europäische Rallye-Elite – und das bei einer seiner ausgesprochenen Lieblings-Rallyes.

Italien, Frankreich, Belgien – große Momente des Polo GTI R5 in Kundenhand

In weiteren nationalen Rallye-Meisterschaften hinterließ der Polo GTI R5 einen positiven Eindruck. In Italien sorgte Andrea Crugnola (I) für Furore, gewann etwa die Due-Valli-Rallye. Bei der Monza Rallye Show ließ Crugnola sogar drei Rallye-WM-Werksfahrer hinter sich: Craig Breen (IRL), Andreas Mikkelsen (N) und Dani Sordo (E). Jener Craig Breen sorgte allerdings ebenfalls für ein echtes Highlight des Polo GTI R5. Beim Gastauftritt in der belgischen Rallye-Meisterschaft gewann Breen mit dem Kundensport-Polo die renommierte Rallye Ypern. In Belgien gelangen Volkswagen Kundenteams zudem bei der Rallye van Haspengouw, der TAC-Rally und der Sezoensrally jeweils weitere Erfolge.

In Frankreich sorgten Nicolas Ciamin (F) und Quentin Gilbert (F) von Beginn an für Podiumsresultate, im französischen Rallye-Cup gelangen unter anderem für William Wagner (B) weitere Siege. In der Schweiz war Sébastien Carron (CH) regelmäßiger Podiumsbesucher, unter anderem mit einem Sieg. In der Deutschen Rallye-Meisterschaft sorgte zudem Christian Riedemann (D) bei der Rallye rund um die Sulinger Bärenklaue für den ersten Erfolg des Polo GTI R5 in der DRM.