Mittwoch, 11. Dezember 2019
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ADAC GT Masters
13.06.2019

Sebastian Asch setzt am Red Bull Ring Punkteserie fort

Vor 16.000 Zuschauern war Sebastian Asch am Wochenende auf dem Red Bull Ring im ADAC GT Masters am Start. Gemeinsam mit Teamkollege Luca Ludwig versuchte der Ammerbucher, seinem Team HB Racing aus Österreich ein gelungenes Heimspiel zu bescheren. Schon vor dem Wochenende war klar, dass die nochmals zu Ungunsten des Ferrari 488 GT3 angepasste Balance of Performance (BoP) dieses Vorhaben deutlich erschweren würde. Trotzdem gab Asch, der auf dem Red Bull Ring bereits drei Mal auf dem Podium stand, die Hoffnung nicht auf und zeigte in Rennen 1 eine starke Aufholjagd, die mit Punkten belohnt wurde. 

Du bist in deinem Qualifying am Samstag auf Platz 18 gefahren – nicht das erhoffte Ergebnis, oder?
Sebastian Asch: „Keinesfalls. Wir hatten uns viel mehr ausgerechnet – einen Platz in den Top-Fünf. Die Runde war gut und auch das Setup des Autos hat gepasst. In den ersten beiden Sektoren – also jene mit langen Geraden – habe ich viel Zeit verloren. Jeder, der etwas analysieren kann, weiß, was uns fehlt. Wir haben versucht, Topspeed zu generieren, aber dann fehlte es an anderen Stellen und umgekehrt. Ich bin niemand, der gleich auf die BoP schimpft, aber für unser Auto war sie hier nicht gut gelungen. Uns wurde Boost genommen, obwohl das Auto im Vergleich zum Vorjahr ohnehin schon schlechter eingestuft war. Dadurch fehlt uns einfach Leistung, die wir nicht kompensieren können.“

Trotzdem habt ihr euch im Rennen erneut stark nach vorne gekämpft bis in die Top-Ten ...
„Die Pace im Rennen war verglichen zum Qualifying wie immer besser. Natürlich haben wir auch etwas vom Pech der anderen profitiert, aber von 18 auf zehn ist ein gutes Ergebnis. Es wäre sogar noch weiter nach vorne gegangen, wenn sich nicht beim Stopp ein Auto durch ein „Unsafe Release“ vor uns geschoben hätte. Luca war auf der Fast Lane und hätte Vorfahrt gehabt. Aber sie haben dafür unverständlicherweise nur eine Verwarnung erhalten. Insgesamt war das Rennen etwas verfahren. Durch die vielen Strafen wegen Track-Limits waren alle verunsichert. Niemand wollte wirklich kämpfen, um keine Durchfahrtsstrafe zu riskieren. So haben wir es auch gemacht und sind auf Nummer Sicher ins Ziel gefahren.“

Für das Sonntagsrennen hattet ihr eine super Ausgangsposition, doch heraus kam leider nichts – außer eine Entscheidung, die bei euch auf Unverständnis gestoßen ist. Was war los?
„Luca hat das Qualifying auf Platz sechs beendet und wir hatten wirklich die Chance auf ein Ergebnis in den Top-Vier. Ich war voller Hoffnung, doch schon nach ein paar Runden war alles kaputt. Luca ist in Kurve drei von einem Konkurrenten rausgedreht worden und musste das Auto an der Box abstellen. Die Rennleitung hat danach entschieden, dass es seine Schuld gewesen sein soll, weil er die Tür offen gelassen hat und nachher wieder reingezogen ist. Das ist für mich wirklich nicht mehr nachvollziehbar und vollkommen unverständlich, zumal der andere Beteiligte ohne Probleme weiterfahren konnte, während wir ausgeschieden sind. Trotzdem bleibt mir nichts anderes übrig, als das Thema abzuhaken.“

Nach einer langen Sommerpause steht vom 9. bis 11. August Zandvoort auf dem Programm. Freust du dich schon darauf?
„Zandvoort ist eine meiner absoluten Lieblingsstrecken. 2015 haben Luca und ich dort gewonnen. Allerdings weiß ich nicht, wie unser Ferrari auf dieser Strecke funktionieren wird. In Sachen BoP müsste ein bisschen was passieren, denn sonst könnte es auch dort schwierig werden. Grundsätzlich denke ich aber, dass uns Zandvoort besser liegen sollte als beispielsweise der Red Bull Ring.“