Dienstag, 15. Oktober 2019
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ADAC GT Masters
13.08.2019

Callaway Competition verpasst Sprung an die Tabellenspitze knapp

Genug PS-Pause: Nach der zweimonatigen Sommerpause drehten sich im niederländischen Zandvoort wieder die Räder in der „Liga der Supersportwagen“. Beim vierten Lauf des ADAC GT Masters litt Callaway Competition unter doppeltem Pech.

Die vierte Runde des ADAC GT Masters 2019 führte das Team von Callaway Competition am vergangenen Wochenende (9. bis 11. August) nach zweimonatiger Sommerpause an die niederländische Nordseeküste nach Zandvoort. Für die Corvette-Mannschaft aus Heilbronn wurde es ein ereignisreiches und stürmisches Wochenende zugleich. Verpackt mit Spannung, Hoffnung und Dramatik. Am Ende war die Enttäuschung nach doppeltem Pech über den verpassten Sprung an die Tabellenspitze groß.

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Die beiden Callaway-Piloten Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern) wussten, dass es eine schwere Aufgabe wird, auf dem 4,307 Kilometer langen ehemaligen Grand-Prix-Kurs zwischen den Dünen zu bestehen.

Am Samstag gelang es Markus Pommer zunächst im Qualifying für das erste von zwei Rennen, unter schwierigen Bedingungen den 21. Startplatz herauszufahren. Regen und Windböen bis zu Stärke 8 machten es den Teilnehmern der hochkarätigen GT-Serie nicht leicht.

Von Position 21 aus gestartet, konnte sich Pommer in der ersten Hälfte des Rennens bis auf die 18. Position vorkämpfen. Mit Glück und taktischer Cleverness, absolvierte man während einer Safety-Car-Phase den Fahrerwechsel. Mehrere in den Top-Ten liegende Fahrzeuge waren bereits in der Box, so dass Kirchhöfer die Corvette auf Position zehn wieder auf die Strecke brachte.

Die Tabellenführer lagen außerhalb der Punkteränge und vor Kirchhöfer noch einige langsamere Fahrzeuge die es zu holen galt. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt war die Corvette C7 GT3-R mit der Startnummer #77 auf Kurs für den Sprung an die Tabellenspitze und den inoffiziellen Halbzeittitel. Doch plötzlich verlor die Corvette mit Kirchhöfer am Steuer die Geschwindigkeit und steuerte diese an die Box. Zündaussetzer sorgten für ein dramatisches und enttäuschendes Ende des ersten Rennens.

Da der Spitzenreiter und die anderen Verfolgerteams ebenfalls ohne Punkte blieben oder keine großen Sprünge machten, war die Enttäuschung schnell gelegt.

Im Qualifying am Sonntagmorgen für das zweite Rennen konnte Marvin Kirchhöfer die Startposition um 3 Positionen verbessern. Auch im Rennen kämpfte sich der 25-Jährige Sachse innerhalb von nur 2 Runden auf die 13. Position vor und übergab diese beim Pflichtwechsel an Markus Pommer. Dieser überquerte die Boxenausfahrt jedoch um 0,2 Sekunden zu früh, was eine Durchfahrtsstrafe nach sich zog. In Folge dessen verlor man viele Positionen und erreichte das Ziel letzten Ende außerhalb der Punkte.

Ein bitteres Wochenende, doch in nur wenigen Tagen ergibt sich die nächste Chance auf ein Angriff auf die Tabellenspitze. Im Gesamtklassement büßten Kirchhöfer und Pommer lediglich sieben Zähler ein und bleiben damit weiterhin erster Verfolger.

Marvin Kirchhöfer (25/Luzern): „Zu so einem Wochenende kann man eigentlich nicht viel zu sagen. Die Enttäuschung ist groß. Wir haben gut mitspielen können und einiges in der Hand gehabt. Aber am Ende stehen wir nun doch ohne einen einzigen Zähler da und das ist einfach bitter. Freud und Leid sind im Motorsport eben einfach sehr eng beieinander.“

Markus Pommer (28/Heilbronn): „Wir hatten das Glück in Zandvoort einfach nicht auf unserer Seite. Dass es ein hartes Wochenende werden wird, war uns bewusst. Ich denke, dass wir gut mitgehalten haben auf einer Strecke, die unserer Corvette nicht so liegt. Gott sei Dank, haben die anderen auch keine großen Punktesprünge gemacht.“ 

Mike Gramke (Teamchef): „Das Wochenende haben wir uns eindeutig anders vorgestellt. Unser Ziel war es in die Top-Ten zu fahren und möglichst einige Punkte mitzunehmen. Wir waren auch auf einem guten Weg, unser Ziel zu erreichen, doch so wie es im Motorsport manchmal ist, wird einem ohne Vorwarnung der Boden unter den Füßen weggerissen. Mir ist allerdings auch bewusst, dass wir ohne dem Safety Car in Rennen 1, nicht in der Lage gewesen wären aus eigener Kraft in die Punkte zu fahren. In den verbleibenden Rennen darf uns das in dieser Form nicht noch einmal passieren.“