Mittwoch, 14. November 2018
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19.10.2018

Simon Trummer: Saisonrückblick IMSA SportsCar Championship

Mit dem „Petit Le Mans“, dem traditionellen 10h-Rennen in Road Atlanta im US-Bundesstaat Georgia, schloss Simon Trummer am vergangenen Wochenende seine Debütsaison in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship Series ab.

Das Saisonfinale der WeatherTech IMSA Sportscar Championship Series ist quasi im letzten Moment entschieden worden und genauso wie den vermeintlichen Siegern ist auch dir auf den letzten Kilomentern noch der Sprit ausgegangen.
Simon Trummer: „Es ist ziemlich frustrierend, nach einem solchen Einsatz mit einem mageren neunten Platz dazustehen, aber dieses Finale war eben noch einmal ein Abziehbild unserer gesamten Saison. Wenn am Ende die Resultate fehlen, kann man sich nur mit guten Rundenzeiten trösten und davon träumen, was unter normalen Umständen möglich gewesen wäre. Es tut mir Leid für unsere gesamte Mannschaft von JDC Miller Motorsports, die sich zum Abschluß mit dem ‚Banana Boat' noch einmal ein Top-5-Resultat verdient hätten. Es wäre durchaus machbar und für meine Teamkollegen (Anm. Robert Alon, Devlin Defrancesco) und mich auch verdient gewesen.“ 

Du hast schon den gesamten letzten Stint extrem Spritsparen müssen. Aber noch mehr hast du dich über eine Kollision unter Full Course Yellow aufgeregt.
„Das Rennen war neutralisiert, da fährt mir doch einer von hinten ins Auto und beschädigt mein Heck. Das sind einfach Dinge, die unter Profirennfahrern nicht passieren dürfen, auch wenn ich niemandem Absicht unterstellen möchte. Manche vergessen eben, dass wir hier im Langstreckensport unterwegs sind und man mit solchen Aktionen gerade in einem 10h-Rennen nichts gut machen kann.“

Du hast trotz aller Rückschläge ein schönes Debütjahr in den USA erlebt. Was hat deine Erwartungen ganz besonders übertroffen? 
„Das waren vor allem diese traumhaften Naturrennstrecken, die einem alles abverlangen. Was die sportlichen Erfolge betrifft, wäre ich mit dem Erreichten vor einem Jahr noch sehr zufrieden gewesen. Ich hätte zum Beispiel nie geglaubt, dass ich hier in meiner Debütsaison in Road America schon einen Rundenrekord für IMSA Fahrzeuge aufstellen könnte. Allerdings konnten wir ja auch nicht erwarten, dass unser LMP2 sogar da und dort für ein Podium gut sein würde. Ich hab jedes Wochenende genossen und fahrerisch sicherlich ein höheres Level erreicht. Letztlich war es eine gute erste Saison ohne große Resultate.“ 

Wie geht’s nun für dich in 2019 weiter?
„Die Chance ist da, in der IMSA sogar für ein werksunterstütztes Team aufs Sieg zu gehen. Das hat für mich auch Priorität vor ein paar anderen, durchaus interessanten Optionen in den USA. Ich werde mein Hauptprogramm auf jeden Fall über dem Atlantik absolvieren und bin schon seit längerem dabei, mich drüben nach einer Wohnung umzusehen. Und zwar am liebsten in Colorado, da würde ich mich am wohlsten fühlen.“