Freitag, 17. August 2018
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Rallye Allgemein
27.04.2018

VW Polo GTI R5 debütiert auf Schotter und Asphalt

Die ideale Rallye für ein Debüt: Volkswagen wird mit dem Polo GTI R5 bei der Rallye Spanien (25. bis 28. Oktober 2018) erstmals im Wettbewerb starten. Das 200 kW (272 PS) starke Kundensport-Fahrzeug für Rallyes weltweit – etwa die WRC-2-Kategorie, die Rallye-Europameisterschaft oder nationale Meisterschaften – erlebt dabei seine Feuertaufe bei der vielseitigsten Rallye der FIA Rallye-Weltmeisterschaft. Denn in Katalonien wird sowohl auf Asphalt als auch auf Schotter gefahren – für den kompletten Umbau des Fahrwerks und der vielen anderen Komponenten bleiben den Teams gerade einmal 75 Minuten Zeit.

Für Volkswagen bildet die Rallye Spanien zudem aus einer anderen Perspektive den perfekten Ort: Hier blieb die Marke in der Top-Kategorie der Rallye-WM bei allen vier Einsätzen mit dem Polo R WRC ungeschlagen und feierte 2013 den ersten Titelgewinn in der Herstellerwertung.

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„Die Rallye Spanien ist für uns ein sehr gutes Pflaster“, so Sven Smeets, Volkswagen Motorsport-Direktor. „Hier haben wir unseren ersten WM-Titel mit dem Team gefeiert, so einen Moment vergisst man nicht. Und natürlich eignet sich die Rallye Spanien aufgrund ihres wechselnden Untergrunds hervorragend für einen ersten echten Härtetest unter Wettbewerbsbedingungen.“


Aufbruch in eine neue Zeit im Rallye-Sport: der Polo GTI R5 für den Kundensport

In der Rallye-WM hat Volkswagen in nur vier Jahren viel erreicht – zwölf Titel, 43 von 52 möglichen Siegen und 640 Prüfungssiege. Mit dem Polo GTI R5 schlägt Volkswagen ein neues Kapitel im Rallye-Sport auf, das die Erfolge von einst auf andere Weise fortschreiben soll – im Kundensport. Das Debüt in Spanien ist deshalb mit Bedacht gewählt. Auch, um den Ingenieuren noch mehr Zeit für eine optimal ausgereifte Entwicklung des Autos zu geben. Die ursprünglich für den Spätsommer geplante Homologation wird nun um wenige Woche verschoben auf den 1. Oktober 2018. „Die Tests an sich laufen gut. Die Fahrer, die den Polo GTI R5 getestet haben, haben sehr gutes Feedback gegeben“, erklärt Smeets. „Dennoch wollen wir noch ein paar Dinge ändern, bevor das Auto final homologiert wird.“

Und Gerard Jan de Jongh, Technischer Projektleiter Polo GTI R5 und früherer Renningenieur von Weltmeister Sébastien Ogier, ergänzt: „Ein Kundenfahrzeug muss beinahe noch ausgereifter entwickelt sein als ein World Rally Car bei einem Werkseinsatz. Ein Kunde hat nach erfolgter Homologation oft nicht die Möglichkeit, um nachträglich noch etwas zu ändern oder ausgiebig zu testen. Daher nehmen wir uns die Zeit, um unseren Kunden ab Oktober einen ausgereiften und schnellen Polo GTI R5 auszuliefern.“