Dienstag, 19. Juni 2018
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ROTAX MAX Euro Trophy
11.06.2018

Spannende Halbzeit-Runde der RMC Euro Trophy

Sieben Wochen nach ihrer fulminanten Premiere ging die Rotax MAX Challenge Euro Trophy in ihre zweite Runde, die vom 8. bis 10 Juni 2018 zugleich die Saisonhalbzeit markierte. Dafür zog es die europäische Rotax-Elite nach Skandinavien: Der 1.231 Meter lange Asum Ring im schwedischen Kristianstad begrüßte über 110 Teilnehmer, die sich bei besten Wetterbedingungen packende Rennen in den Kategorien Junior, Senior, DD2 und DD2 Masters lieferten. Am Ende brachte das Gastspiel in Schweden nicht nur neue Sieger hervor, sondern grenzte auch den Kreis der Titelfavoriten weiter ein ...

Junioren: Siege für Mike van Vugt siegt auch in Schweden

Auftaktsieger Mike van Vugt (JJ Racing) machte in Kristiansand dort weiter, wo er in Genk aufgehört hatte: an der Spitze des 39-köpfigen Junior-Feldes. Im Zeittraining und in allen Heats war der Niederländer das Maß der Dinge, weshalb er als klarer Favorit ins erste Finale startete. Und auch in diesem war der Gesamtführende unschlagbar, kreuzte er doch nach 14 Rennrunden als Erster den Zielstrich und feierte somit den dritten Sieg in Folge. Dennoch war das Rennen kein Durchmarsch für den Youngster, dessen Verfolger Kobe Pauwels (Daems Racing Team) aus Belgien und James Wharton (FA) aus Australien nur einen Wimpernschlag dahinter abgewinkt wurden.
 
Im zweiten Finale sollte sich das Blatt wenden: Diesmal musste Mike van Vugt zurückstecken und sich hinter Kobe Pauwels mit Rang zwei begnügen. In der Tageswertung reichte es aber dennoch zum Sieg für den Niederländer, der damit weiterhin die Meisterschaft anführt. Kobe Pauwels durfte am Abend als Zweiter auf das Podium steigen – vor James Wharton, der im zweiten Rennen erneut Rang drei für sich verbuchen konnte.
 
Aus deutscher Sicht machte Vincent France (JJ Racing) den besten Job. Nach einem verkorksten Zeittraining, das er als 27. abschloss, kämpfte er sich sukzessive nach vorne und beendete die Finalrennen als 17. und Zehnter, womit er seine ersten Meisterschaftspunkte sammeln konnte. Landsmann Linus Hensen (Kartschmie.de) ging als 28. und 26. ebenso punktleer aus wie Gianni Andrisani (RS Competition) als 18. und 14.

Senioren: Mick Nolten und Mathilda Olsson glänzen

Mit 44 Piloten stellten die Senioren das größte Feld beim zweiten Saisonlauf der RMC Euro Trophy. Allen voran markierte der Finne Axel Saarniala (Kathala Sports) die Bestzeit im Qualifying. Nach den Heats musste er den Platz an der Sonne allerdings räumen und an Mick Nolten (Exprit) abtreten. Der Niederländer hatte alle Vorläufe gewinnen können und überließ auch im ersten Finale nichts dem Zufall. Aus der Pole-Position gestartet, baute er die Führung auf über vier Sekunden aus und gewann letztlich vor Axel Saarniala und der schnellen Schwedin Mathilda Olsson (Strawberry Racing).
 
Die Lokalmatadorin hatte ihren großen Auftritt im zweiten Finale: Sie nutzte ihren Heimvorteil und feierte einen beeindruckenden Sieg vor Mick Nolten und Kalle Astrand (KR-Sport) aus Schweden. In der Tageswertung setzte sich zum Schluss jedoch Mick Nolten mit 45 Punkten knapp gegen Mathilda Olsson (41 Punkte) und Kalle Astrand (25) durch. Ein enttäuschendes Wochenende erlebte derweil der bis dato Gesamtführende Hannes Morin (Dan Holland Racing). Der Schwede hatte sich für sein Heimspiel einiges vorgenommen, landete aber nur auf Platz zehn der Tageswertung, womit er die Tabellenspitze an Mick Nolten verlor.
 
Die beiden deutschen Senioren hatten in Schweden kein Glück: Julian Würtele (FM Racing) und Tim Rölleke (RS Competition) erwischten eine durchwachsene Qualifikationsphase und landeten im Hoffnungslauf, nach welchem beide den Sprung in die nächste Runde verpassten.

DD2: Mortensen gewinnt ohne Sieg

Extrem ausgeglichen ging es im Feld der Getriebekarts zur Sache. Besonders die Nordlichter hatten beim Heimspiel die Zügel in der Hand. Den Anfang machte der Norweger Nikolai Stien (Team Pro-Karting), der im Zeittraining die Nase vorn hatte, allerdings in den Vorläufen etwas abrutschte. Somit übernahm Lokalmatador Alexander Dahlberg (KH Racing) das Zepter; der Schwede holte sich nach den Heats die Pole-Position für das erste Finale. Doch hier hatte er kein Glück: Eine Zeitstrafe warf ihn am Ende auf Rang acht zurück, während sich vorne der Finne Ville Viiliainen (JTL Racing) nicht beirren ließ und den Sieg nach Hause fuhr. Als Zweiter behauptete sich Auftaktsieger Martin Mortensen (RS Competition) aus Dänemark vor dem Deutschen Max Fleischmann (FM Racing).
 
Im zweiten Finale schlug Alexander Dahlberg zurück. Mit einer starken Leistung und der schnellsten Rennrunde bugsierte sich der Schwede nach 17 Rennrunden zum Heimsieg und verdrängte damit Martin Mortensen und Nikolai Stien auf die Verfolgerpositionen. In der Tageswertung durfte am Ende Martin Mortensen jubeln. Dank seiner konstanten Leistung holte er die meisten Zähler und baute folglich auch den Vorsprung in der Meisterschaft weiter aus. Komplettiert wurde das Podium von Ville Viiliainen und Alexander Dahlberg. Nikolai Stien wurde Vierter vor Max Fleischmann auf Rang fünf.
 
In der Sonderwertung der DD2-Masters-Piloten führte kein Weg an Christophe Adams (Sodikart) vorbei. Der Belgier lag zu jeder Zeit an der Spitze und feierte letztlich mit einem Doppelsieg auch den Gewinn in der Tageswertung. Hinter dem Routinier holte sich der Österreicher Manuel Tenschert (Daems Racing) den zweiten Platz vor Patrick Weinstock (FM Racing ) aus Deutschland. Dessen Landsleute Thomas Piert (Praga Official Racing Team) und Michael Becker (RS Competition) beendeten das Schweden-Gastspiel auf den Positionen fünf und sechs der Masters-Wertung.
 
Weiter geht es für die Rotax MAX Challenge Euro Trophy vom 3. bis 5. August 2018 in Österreich. Auf der Strecke der Speedworld in Bruck läutet das Championat den Saisonendspurt ein und möglicherweise fallen vor den Toren Wiens sogar schon die ersten Vorentscheidungen im Titelkampf. Weitere Informationen zu Berichten, Fotos, Ergebnissen und Live-TV-Streams finden Sie auf der offiziellen Website www.rotaxmaxchallenge-eurotrophy.com.