Mittwoch, 1. April 2020
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12h Sebring
21.03.2018

Simon Trummer und JDC retten „Banana Boat“ über die Distanz

Ein früher Schaden am Oreca #85 sorgte dafür, dass Simon Trummer und JDC Miller Motorsport bei der 66. Auflage des Langstreckenklassikers in Sebring nicht, wie erhofft, in den Kampf die Spitzenplätze eingreifen konnten. Der sympathische Schweizer nimmt dennoch einige positive Eindrücke aus Florida mit. 

„Die Vorfreude war groß, immerhin zählt das 12-Stundenrennen von Sebring zu den bedeutendsten Langstreckenrennen der Welt“, blickt Simon Trummer für uns noch einmal in den Rückspiegel. „Es herrscht dort eine ganz besondere Stimmung, aber rein sportlich betrachtet, ist diese Rennstrecke eben auch extrem anspruchsvoll und Materialmordend. Wir hatten im freien Training noch etliche Probleme mit unserer Abstimmung, die sich auf den Bodenwellen, noch viel stärker ausgewirkt haben. Mit dem 12. Startplatz mussten wir daher aufgrund der schwierigen Umstände noch absolut zufrieden sein.“

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Nach einem turbulenten Start, bei dem es in der ersten Kurve zu einer Kollision an der Spitze kam, wurde der Unterboden des Oreca mit der Startnummer #85 durch herumliegende Teile so schwer beschädigt, dass Simon und seine beiden Teamkollegen, Robert Alon und Nelson Panciatici vorwiegend damit beschäftigt waren, das angeschlagene „Banana Boat“ über die Distanz zu retten.

„Es tut mir Leid für unsere gesamte Mannschaft von JDC Miller Motorsport und insbesondere für unsere Wagencrew #85, die wirklich ihr Bestes gegeben hat, um uns irgendwie bis ins Ziel zu bringen. Es ist alles andere als einfach, die volle Motivation zu bewahren, wenn am Ende nicht mehr als ein 9. Platz herausspringen kann. Allerdings ist auf der anderen Seite auch noch lange nichts verloren, denn wir haben immerhin 47 Punkte und nur 9 Zähler Rückstand auf die Top-Drei dieser Meisterschaft.“ 

Der nächste Lauf der Weathertech IMSA Series findet erst Mitte April in Long Beach statt, eine Strecke, die sowohl dem ORECA LMP2 als auch dem Schweizer Langstreckenprofi liegen sollte. „Auf dieses Rennen in Kalifornien freue ich mich ganz besonders und ich denke, dass wir den Werksautos dort etwas näher kommen sollten. Insgesamt macht das Racing in der IMSA richtig Spaß und bereue nach wie vor nicht, dass ich diesen Schritt noch vor dem Jahreswechsel riskiert habe.“