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Sportwagen Allgemein
28.02.2017

Pirelli ist exklusiver Reifenausrüster des Audi R8 LMS Cup in Asien

Weltweit führende Automobil-Hersteller setzen nicht nur bei der Erstausrüstung etlicher Premium- und Prestige-Modelle auf Pirelli. Auch bei den Motorsport-Aktivitäten gehört der Premium-Reifenhersteller zu den wichtigsten strategischen Partnern. Jüngster Beleg dafür ist die neue Partnerschaft mit Audi bei der GT3-Rennserie Audi R8 LMS Cup in Asien.

Mit seiner leistungsorientierten Strategie brachte sich Pirelli vor Jahren in eine Marktposition, die dem Konzern langfristige Perspektiven verschafft. Mit großem Erfolg etablierte sich das Unternehmen als ein führender Anbieter von Ultra High Performance-Reifen für Fahrzeuge der Premium- und Prestige-Segmente. Weltweit gilt: Rollt ein Sport- oder Supersportwagen vom Band, dann häufig auf einer Variante des Pirelli P Zero. Diese Reifenfamilie setzt zuverlässig immer wieder neue Standards für die Leistungsstärke eines Pneus.

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Doch weltweit führende Automobil-Hersteller verlassen sich nicht nur bei der Ausrüstung ihrer Serien-Modelle auf Pirelli. In vielen Fällen dehnt sie die Zusammenarbeit auch auf den Motorsport aus. Dazu gehören nicht nur Ferrari, McLaren und Mercedes, die in der Formel 1 auf den Reifen des Exklusiv-Ausrüsters Pirelli starten.

Auch mit Audi verbindet Pirelli seit vielen Jahren eine Partnerschaft, die sich in individuell maßgefertigten Reifen für Straße und Rennstrecke spiegelt. Der Konzern hat Pirelli bereits eine Fülle von Erstausrüstungsfreigaben (Homologationen) erteilt: vom Kleinwagen Audi A 1 bis zum Oberklassenfahrzeug Audi A 8. Für die Audi Modelle RS6 und RS7 entwickelten Ingenieure von Pirelli das leistungsstarke Pirelli Noise Cancelling System (PNCS). Das PNCS reduziert den Lärm um zwei bis drei Dezibel und damit im Schnitt um rund die Hälfte des üblichen Wertes.

Seit geraumer Zeit agieren Audi und Pirelli auch auf asiatischen Märkten mit großem Erfolg. Erst kürzlich wählte der deutsche Hersteller Pirelli zum exklusiven Reifenausrüster des Audi R8 LMS Cups. Die zehn Rennen des Wettbewerbs finden auf den populärsten Rennstrecken Asiens statt. Dazu gehören die drei Formel 1-Circuits in Sepang, Suzuka und Shanghai. Eini2 ge Top-Stars des asiatischen Motorsports starten bei den Rennen. Darunter der ehemalige Formel 1-Fahrer Alex Yoong und der Le Mans-Pilot Franky Cheng.

Der Audi R8 LMS Cup 2017 beginnt mit zwei Rennen am 6. und 7. Mai in Sepang, Malaysia. Insgesamt sind fünf Veranstaltungen in Malaysia, Japan, Korea und China mit je zwei Rennen geplant. Jedes Team fährt in einem Audi R8 LMS. Der GT3-Rennwagen startet bei zahlreichen renommierten Wettbewerben wie der Blancpain GT-Serie und dem 24-Stunden- Rennen auf dem Nürburgring und ist den Ingenieuren und Reifen-Technikern von Pirelli bestens bekannt.

Somit erscheint es logisch, dass Audi den Terminkalender des pan-asiatischen Markenpokals so anlegte, dass die Teams die Möglichkeit haben, auch an der neuen Blancpain GT Serie Asien teilzunehmen. Pirelli beliefert diese ebenfalls exklusiv mit Reifen. Die Audi Fahrer können also mit denselben Autos und Reifen bei beiden Wettbewerben starten. Der logistische Transport zwischen den beiden Rennserien wird für die Teams kostenfrei organisiert. Nicht zuletzt erhält der Gewinner der Amateurwertung des Audi R8 LMS Cups einen Startplatz beim 24-Stunden-Rennen in Spa 2018.

Auch beim FIA GT World Cup 2017 in Macau wird das Supersportwagen-Modell von Audi dabei sein. Reifenausrüster ist einmal mehr Pirelli. Nach dem Sieg 2016 kommt Audi als Titelverteidiger nach Macau.

Der Audi R8 LMS Cup geht 2017 mit einigen Regeländerungen in seine sechste Saison. Dazu zählt die Rückkehr der sogenannten Push-to-pass-Funktion. Sie ermöglicht es dem Fahrer, vorübergehend mehr Motorleistung abzurufen. Spektakuläre Manöver sind so garantiert. Amateure werden diese Möglichkeit in den Rennen doppelt so oft erhalten wie die Profis. Neue Regeln gibt es auch im Reifen-Sektor. So erhalten die Teams mehr Reifen-Sätze pro Rennwochenende. Die Fahrer sollen dadurch vor den Rennen ausgiebiger testen können. Zudem belohnt der Reifen-Hersteller den Fahrer der schnellsten Runde eines Rennens mit der Pirelli Best Lap Trophy. Am Ende des Jahres wird darüber hinaus der Fahrer der schnellsten Runde 2017 gekürt.

Der Audi R8 feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Jubiläum. Im Januar 2007 wurde er in Las Vegas erstmals präsentiert. Und zwar mit der damals jüngsten Variante des Pirelli P Zero. Dazu Maurizio Boiocchi General Manager Technology bei Pirelli: „Von Audi dazu auserkoren worden zu sein, Erstausrüstungsreifen für ein technisches Meisterwerk wie den Audi R8 entwickeln zu dürfen, war für uns Ehre und Verpflichtung zugleich.“

Dieser Verpflichtung kommt der Reifenhersteller seit nun zehn Jahren intensiver Zusammenarbeit mit dem deutschen Automobil-Hersteller nach: auf der Straße wie auf der Rennstrecke.