Montag, 11. Dezember 2017
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Rallye WM
16.11.2017

Citroën Racing hoch motiviert vor Saisonfinale in Australien

Beim 13. und letzten Lauf der FIA-Rallye-Weltmeisterschaft in Australien wollen die Fahrer und Co-Piloten des Citroën Total Abu Dhabi WRT die Saison mit einem weiteren Höhepunkt beenden. Im australischen Regenwald werden die drei Citroën C3 WRC von Stéphane Lefebvre/Gabin Moreau (#7), Craig Breen/Scott Martin (#8) und Kris Meeke/Paul Nagle (#9) gefahren.

Obwohl die Rallye-Weltmeisterschaft größtenteils in Europa ausgetragen wird, finden drei Überseeläufen statt: Nach den Einsätzen in Mexiko und Argentinien reisen die Teams zum Saisonende an die Ostküste Australiens. Bereits seit 2011 startet die Rallye Australien in der Kleinstadt Coffs Harbour auf halbem Wege zwischen Sydney und Brisbane. 

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17.000 Kilometer von den Werkshallen in Versailles entfernt, besitzt diese Schotterrallye einen ganz eigenen Charakter mit einer Mischung aus breiten Strecken in den Feldern und engen, kurvigen Wegen im Regenwald. Der harte Untergrund ist an vielen Stellen mit kleinen runden Steinen bedeckt; diese sorgen dafür, dass die Strecke für die ersten Fahrer besonders rutschig ist. Sobald die Piste vom Schotter freigefegt ist, finden die folgenden Piloten eine gute Haftung vor – außer wenn es regnet. 

Für die 2017er-Auflage haben die Veranstalter eine noch kompaktere Route zusammengestellt, die vor allem bekannte Strecken beinhaltet. Entscheidend wird wahrscheinlich die 50 Kilometer lange Prüfung Nambucca, die am Samstagmorgen gefahren wird. 

Fans, die mit der gesamten Familie die Rallye besuchen, können die Action hautnah erleben, denn die Rallye endet am zweiten und dritten Tag jeweils mit zwei Durchgängen auf der Super Special Stage in der Nähe des Serviceparks. Die Prüfungen Raceway am Samstagmorgen sowie die Wedding Bells Power Stage am Sonntag sind ebenfalls bei den australischen Zuschauern sehr beliebt. 


Die Challenge: Die Saison mit einem weiteren guten Resultat abschließen

Da alle WM-Titel bereits beim vorherigen Lauf in Wales entschieden wurden, haben die Teilnehmer in Australien nur ein Ziel: die Saison mit einem positiven Ergebnis zu beenden. Das Citroën Total Abu Dhabi WRT und seine drei Fahrerteams bilden dabei keine Ausnahme. 

Die Citroën-Piloten können durch ihre späte Startposition zumindest teilweise ihre mangelnde Kenntnis der australischen Strecken kompensieren, da Kris Meeke, Stéphane Lefebvre und Craig Breen die Rallye 2016 ausgelassen haben. 

Mit drei Einsätzen in Australien zwischen 2013 und 2015 besitzt Kris Meeke solide Erfahrungen bei diesem Event. Er errang 2014 den vierten Platz und ein Jahr später einen Podiumsplatz. Der Brite, der in der aktuellen Saison zwei Siege in Mexiko und Spanien feiern konnte, hofft in Australien erneut im Spitzenfeld zu fahren.

Stéphane Lefebvre startete bislang nur ein einziges Mal im Jahr 2015 in Australien. Damals sprang der Franzose kurz vor dem Start ein, als sich der Norweger Mads Østberg beim Abfahren der Prüfungen verletzt hatte. Bei seinem ersten Start mit einem World Rally Car auf Schotter erzielte der Junior damals gute Zeiten, vor allem auf der ersten Etappe. 

Für Craig Breen ist es der erste Start auf der Südhalbkugel. Obwohl er Australien gut kennt, startet der Ire zum ersten Mal bei dieser Rallye. Dennoch hat er bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass er sich schnell an neue Bedingungen anpassen kann.