Donnerstag, 19. Oktober 2017
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26.07.2017

Lukas Ertl glänzt mit Doppelsieg in Spa-Francorchamps

Lukas Ertl (997 GT3 Cup) entschied beide Rennen der Porsche Club Historic Challenge in Spa-Francorchamps für sich. Der Youngster siegte im ersten Rennen denkbar knapp vor Kim Berwanger (997 GT3 Cup). Im zweiten Heat landete Andreas Sczepansky (997 GT3 Cup) auf Rang zwei.

Mit einer überragenden Pole-Zeit von 2:27.276 stellte Lukas Ertl seinen Porsche klar auf die erste Startposition. Kim Berwanger fehlten als Zweiter knapp über drei Sekunden auf die Pole-Zeit. Nicht ganz so deutlich war die Dominanz im ersten Rennlauf. Kim Berwanger konnte als einziger das Tempo mitgehen und lauerte ständig dahinter. Doch der Spitzenreiter erlaubte sich auf der kniffeligen Ardennenrennstrecke keinen Fehler und fuhr mit 1,8 Sekunden Abstand zum Sieg.

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„Ich habe schon früh das Tempo angezogen und konnte alle hinter mir lassen. Kim Berwanger hing mir anfangs noch am Heck, jedoch konnte ich ihn dann das ganze Rennen über auf Distanz halten“, äußerte sich Lukas Ertl zum ersten Rennen. Rang drei holte sich der von Platz sechs aus gestartete Klaus Horn (997 GT3 Cup). Der Landauer setzte sich in der siebten Runde vor Thorsten Rose (997 GT3 Cup) und holte sich damit auch den Sieg in der Klasse 10.

Der zweite Durchgang wurde an der Spitze von einem familieninternen Duell beherrscht. Gleich in der ersten Runde hatte der von der Pole aus gestartete Lukas Ertl drei Plätze verloren. Die Führung blieb jedoch in Familienhand, denn sein Bruder Maximilian (997 GT3 Cup) hatte sich an die Spitze des Feldes gesetzt. Dahinter folgten Benno Berwanger und Klaus Horn. Schon in Runde zwei hatte sich Lukas Ertl jedoch auf die zweite Position nach vorne geschoben und nur einen Umlauf später die Führung zurückerobert. Am Ende reichte es mit über 14 Sekunden Abstand zum zweiten Saisonsieg. Andreas Sczepansky erkämpfte sich vom sechsten Startplatz aus die zweite Gesamtposition. Dahinter komplettierte Maximilian Ertl das Podium.

„Ich merkte schon in der Einführungsrunde, dass die Servolenkung nicht funktionierte und konnte so die Vorderreifen nicht auf Temperatur bringen. In der ersten Kurve kam noch hinzu, dass das ABS nicht funktionierte und so bin ich leider mit Benno Berwanger kollidiert. Nach etwa zwei Runden funktionierte alles wieder ordnungsgemäß, sodass ich die verlorenen Plätze wieder gut machen konnte“, berichtete der Gesamtsieger.


Jan van Es gelingt der erste Klassensieg

Stand mit Klaus Horn im ersten Heat noch ein Klasse 10 Fahrer auf dem Podium, machten diesmal die Fahrer der 997er Klasse bis Baujahr 2011 die Sache unter sich aus. Jan van Es landete als bester Klasse 10 Pilot auf dem vierten Gesamtrang. Direkt dahinter landeten mit Rolf Rummel (996 GT2) und Jürgen Schlager (993 GT2) zwei weitere Piloten mit mächtig Turbo-Dampf im Heck. Mit Joachim Bleyer (997 GT3 Cup) folgte der beste Klasse 10 Sauger auf Platz sieben. „Mit Rolf Rummel war es ein harter Kampf. Sein Porsche hat auf den Geraden mehr Power. Zwar konnte ich dranbleiben, nur vorbeizukommen war fast unmöglich. Inzwischen war auch Jürgen Schlager hinter mir und machte Druck. In der Busstop verbremste sich Rummel und ich konnte vorbei. Auf der Geraden konnte er mit mehr Power wieder kontern, doch konnte ich die Eau Rouge als erster nehmen und mit hoher Geschwindigkeit und Risiko einen Vorsprung herausfahren“, erklärte Jan van Es.

In der Klasse 8 glänzte Gerhard Kilian mit einem weiteren Doppelsieg. Engster Verfolger war in beiden Rennen Bernhard Wagner. Zweimal auf dem dritten Rang landete das Vater-Sohn Duo Thomas und Willy Reichel (alle 997 GT3 Cup). Auch bei den 996er gab es einen zweifachen Sieger. Dr. Frank Willebrand entschied beide Durchgänge in Belgien für sich. Dafür musste Willebrand erst an Karl-Friedrich Baron von Münchhausen und dem Duo Ralf Schmaus vorbei. Ab der der dritten Runde lag der schnelle Zahnarzt in Front und gab die Führung bis zum Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs nicht mehr ab. Hochspannung wurde in Durchgang zwei geboten. Zunächst verteidigte Willebrand die Spitze, dahinter drückte jedoch Baron von Münchhausen.

Das Scharmützel konnte Ralf Schmaus ausnutzen und an den beiden Kontrahenten vorbei die Klassenführung übernehmen. Die erste Position brachte Schmaus jedoch kein Glück. Eine Kollision mit einem anderen Fahrzeug warf ihn nach sechs Runden aus dem Rennen. Damit erbte Willebrand wieder den ersten Platz, den er vor Dauerrivale Dr. Florian Keck und Baron von Münchhausen ins Ziel brachte. „Im erste Rennen wurde es in der zweiten Runde in der LaSource leider etwas eng. Ich hatte ich mit dem Führenden Ralf Schmaus eine leichte Berührung, die bei ihm zu einem Dreher geführt hatte. Seine verlorene Zeit konnte er nicht mehr aufholen und somit ich den Sieg ins Ziel retten. Das zweite Rennen war ein harter Kampf mit dem Baron von Münchhausen vom Start weg mit mehreren Führungswechseln. Ralf Schmaus kam zwar dadurch auch wieder an uns ran, konnte sogar uns beide überholen, war aber dann in eine Kollision verwickelt, die ihn den Sieg kostete“, so der zweimalige Klassensieger.

Bei den Historischen hatte Mike Torwesten mit dem Porsche dp 935 klar die schnellste Zeit gefahren. Dahinter markierte Georg Vetter (964 Carrera) vor Eric van Es (964 Cup) die zweitbeste Rundenzeit. Im Rennen hatte Torwesten jedoch kein Glück und musste bereits nach zwei Umläufen die Segel streichen. Den Sieg holte sich daraufhin Georg Vetter vor van Es und Günther Weber (964 Carrera 4). Der zweite Durchgang war indes eine klare Angelegenheit für Dirk Torwesten. Er hielt Klasse 3 Sieger Georg Vetter relativ deutlich auf Abstand. Eric van Es belegte dahinter Platz drei.