Montag, 11. Dezember 2017
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Motorshow Essen
30.11.2017

Messe-Auftritt von Ford steht ganz im Zeichen von Performance

Ganz gleich ob Serienmodelle oder Wettbewerbsfahrzeuge, On- oder Offroad-Einsatz, auf oder abseits des eigenen Messestands in Halle 3: Ford setzt auf der diesjährigen Essen Motor Show besondere Highlights. Im Mittelpunkt stehen dabei das europäische Messedebüt des neuen Mustang GT4-Rennwagens sowie die Weltpremiere der Aufsehen erregenden Ford Ranger-Studie „Limitless Explorer“.

Zu Gast auf der 460 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche, mit der Ford erstmals seit Jahren wieder als Hersteller auf der europäischen Leitmesse für sportliche Serienfahrzeuge, Tuning und Motorsport antritt, sind auch PS-Profi Jean-Pierre Kraemer sowie der Ford GT-Werksfahrer Stefan Mücke. Im Rahmen einer Pressekonferenz am Freitag, 1. Dezember, 13.30 Uhr, stellt Ford Deutschland-Chef Gunnar Herrmann weitere Neuigkeiten zum Thema Ford Performance vor. Die Essen Motor Show 2017 öffnet ihre Türen vom 1. bis 10. Dezember.


Ford Performance-Power für die Rennstrecke: Der Ford Mustang GT4

Mit dem Mustang GT4 gibt Ford Performance seinen Kunden ein faszinierendes Renngerät an die Hand, das weltweit in zahlreichen Rundstreckenserien starten darf – von der US-amerikanischen IMSA Sports Car Championship bis hin zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring. Angetrieben wird das Coupé von dem V8-Motor des ab Werk 310 kW (421 PS)* starken GT-Modells, der im Renntrimm über 5,2 statt 5,0 Liter Hubraum sowie eine Trockensumpfschmierung verfügt. Die Kraftübertragung übernimmt ein Sechsgang-Schaltgetriebe, das über Schaltwippen am Lenkrad bedient wird, in Kombination mit einer robusten Zweischeiben-Rennkupplung. Bremsscheiben und -sättel steuert Brembo bei, das aufwändig konstruierte Rennfahrwerk stammt von Multimatic Motorsports. Kennzeichnend für den neuen Mustang GT4 ist zudem die ausgefeilte Aerodynamik inklusive spezieller Lufteinlässe in der Frontpartie, der große Heckflügel sowie eine hintere Diffusoreinheit, die nochmals mehr Abtrieb und damit höhere Kurvengeschwindigkeiten ermöglicht. Ford Performance liefert den nicht straßenzulassungsfähigen Mustang GT4 praktisch startbereit aus, die Preisliste beginnt bei 235.000 US-Dollar.


Ford Performance-Studie forscht ohne Grenzen: Ford Ranger „Limitless Explorer“

Alle Blicke auf sich zieht auch das Concept Car „Limitless Explorer“ auf Basis des Ford Ranger – wegen seiner auffälligen Ford Performance-Folierung, die einen tiefen 3D-Effekt erzeugt, ebenso wie mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Ausstattungsdetails. Dies beginnt bereits bei mächtigen, 20 Zoll großen Aluminium-Rädern im Rockstar III-Design, die an Vorder- und Hinterachse von sechsteiligen Kotflügelverbreiterungen eingefangen werden. Der Frontbügel mit seinen integrierten LED-Leuchten unterstreicht den robusten Auftritt der Pick-up-Studie genauso wie der ebenfalls matt-schwarz abgesetzte und kratzfeste Überrollbügel. Letzterer kann um ein Trägersystem ergänzt werden, das bis zu 300 Kilogramm tragen darf und sich ohne Werkzeug an- und demontieren lässt. Für überzeugende Offroad-Eigenschaften sorgen die um 50 Millimeter vergrößerte Bodenfreiheit sowie der sechsteilige Unterfahrschutz aus fünf Millimeter dickem Duraluminium. Er bewahrt Motor, Getriebe, Verteilergetriebe, Tank und Differenzial im rauen Gelände vor Beschädigungen.

Anzeige
Dass der Ranger in „Limitless Explorer“-Ausführung tatsächlich keine Grenzen kennt, beweist auch die elektrische LPR 12.5-Seilwinde: Sie fügt sich elegant und nahezu unsichtbar in die Frontpartie ein, kann aber mit einer Zugkraft von 5.670 kg auch größere Hindernisse aus dem Weg räumen. Das besonders reißfeste Seil besteht aus der Hightech-Faser Dyneema. Hinzu kommt eine zweite, nach hinten gerichtete LPR 3.0 ATV-Winch am Überrollsystem. Sie besitzt eine Zugkraft von 1.500 kg und kann ebenfalls über eine Fernbedienung gesteuert werden.

Bei nächtlichen Einsätzen sorgt das komplexe Lichtsystem für professionelle Ausleuchtung. Es besteht aus 240 Watt starken LED-Lampen in der Frontpartie – die eine Blitzfunktion besitzen, die sich vom Schlüsselring aus fernsteuern lässt – sowie einer LED-Lichtbrücke auf dem Dach mit 440 Watt, die eine Helligkeit von 44.000 Lumen erzeugen. Zwei 36 Watt starke LED-Scheinwerfer bringen Licht auf die Ladefläche. Die Heckklappe kann mit bis zu 300 kg belastet werden, spezielle Dämpfer erleichtern das Öffnen und Schließen.

Türgriffe, Außenspiegelkappen, Motorhauben-Deflektor sowie die Schutzrahmen für die Frontscheinwerfer und Rückleuchten bestehen aus echtem Carbon. Die Doppelrohr-Auspuffanlage mündet in farblich angepasste Side-pipes, die ebensoviel Aufsehen erregen wie die elektrisch ausfahrenden Trittbretter mit integrierter LED-Beleuchtung. Sie vereinfachen den Einstieg in das höhergelegte Concept Car.

Der Ranger „Limitless Explorer“ entstand in Zusammenarbeit von Ford Performance und den Spezialisten von „Pickup4x4 Ltd – Limitless Accessoires“. Allerdings stellt Ford die Studie nicht auf der eigenen Fläche in Halle 3 aus, sondern zeigt sie im Rahmen der Sonderschau „Sportliche SUV“ auf dem Stand der Essen Motor Show in Halle 10/11. Auch dort darf das ungewöhnliche Concept Car eine weitere technische Besonderheit nicht vorführen: Die bordeigene Nebelwurfanlage kann über die Auspuffanlage weißen Rauch zur Tarnung ausstoßen, würde damit aber gegen die Sicherheitsauflagen der Messe Essen verstoßen...