Donnerstag, 19. Oktober 2017
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KTM X-BOW Battle
26.06.2017

Faas dominiert die Elite-Klasse mit Doppelsieg

Vorgezogener „Holiday Grand Prix“ für die X-BOW Battle auf der wunderschönen Adria-Rennstrecke von Misano: Drei Klassen, sieben Rennen, viele Starter und ein kompakter Zeitplan, der auch etwas Zeit für Sommer, Sonne und Meer ließ, erfreute die „Battle“-Truppe. Ganz wie es sich für die Jahreszeit gehört, zeigte das Wetter seine schönste Seite, einziges Problem dabei: Die bis zu 37 Grad im Schatten und die daraus folgenden „Sauna“ ähnlichen Temperaturen, die den Fahrerinnen und Fahrern alles abverlangten – die Anzahl an aufblasbaren Swimmingpools im Fahrerlager sprach Bände.


1. Rennen „Elite“

Der alles bestimmende Zweikampf zwischen dem Deutschen Steffen Faas und seinem österreichischen Widersacher Holger Baumgartner ging auch in Italien weiter. Im Qualifying für Lauf 1 konnte Baumgartner jedenfalls den „Schwung“ seines Heimsiegs am Red Bull Ring mitnehmen und die Pole erobern, um hauchdünne 15 Tausendstel lag er vor Faas, während der Tscheche Jan Krabec und der Türke Önder Erdem auf den Startpositionen drei und vier überraschten. Auch im Rennen selbst sah es lange Zeit nach einem neuerlichen Sieg für Holger Baumgartner aus, doch am Ende schlüpfte Steffen Faas durch und holte Saisonsieg Nummer vier. Hinter Baumgartner jubelte Jan Krabec als Dritter über seine Podiumsplatzierung, Veranstalter Georg Silbermayr (AT) wurde Vierter, „BOB BAU“ (AT) Fünfter und der Deutsche Michael Mitulla, der erst sein drittes „Elite“ Rennen bestritt, eroberte den ausgezeichneten sechsten Rang.


2. Rennen „Elite“

Am Samstag ließ Steffen Faas nichts mehr anbrennen: Pole-Position und Start-Ziel-Sieg (der fünfte Sieg des Jahres), womit er nun auch die Gesamtwertung anführt. Holger Baumgartner wurde einsamer Zweiter, „BOB BAU“ kam mit Rückstand als Dritter ins Ziel. Jan Krabec hatte einen Ausfall zu verzeichnen, so wurde Georg Silbermayr Vierter, Uwe Schmidt (DE) Fünfter und Christian Loimayr (AT) Sechster. Önder Erdem brachte sich mit einer Fehlinterpretation (er verwechselte eine Verwarnung mit einer Durchfahrtsstrafe) um ein Resultat in den Top-Fünf, und auch für Lokalmatador Carlo Alberto Ferrari lief es erneut nicht wie erhofft, er wurde in den Rennen nur Zwölfter beziehungsweise Achter.


1. Rennen „Rookies Challenge“

Am Red Bull Ring war es für den erklärten Favoriten David Freiburghaus noch sehr knapp, in Italien ließ sich der Schweizer auf keine Spielereien mehr ein. Im ersten Rennen bedeutete das: Pole und Start-Ziel-Sieg, während seinem härtesten Verfolger Jörg Haghofer (AT) im Quali nur Rang zwei, im Rennen gar nur Rang vier blieb: Da waren nämlich der italienische Gaststarter Andrea Sellani mit einer tollen Performance in seinem ersten X-BOW Rennen überhaupt, sowie Haghofers „Lieblingsgegner“ Dominik Olbert (AT) schneller – mit letzterem lieferte er sich wieder ein rundenlanges Duell. Der Deutsche Felix von der Laden konnte sein bisher bestes Resultat mit einem erneuten fünften Platz einstellen, hinter ihm glänzte der Türke Göksun Erkek beim „Rookies“ Debüt als Sechster.


2. Rennen „Rookies Challenge“

Keine Überraschungen dann auch im zweiten Rennen am Samstag: Pole-Position und erneut ein Start-Ziel-Sieg für David Freiburghaus, dahinter überraschend klar Dominik Olbert auf Platz zwei, Jörg Haghofer wurde etwas abgeschlagen Dritter. die Ränge vier bis sechs gingen an Miha Ambroz, Michael Cisar und Adrian Spescha. Die Führung in der Gesamtwertung ist dem Schweizer Freiburghaus mit 39 Punkten Vorsprung also mehr als überlegen sicher, man darf gespannt sein, ob Haghofer oder Olbert im Laufe der zweiten Saisonhälfte noch einmal herankommen können.


1. Rennen „GT4“

Auch mit etwas weniger Startern als noch am Red Bull Ring war das GT4 Feld auch in Italien äußerst eindrucksvoll. Mit von der Partie war KTM Werks- und Entwicklungsfahrer Reinhard Kofler (AT), damit war bereits im Vorhinein klar, dass es für die anderen Pilotinnen und Piloten schwierig sein würde, den Sieg zu holen. Kofler wurde den Erwartungen gleich im ersten Rennen gerecht, er holte ohne große Probleme die Pole-Position und den Start-Ziel-Sieg. Dahinter konnte Tabellenführer Achim Mörtl (AT) seine zweite Startposition nicht nutzen, nach einem Fehler fiel er auf Rang vier zurück, dafür holten die beiden Österreicher Sascha Halek und Sebastian Daum die Podiumsplätze. Bester Nicht-Österreicher wurde somit Steffen Faas auf Rang fünf, Reiter-Engineering-Pilotin Naomi Schiff (RSA) fuhr ein gutes Rennen und sicherte sich den sechsten Platz.


2. Rennen „GT4“

Nicht mehr als 89 Tausendstel trennten Achim Mörtl von der Pole-Position für das zweite Rennen, die dann mit diesem winzigen Vorsprung aber doch an Reini Kofler ging. Der Oberösterreicher setzte diese in einen weiteren Sieg um, verhältnismäßig knapp vor dem Kärntner Achim Mörtl und Steffen Faas, der damit seine Pechsträhne in der GT4 Kategorie ein wenig ablegen konnte. Das Duo Halek/Daum wurde von Naomi Schiff gesprengt, die schnelle Dame war erneut flott unterwegs und wurde somit gute Fünfte. In der Gesamtwertung konnte Achim Mörtl seinen Vorsprung neuerlich vergrößern, er hält nun bei 94 Punkten, während seine ersten Verfolger 75 Punkte (Reini Kofler) beziehungsweise 71 Punkte (Sascha Halek) auf ihrem Konto haben.


Rennen „Endurance“

Sieger Sebastian Daum kippte im Parc-Ferme nicht etwa vor lauter Begeisterung, sondern aufgrund der großen Hitze um – er hatte das einstündige Endurance-Rennen gesamt und in der GT4-Klasse in einer Solo-Fahrt für sich entschieden. Nach kurzer Behandlung ging’s dem Sieger rasch wieder besser, danach durfte er mit den Duos Jarek Janis/Sergej Paulavets sowie Klaus Angerhofer/Reini Kofler jubeln. In der „Elite“ Klasse waren Alois Meir/Georg Silbermayr vor Jan Krabec/Tomas Kwolek und Uwe Schmidt/Michael Mitulla auf dem Podium zu finden.