Dienstag, 2. Juni 2020
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STT
09.07.2015

Ulrich Becker im STT H&R Cup nicht zu bezwingen

Ulrich Becker (Porsche 997 GT3 RSR) feierte beim dritten Lauf der Spezial Tourenwagen Trophy einen Doppelsieg. Der Marler war beim Auftritt auf dem Lausitzring eine Klasse für sich und verwies Maximilian Stein (Audi R8 LMS) bzw. Timo Scheibner (Chrysler Viper GTS-R) auf Rang zwei. Für Scheibner war es die erste Treppchenplatzierung in der STT. Scheinbar unbeeindruckt von den extremen Temperaturen am Lausitzring fuhr Ulrich Becker zu einem Doppelsieg.
 
Von der Pole-Position aus schnappte sich der Marler im ersten Rennen den Gesamtsieg vor „Maximilian Stein“, im Audi R8 LMS. Knapp zwei Sekunden machten beim Fallen des schwarz-weiß karierten Tuchs den Unterschied zwischen den beiden GT-Boliden aus. Das zweite Rennen begann genau wie das erste mit einem Paukenschlag. Nach einem Dreher von Mario Hirsch konnte Joachim Bunkus (Triumph Dolomite Sprint) nicht mehr ausweichen und knallte in den stehenden Mercedes SLS AMG GT3. Daraufhin wurde das Safety-Car auf die Strecke geschickt.
 
Nach dem Restart behauptete sich Becker an der Spitze. Rang zwei schnappte sich diesmal Timo Scheibner mit seiner Chrysler Viper GTS-R. Für den Frankfurter war es nach einer bisher eher schwierigen Saison der verdiente Lohn für die ganzen Mühen. Damit holte sich Scheibner auch den Sieg in der Klasse 1, nachdem dieser im ersten Heat noch an Daniel Schrey (Chrysler Viper GTS-R) vor Mario Hirsch gegangen war.
 
Zweimal Gesamtdritter wurde Christian Franck (Porsche 997 GT3), der die Klasse 3 dabei fest im Griff hatte. Gerade das zweite Rennen war eine spannende Angelegenheit, wobei sich der H&R Cup Titelverteidiger einen engen Zweikampf mit Maximilian Stein lieferte. Am Ende behielt Franck knapp die Oberhand. Der Luxemburger ließ in beiden Rennen den jungen Mike Hesse (Porsche 997 GT3 Cup) hinter sich. Auf dem dritten Rang in der Klasse landeten jeweils einmal Michael Yenci (Porsche 991 GT3 Cup) und Christian Neubecker (Porsche 997 GT3 Cup).
 
„Gleich am Anfang des ersten Rennens hat sich Mario Hirsch vor mir gedreht, sodass ich den dritten Platz geerbt habe. Nach einer längeren Safety Car Phase probierte ich an den Führenden dran zu bleiben, allerdings waren diese zu schnell. Mir ist noch ein Fehler unterlaufen, bei dem ich Ausgang der Kurve auf Start/Ziel die Reifenstapel leicht touchierte. Ich konnte das Rennen aber ohne Probleme zu Ende fahren“, so Franck. „Das zweite Rennen war turbulenter. Gleich zu Anfang kam wieder das Safety Car auf die Strecke. Danach entstand ein schöner Kampf zwischen Timo Scheibner, Maximilian Stein und mir. Die Viper konnte die zweite Position verteidigen, während der R8 und mein Porsche die Plätze mehrmals tauschten. Am Ende bin sehr zufrieden über meine dritten Plätze und natürlich die vollen Punkte für die Meisterschaft“, berichtete der Tabellenführer vom zweiten Durchgang.
 
In der Division 2 war Jürgen Gerspacher im Seat Leon Supercopa Mk2 nicht zu schlagen. Im ersten Heat verwies er Joachim Duscher (Audi 80 Turbo) und Gerhard Ludwig (Toyota MR2 Turbo) auf die weiteren Positionen. Das zweite Rennen wurde gleich zu Beginn entschieden, als Gerspacher den Audi von Duscher berührte und dieser im Kiesbett stecken blieb. Knapp hinter dem Leon-Piloten überquerte Gerhard Ludwig diesmal das Ziel als Zweiter vor Sandro Merino im BMW M3 E46. Bei den 2,5 Liter Fahrzeugen hatte Joachim Bunkus am Samstag alles im Griff. Durch den Ausfall von Bunkus am Sonntag durfte Sven Markert (Renault Clio RS) über seinen ersten Klassensieg in der Spezial Tourenwagen Trophy jubeln.
 
Nach dieser Hitzeschlacht in der Lausitz können sich die Fahrer und Teams erst einmal erholen. Vom 28. bis 30. August geht es dann nach längerer Zeit wieder an den anspruchsvollen Sachsenring, wo Lauf Nummer vier, wieder im Rahmen des ADAC GT Masters, in dieser Saison ausgetragen wird.