Mittwoch, 18. September 2019
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12h Zandvoort
30.05.2015

Vier Mercedes vorne bei 12h Zandvoort

Der Ram Racing-Mercedes-Benz SLS AMG GT3 führt nach dem ersten Teil (über drei Stunden) des Rennens bei den 12 Stunden von Zandvoort. Die ersten vier platzierten Teams lagen in der gleichen Runde. Die 12h Zandvoort sind aufgrund der Beschränkungen der Zeit zweigeteilt. Am Freitag wird drei Stunden gefahren. Am Samstag dann die restlichen neun Stunden.

Heftiger Regen und starker Wind bestimmten den größten Teil der Rennens über drei Stunden. Für den zweiten Teil behält jedes Team die absolvierten Runden, die Abstände jedoch entfallen. Das bedeutet, dass die ersten vier Teams so anfangen, wie sie ins Ziel gefahren sind: Seite an Seite.

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Dem führenden Team Ram Racing folgten drei weiteren Mercedes-Benz-Teams: HP Racing mit der Startnummer 2, Hofor Racing mit der Nummer 10 und GDL Racing mit der Startnummer 27. Nach dem Zieleinlauf des dreistündigen ersten Teils des Rennens folgt eine Unterbrechung für die Nacht.

Beim Start des Rennens gab es ein Rennen zwischen der Natur und den Fahrzeugen. Gerade als die grüne Flagge geschwenkt wurde, öffneten sich die Himmelschleusen und lange Zeit fiel starker Regen. Viele Autos kamen für einen Wechsel auf Regenreifen an die Box, aber Lokalmatador Tom Coronel blieb am längsten draußen und zeigte seine Klasse, indem er die Kontrolle über den GDL Racing-Mercedes mit der Startnummer 27 behielt und einen beachtlichen Vorsprung herausfuhr. Als er schließlich ebenfalls an die Box fuhr, wurde das Auto betankt und Ivo Breukers übernahm das Lenkrad. Damit wechselte das Team früher als die meisten Konkurrenten den Fahrer. Christiaan Frankenhout übernahm im Hofor Racing-Mercedes mit der Startnummer 10 die Führung bevor dieses Auto den zweiten Stopp absolvierte, bei dem Kenneth Heyer als Fahrer einstieg. Tom Onslow-Cole, der den Ram Racing-Mercedes fuhr, verkürzte den Abstand auf Breukers und übernahm etwa 40 Minuten vor Ende des ersten Rennteils die Spitze. In den letzten Runden sicherte sich Bernd Schneider Rang zwei, während Heyer auf Platz drei vorfuhr.

Xavier Maassen war ein weiterer Fahrer mit Streckenkenntnissen, der einen großartigen Start zeigte. Im MRS GT Racing-Porsche mit der Startnummer 20 führte er sogar für kurze Zeit das Feld an und zusammen mit seinem Teamkollegen Charles Espenlaub behielt er einen Vorsprung von mehr als einer Runde auf die anderen Autos in der 997-Klasse. Nach einem spannenden Kampf mit dem Cor Euser Racing-Lotus Evora mit der Startnummer 160 hatte der APO Sport-Porsche 997 Cup mit der Startnummer 43 am Ende der drei Stunden einen Vorsprung von über einer Runde auf die Konkurrenz in der Klasse SP3. In der Klasse SP2 hab es ein Duell zwischen den beiden Autos des Teams MARC Cars Australia, bei dem sich Jake Camilleri im Auto mit Mazda-Silhouette mit der Nummer 92 durchsetzen konnte. Der Peugeot 208 GTi des Team Altran mit der Startnummer 208 hatte im Kampf mit dem starken BMW 330d des Teams Rimo Racing aus Litauen unter der Nummer 145 die Nase vorn. Von Anfang bis Ende der drei Stunden dominierte der Bonk Motorsport-BMW M235i Racing mit der Startnummer 73 das Geschehen in der Klasse CUP1. In der Klasse A2 gab es eines der härtesten Duell des ganzen verregneten Nachmittags. Schließlich konnte sich der Presenza Racing-Renault Clio mit der Nummer 112 ganz knapp gegen den Team Sally Racing-Renault Clio mit der Startnummer 126 durchsetzen. Beide Autos hatten am Ende die gleiche Rundenzahl absolviert. 

Für die Nacht werden die Autos ins Parc Fermé platziert und dürfen von den Teams bis zum Restart des Rennens nicht mehr angefasst werden. Von den 48 gestarteten Teams hatten nur drei ernsthafte Probleme zu verzeichnen. Der Speedworks-Motorsport-Ginetta mit der Startnummer 169 hatte eine defekte Differentialpumpe und der Zest Racecar Engineering-SEAT hatte einen Unfall. Dieser Crash und stehendes Wasser auf der Strecke führten zu einer 18-minütigen Neutralisation des Rennens. Gegen Ende der drei Stunden rutschte der Car Collection Motorsport-Mercedes mit der Startnummer 5 ins Kiesbett der Tarzankurve, wobei sich die Motorhaube löste.