Donnerstag, 9. Dezember 2021
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GP2
08.09.2013

Hilmer Motorsport: Saisonssieg Nummer vier

Mit einer Blitzreaktion zum Rennstart konnte Adrian Quaife-Hobbs seinen ersten Sieg für Hilmer Motorsport einleiten. Am Ende des Sprintrennens am Sonntag fuhr der Brite als Erster über die Ziellinie und sicherte dem Team aus Niederwinkling den vierten Sieg in diesem Jahr. Mit dem Erfolg zum Europaabschied der GP2 für 2013 geht die niederbayerische Mannschaft nun auf die Reise nach Singapur.

Die Ausgangsposition mit der ersten Startreihe war bereits optimal für Adrian Quaife-Hobbs (#22) im Sprintrennen von Monza (I). Beim Start kam der Hilmer Motorsport-Pilot perfekt aus seiner Startbox und konnte sich vor Einfahrt in Kurve Nummer eins auf den ersten Platz verbessern.

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„Vom Start weg konnte ich ein gutes Tempo gehen und hatte bereits in der zweiten Runde knapp eine Sekunde Vorsprung herausgefahren.“ Diesen Abstand konnte Adrian bis zur Rennmitte halten, als ein kurzer Regenschauer für zusätzliche Spannung im Feld sorgte. Plötzlich verschoben sich die Leistungen und die Abstände an der Spitze schrumpften zusammen. „Ich war logischerweise der Erste, der mit dem Regen in Berührung kam und habe ein bisschen Tempo rausgenommen. Dass deine Verfolger daraufhin erst recht höheres Risiko gehen, ist normal. Vorbeigekommen sind sie aber nicht.“ Nach 21 Runden auf dem 5,7 Kilometer langen Kurs von Monza konnte Adrian seinen Vorsprung von knapp zwei Sekunden wieder herstellen und sicherte sich seinen ersten GP2-Sieg.

Beweis für Konkurrenzfähigkeit im Rookiejahr

Für Hilmer Motorsport ist der vierte Saisonsieg auch gleichzeitig der siebte Podiumserfolg im ersten Jahr. Damit gehört die Mannschaft von Franz Hilmer an diesem Wochenende zu den drei besten GP2-Teams. Etwas getrübt wird die Freude durch das Ergebnis vom zweiten Hilmer Motorsport-Auto mit Jon Lancaster (#23) am Steuer. Bei seiner Rückkehr ins Cockpit der Niederbayern kam Jon nicht über einen 13. Platz im Hauptrennen am Samstag und Platz 17 beim Sprint am Sonntag hinaus.

„An diesem Wochenende hatte ich zwei Berührungen, die mein Auto beschädigt haben. Ich musste in der Folge darauf achten, weitere Schäden zu vermeiden. Trotzdem war die Kampfgruppe am Sonntag mit Coletti und Nasr eine interessante Erfahrung. Für den Erfolg im Hauptrennen müssen wir weiter am Qualifyingergebnis arbeiten.“ Darin sind sich alle im Team einig. Das Ziel für das nächste Rennwochenende in Singapur ist damit ausgegeben -nicht nur mindestens ein weiteres Podiumsergebnis soll es in zwei Wochen geben, sondern schon vorher einen Startplatz unter den besten Zehn für beide Piloten.

Franz Hilmer (Teamchef):
„Ich freue mich für Adrian, dass er seinen ersten Sieg bei uns einfahren konnte. Er hat eine starke Leistung im Rennen gezeigt und damit die Probleme vom Freitag in der Qualifikation bestmöglich ausgeglichen. Bei Jon wussten wir, dass er ein schwieriges Wochenende haben wird. Er ist das erste Mal in Monza gefahren und für die wenige Zeit auf der Strecke hat er ein solides Ergebnis gezeigt. Jetzt müssen wir bis Singapur eine Lösung finden, wie unsere beiden Autos bereits am Freitag dorthin kommen, wo wir  mit Adrian angekommen sind - ganz vorn.“

Adrian Quaife-Hobbs (#22):
„Mein Team hat richtige klasse Arbeit gemacht. Während des Rennens hat mich mein Ingenieur immer auf dem Laufenden gehalte, was Rossi macht. Als er im Regen näher kam, konnte ich sofort reagieren. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Jetzt müssen wir weiter am Qualifying arbeiten, denn unser Rennspeed war heute nur zwei Zehntel langsamer als unsere Zeit. Da können wir sicherlich noch nachlegen.“

Jon Lancaster (#23):
„Das waren zwei harte Rennen für mich. Am Samstag zwei Berührungen, die mein Rennen kaputt gemacht haben. Am Sonntag hatte ich dann die ersten fünf Runden Probleme, meine Reifen auf Temperatur zu bekommen und habe gegen Untersteuern gekämpft. Danach musste ich gegen Coletti und Nasr, also den ehemaligen Tabellenführer und seinen Verfolger kämpfen. Das war interessant. Aber zufrieden bin ich mit meinem ersten Wochenende in Monza nicht und schaue nun gespannt nach vorn Richtung Singapur.“