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DTM
01.04.2011

Audi Sport Team Rosberg „reloaded“

Zum ersten Mal seit der Saison 2007 präsentiert sich das Audi Sport Team Rosberg mit einem komplett neuen Fahreraufgebot: Der Portugiese Filipe Albuquerque und der Italiener Edoardo Mortara - beide DTM-Debütanten - kämpfen 2011 mit weiteren Mitstreitern um die Ehre als bester Neueinsteiger. Teamchef Arno Zensen hat mit dieser Fahrerkombination schon vor Saisonbeginn ein wichtiges Ziel erreicht.

"Nachdem klar wurde, dass bei uns in diesem Jahr beide Cockpits neu besetzt werden würden, kann ich nur sagen: Das ist exakt meine Traumkombination. Damit ist schon vor dem ersten Rennen ein Wunsch in Erfüllung gegangen", freut sich Arno Zensen. "Bereits bei den ersten Tests war ich sehr angetan von beiden Rennfahrern. Ihre Arbeitsweise und ihr Tempo auf der Rennstrecke haben mich überzeugt. Beide Jungs geben Gas und fühlten sich bei uns gleich wohl."

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Der Neuanfang eröffnet dem Team aus Neustadt an der Weinstraße eine große Chance: Mit nur sieben Zählern in der Vorjahressaison blieb die Mannschaft deutlich unter ihren eigenen Erwartungen. "Alle Mitarbeiter sind begeistert von unseren Fahrern und verspüren einen neuen Antrieb", verrät Arno Zensen.

So erfolgshungrig wie die Männer und Frauen hinter dem Erfolg sind auch die beiden Rennfahrer. "Das ist ein absolut professionelles Team. Alle sind schon sehr motiviert, auch wenn ich ein Rookie bin", spürte Filipe Albuquerque bereits beim ersten Teambesuch zur individuellen Sitzanpassung. An der Strecke arbeitet er mit Renningenieur Karl Jennings zusammen, im Team Rosberg ein Mann der ersten Stunde.

Edoardo Mortara, der die italienische und die französische Staatsbürgerschaft besitzt und unter italienischer Flagge startet, äußert sich ganz ähnlich: "Das Team besitzt die Infrastruktur und die Voraussetzungen für den Erfolg. Jetzt müssen wir es alle gemeinsam umsetzen. Ich bin gespannt darauf, wie gut uns das in unserem ersten Jahr gelingt." Der schwarze Audi A4 DTM des Italieners wird von Ingenieur Andreas Roos betreut, der in diesem Jahr auch die Rolle des Technischen Leiters im Audi Sport Team Rosberg übernommen hat.

Während Mortara und Albuquerque in der DTM und im Team neu sind, verbindet die beiden Neueinsteiger eine parallele Karriere. Und große Erfolge: Mit Meistertiteln im Formelsport haben sie ihr Können über eine volle Saison bewiesen, mit zwei aufeinanderfolgenden Siegen von Mortara beim Formel-3-GP in Macau und dem Erfolg Albuquerques beim Race of Champions gegen Sebastian Vettel und Sébastien Loeb im vergangenen Dezember sind auch herausragende Einzelsiege Teil ihrer Sportler-Biografien.

"Wir kennen uns schon ewig", so Albuquerque. "In den Zeiten im Gokart und in der Formel Renault sind wir uns immer wieder begegnet. Edo ist ein sehr starker Fahrer und kennt die ITR-Rennveranstaltungen schon durch die Formel 3 Euro Serie. Ich glaube, wir können uns gegenseitig sehr positiv antreiben, um unsere Einzelleistungen zu verbessern. Natürlich will ich Punkte sammeln, und das möglichst stetig. Und am Ende geht es darum, wer der beste Fahrer unseres Fahrzeugjahrgangs sein wird."

Etwas vorsichtiger definiert Mortara, im Vorjahr Meister der Formel 3 Euro Serie, seine Ambitionen: "Ich werde mir Rennen für Rennen Ziele setzen. Ich muss zunächst einen klaren Eindruck vom Kräfteverhältnis in der DTM gewinnen. Selbst der erste Test in der DTM gibt da höchstens eine Andeutung, wird aber noch kein Maßstab sein."

Wie die Saison auch verlaufen wird, Arno Zensen ist sich schon heute sicher: "Edoardo und Filipe sind zwei Rohdiamanten. Ich bin sehr dankbar dafür, mit ihnen arbeiten zu können. Beide Jungs haben in ihrer Karriere bereits gezeigt, wozu sie fähig sind. Damit müssen wir erfolgreich sein und das werden wir auch." Zuletzt war das Team Rosberg in der Saison 2006 in der DTM bestes Audi-Jahreswagenteam. Damals fuhr Timo Scheider für die Mannschaft, dann gelang dem Rheinländer der Aufstieg in ein aktuelles Auto und der Gewinn zweier Meistertitel mit Audi. Mike Rockenfeller erreichte 2007 bereits im zweiten Rennen mit dem Team Rosberg einen Podestplatz im Jahreswagen und zählt in dieser Saison zur Speerspitze von Audi in der DTM.
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