Dienstag, 27. Oktober 2020
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ADAC GT Masters
17.05.2011

Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung

Bilanz des 3. und 4. Laufes zur ADAC-GT-Masters am Sachsenring: Zwei Zielankünfte im Mittelfeld für das Vulkan-Racing-Mintgen-Motorsport Dodge Viper GT3 Competition Coupe. Am Ende eines harten Wochenendes herrschte bei den Fahrern Sascha Bert und Heiko Hammel und dem ganzen Team aber im Großen und Ganzen Zufriedenheit.

Der Sachsenring in der Nähe von Chemnitz besteht aus vielen Bergab- und Bergauf-Passagen sowie Kurven unterschiedlichster Charakteristik. Für das Team aus Mayen und das Dodge Viper GT3 Competition Coupe´ war die Rennstrecke Neuland und stellte somit eine große Herausforderung dar. So mussten Heiko Hammel (Wohlmutshausen) und Sascha Bert (Ober-Ramstadt) nach dem ersten Rennen feststellen, dass die gefundene Abstimmung des Fahr-werks noch nicht optimal funktionierte. Beide beendeten das erste Rennen am Samstag nur auf dem 18. Gesamtrang. Für das Team um Michael Mintgen war das noch kein zufriedenstellendes Ergebnis.

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Samstagnachmittag saßen Teamchef, Sascha Bert und Heiko Hammel zusammen und diskutierten auf Basis aller gesammelten Informationen eine neue Fahrwerksabstimmung, die dann im zweiten Rennen am Sonntagmittag auch wesentlich besser funktionierte. Von Startplatz 24 konnten beide Fahrer sich abermals mit einer sehenswerten Aufholjagd insgesamt um 10 Plätze nach vorne kämpfen. Kurz vor dem Start brachte einsetzender Regen viel Wirbel in das sehr stark besetzte ADAC GT Masters-Feld. Jeder Fahrer stand vor der Wahl, ob er das Rennen auf Slicks oder Regenreifen starten wollte. Sascha Bert entschied sich für Slicks und konnte mit seiner ganzen Erfahrung bei widrigen Bedingungen das Viper GT3 Coupe auf der Strecke halten – auch auf Grund der besseren Fahrwerksabstimmungen. Heiko Hammel zeigte sich unter den bestehenden Bedingungen zufrieden mit dem Ergebnis: „Wir haben heute das Maximum gegeben und können sehr zufrieden mit dem Ergebnis und den Rundenzeiten sein. Jetzt konnten wir fast die Zeiten der Spitze mitgehen, obwohl der Sachsenring eigentlich nicht der Viper entgegenkommt.“

Auch Sascha Bert gab nach dem zweiten Rennen zu Protokoll, dass die Balance der Dodge Viper GT3 wesentlich besser geworden ist und Vulkan-Racing-Mintgen-Motorsport einen deutlichen Schritt in die richtige Richtung getan hat. Michael Mint-gen gibt nach dem Wochenende die Marschroute für die kommenden Wochen vor: „Wir werden bei Tests an die Erfahrungen vom Sachsenring anknüpfen und das Fahrwerk weiter verbessern. Nach dem schweren Unfall in Oschersleben hatten wir dazu leider nicht die Möglichkeit. Diese Chance nutzen wir jetzt.“

Für die Mechaniker gab es am Samstag noch einen Grund zur Freude, denn sie absolvierten den kürzesten Boxenstopp im Rennen. Michael Mintgen dazu mit einem Lächeln im Gesicht: „Ich habe halt einfach verdammt gute Mechaniker.“