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23.04.2026

Laurin Heinrich mit schnellster Rennrunde und Teamerfolg

Der Würzburger Rennfahrer Laurin Heinrich setzte seine USA-Karriere in der nordamerikanischen Sportwagen-Meisterschaft am vergangenen Wochenende mit gleich zwei Premieren fort. Für den 24-jährigen Porsche-Werksfahrer war es sowohl der erste Einsatz im Hypercar für das Kundenteam JDC-Miller MotorSports als auch sein Debüt auf dem 3,167 Kilometer langen Stadtkurs von Long Beach im US-Bundesstaat Kalifornien.

Dabei griff der Weltkader-Athlet der ADAC Stiftung Sport an der Seite des Niederländers Tijmen van der Helm ins Lenkrad des schwarz-goldenen Porsche 963. Das Duo kam beim 100-minütigen Sprint nach einer Aufholjagd auf dem sechsten Platz ins Ziel und Heinrich fuhr eindrucksvoll die schnellste Rennrunde. „Aus dem ersten Wochenende mit JDC-Miller Motorsports und meinem Long-Beach-Debüt nehme ich viel Positives mit. Die Chemie im Team stimmte sofort und mit unserem Ergebnis haben wir zusätzlich gezeigt, dass wir auch mit einem Vorjahres-Chassis starke Leistungen abrufen können“, sagte Heinrich.

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Im Zeittraining der IMSA WeatherTech SportsCar Championship qualifizierte sich van der Helm auf dem zehnten Platz und übernahm zusätzlich auch den Start. Der Niederländer gewann in der Anfangsphase eine Position und nutzte bereits nach fünf Minuten die erste Safety-Car-Phase für einen sehr frühen Boxenstopp. Van der Helm übergab dabei an Heinrich, der kurze Zeit später als einziges Fahrzeug in diesem Zeitraum zum Service abbog und die Situation folgendermaßen beschrieb: „Wir haben in der ersten Gelbphase mit unserer Rennstrategie bewusst alles auf eine Karte gesetzt. Mir war klar, dass ich sofort einen sauberen Rhythmus brauche, um mich nach vorne zu arbeiten und das Rennen gut nach Hause zu bringen.“ Auf Rang elf und mit gut einer Minute Rückstand kehrte der gebürtige Kürnacher nach dem Boxenstopp zurück auf die Strecke.

Heinrich nutzte die freien Phasen konsequent, setzte sich im Verkehr durch und kämpfte sich bis auf Position fünf nach vorne. Währenddessen ereigneten sich mehrere Neutralisierungen, die das Feld im Verlauf des dritten Meisterschaftsrennens immer wieder zusammenschoben und dadurch zahlreiche Duelle eröffneten. Zur Rennmitte folgte der planmäßige Boxenstopp. Danach reihte sich Heinrich als Sechster ein und sah auf dieser Position auch die Zielflagge. „Long Beach war durch die vielen Gelbphasen wie ein Rennen aus lauter Sprints. Bei jedem Restart zählt volle Präsenz, gleichzeitig musst du die langsameren GT-Fahrzeuge auch ständig mit ihren Manövern einschätzen. Du darfst dir keine Fehler erlauben. Platz sechs klingt nicht nach Top-3, aber wir waren phasenweise nah dran an den Podiumsplätzen. Generell stimmen mich die Erfahrungen sehr positiv für die nächsten Events, da das Team mich großartig aufgenommen hat“, resümierte der Unterfranke die Leistung in Kalifornien.

Bereits in zwei Wochen startet Heinrich erneut im Mustang Sampling Porsche: Er fährt für JDC-Miller Motorsports in Laguna Seca (1. bis 3. Mai).
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