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Tourenwagen Allgemein
29.06.2024

Oldtimer-Grand-Prix: Volle Starterfelder mit vielen legendären Klassikern

Der Oldtimer-Grand-Prix verspricht vom 9. bis 11. August legendäre Fahrzeuge und rasante Action auf dem Nürburgring. Hier gibt es Begegnungen mit den automobilen und menschlichen Stars von einst und eine rasante Tour quer durch die Motorsport- und Automobilgeschichte in rund einem Dutzend unterschiedlicher Rennläufe.

Ein besonderes Highlight sind die spektakulären Felder der Tourenwagen und GTs, die an die Historie etwa der DTM und DRM (Deutsche Rennsport-Meisterschaft) erinnern. Zweiliter-Flitzer aus BTCC und STW sowie der ehemaligen Weltmeisterschaft WTCC gehen in diesem Jahr ebenso an den Start wie die imposanten Boliden der Blütezeit der DRM wie etwa BMW M1, Gruppe-5-Porsche oder die Ford Capri. Auch sonst versprechen die drei rasanten Tage ein Fest für Augen und Ohren, bei dem ein emotionales Wiedersehen mit der ein oder anderen Lenkrad-Legende garantiert ist. Wer sich sein Ticket für das größte Oldtimer-Rennwochenende auf der legendären Eifelstrecke sichern möchte, der findet alle Informationen, News, Zeitpläne und natürlich den Link zum Kartenvorverkauf unter www.oldtimergrandprix.com.

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Bei zwei Rennen im Programm des Oldtimer-Grand-Prix füllen sich traditionell die Tribünen ganz besonders, denn die Tourenwagen im Feld der „Golden Ära“ sowie die Boliden aus der ehemaligen DRM stehen nicht nur für die Erinnerung an unvergessene Rennen. Sie legten auch den Grundstein für heutige Top-Serien wie die DTM, die die Historie der „Rennen mit Dach über dem Kopf“ bis heute erfolgreich fortsetzt. Beim Oldtimer-Grand-Prix allerdings stehen die Stars von einst im Fokus – allen voran natürlich die automobilen. Gut 50 Starter repräsentieren im Feld der „Golden Ära“ alles, was die Herzen der Tourenwagen-Fans höherschlagen ließ. Vertreten ist hier die frühe DTM-Geschichte bis 1993, aber auch STW (1993 - 1999) und die DTC als „zweite Tourenwagen-Liga“ sowie die WTCC sind dabei. So gibt es ein Wiedersehen etwa mit Audi V8 quattro, BMW M3 E30 DTM, Ford Sierra RS500, Mercedes-Benz 190 Evo II und sogar dem legendären Ford Mustang, mit dem die Ruch-Brüder an den Start rollten. Den Zweiliter-Fahrzeugen gehört sogar ein zusätzlicher Sonderlauf am Samstagvormittag. Unter dem Renntitel „Iconic Two Liters – Golden Ära Special“ bringt dieses Rennen die Fahrzeuge aus der deutschen STW und DTC, der britischen BTCC sowie der WTCC in den Focus, während bei den Rennen des gesamten Starterfeldes traditionell die leistungsstärkeren DTM-Boliden reüssieren.


Stars von einst geben sich die Ehre

Die Rennen der „Golden Ära“ sind auch bekannt dafür, dass so mancher Held vergangener Tourenwagen-Zeiten wieder ins Cockpit steigt. Das ist auch in diesem Jahr so. Angekündigt haben sich etwa Leopold von Bayern, Harald Grohs und Altfrid Heger. International wird es mit Kurth Thiim und Kris Nissen, aber auch die Tourenwagen-Asse mit „Nordschleifen-Genen“ sind vertreten: Olaf Manthey etwa und Christoph Esser, Klaus Niedzwiedz oder Olaf Beckmann, der für die Einsätze des legendären Opel Manta bei den 24h Nürburgring steht. Erwartet wird auch das Vater-Sohn-Gespann aus Roland und Sebastian Asch. Der für sein Fachwissen und seinen Anekdotenschatz bekannte Mikrofon- und Reporter-Altstar Rainer Braun hat ebenfalls zugesagt und wird sicherlich aufmerksam hinhören, wenn Tochter Maren den Livestream dieses Rennens als Reporterin begleitet.


DRM-Revival mit beeindruckenden Gruppe-4- und Gruppe-5-Boliden

Der Oldtimer-Grand-Prix wäre ohne das Rennen der ehemaligen DRM-Fahrzeuge unvollständig – und so werden diese tollen Boliden der 70er und 80er die Besucher auch in diesem Jahr begeistern. Nach aktuellem Stand der Dinge erwarten die Organisatoren gleich mehrere Exemplare des beeindruckenden Ford Capri Turbo, darunter auch das Modell des Mücke-Teams, mit dem Klaus Ludwig 1981 zum DRM-Meistertitel fuhr. In dieser Zeit machte BMW auch Furore mit einem besonderen Fahrzeug, das in der DRM zwar nicht zu den heißen Siegkandidaten avancierte, dafür aber im Formel-1-Rahmenprogramm mit einem rasanten „Markenpokal“ für Action sorgte: Der BMW M1 wird beim Oldtimer-Grand-Prix am Start sein und soll sich hier behaupten gegen eine ganze Horde von Porsche RSR im Gruppe-4- und Gruppe-5-Trim oder Turbo-BMW. Zu den Exoten im Feld gehört der angekündigte De Tomaso Pantera Gruppe 5, und auch die „kleine“ Division II der DRM ist vertreten – etwa mit originalen Ford Escort, Opel Kadett oder Alfa Romeo GTA.


Deutsche Historische Meisterschaft am Start

Für Tourenwagen- und GT-Action pur stehen die beiden Rennen der Historic Championship (HC), die für Rennwagen der Baujahre 1947 bis 1965 (HC '65) sowie für die Jahrgänge bis 1981 (HC '81) ausgeschrieben sind. Für beide Starterfelder verzeichnen die Organisatoren rund um Michael Thier derzeit Rieseninteresse, so dass voraussichtlich die laut Streckenlizenz maximale Zahl von 54 Teilnehmern erreicht werden dürfte. Das macht das Geschehen extraattraktiv für die Zuschauer – zumal der Ehrgeiz der Teilnehmer groß ist: In beiden Championaten können Punkte für die einzige offizielle historische Automobilmeisterschaft Deutschlands geerntet werden, für die die Herausforderungen aber durchaus unterschiedlich sind: Absolviert die HC '65 Samstag und Sonntag jeweils 30-minütige Sprints, treten die HC-'81-Teilnehmer nur sonntags zu einem neunzigminütigen Rennlauf an. Für einen fairen Wettbewerb sorgt dabei, dass nur die besten fünf Saisonergebnisse jedes Piloten gewertet werden, und die Punkte zudem klassenweise vergeben werden.


Riesenprogramm mit Formel- und Sportwagen-Rennen sowie Fahrerlager-Spaß

Passend zu den Tourenwagen-Feldern gibt es im Programm des Oldtimer-Grand-Prix in diesem Jahr zwei sehenswerte historische Formel-Serien. Die Formel Vau ergänzt mit ihrer Blütezeit von Mitte der 60er bis Mitte der 70er die etwas „älteren“ Starterfelder, die Fahrzeuge der Historischen Formel 3 sind als rasantes Begleitprogramm der ehemaligen DTM ebenfalls noch bestens in den Köpfen vieler Besucher. Großartige Rennen bahnen sich zudem im Sportwagenbereich an. Ein Feld voller Kostbarkeiten wird es bei den zweisitzigen Rennwagen und GT geben, deren Schwerpunkt die 50er-Jahre bilden. Hier liegt natürlich ein besonderes Augenmerk auf den Mercedes-Benz 300 SL, die in diesem Jahr ihren 70. Geburtstag feiern. Spektakuläre Action versprechen die Rennen der „Historic Championship CanAm & Sportscars“, wo sich voraussichtlich über 30 großvolumige GTs und Sportwagen versammeln: Es wird ein Fest für Augen und Ohren, wenn diese Monstermaschinen nach dem Start auf die erste Kurve zubrüllen. Die jüngsten Supersportwagen sind im Feld der FCD-Racing-Series unter dem Dach des deutschen Ferrari-Clubs versammelt, die natürlich auch im Fahrerlager zu bewundern sind. Dort gibt es auf separaten Ausstellungsflächen außerdem historische und moderne Supersportwagen zu sehen – hier bahnen sich bereits spektakuläre Ausstellungsstücke an. Ebenfalls im Paddock gibt es am Wochenende ganz viel Programm mit Autogrammstunden, Siegerehrungen und natürlich vielen Ausstellern, zu denen auch Veranstaltungspartner Motor Klassik gehört: Die beliebte Fachzeitschrift stellte ihre Erstausgabe beim Oldtimer-Grand-Prix 1984 vor und wird natürlich ihren 40. Geburtstag an gleicher Stelle gebührend zelebrieren!
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