Montag, 22. Juli 2024
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Porsche Sports Cup
16.06.2024

Lokalmatador Stegmann feiert auf dem Nürburgring ersten Saisonsieg

Bei der zweiten Runde des Porsche Sports Cup Deutschland hat erstmals die Porsche Sprint Challenge Classic das Programm erweitert. Auf dem Nürburgring gingen in der zusätzlichen Serie Cup-Youngtimer der Neunelfer-Generationen 964 und 993 an den Start. Zum Auftakt durfte sich Nicolas Leutwiler im 911 Cup (Gen. 993) über beide Siege freuen.

Beim Sonntagsrennen der Porsche Sprint Challenge GT3 errang Lokalmatador Lorenz Stegmann seinen ersten Saisonsieg mit dem 911 GT3 Cup. Niklas Kalus jubelte in der Porsche Sprint Challenge GT4 über seinen vierten Erfolg im vierten Rennen. Die Sieger der Porsche Endurance Challenge heißen Mariusz Górecki und Tomasz Magdziarz. In der Drivers Competition Pro setzte sich Dr. Rocco Herz durch. In der Prüfung der Drivers Competition erreichte der Mannheimer Stefan Dick den ersten Platz.
 
„Das Wochenende des Porsche Sports Cup Deutschland auf dem Nürburgring war mit mehr als 120 Teilnehmern ein voller Erfolg. Es herrschte eine einzigartige Stimmung an der Strecke und die Zuschauer haben an beiden Tagen packende Rennen mit vielen tollen Zweikämpfen gesehen“, zog Thomas Illner Bilanz, der COO der Porsche Deutschland GmbH. „Auch der Auftakt der Porsche Sprint Challenge Classic hat mich begeistert. Die neue Serie ergänzt unser Angebot perfekt. Ich freue mich auf die weiteren Auftritte der luftgekühlten Cup-Neunelfer in dieser Saison.“

Porsche Sprint Challenge Classic

Im zweiten Lauf der Porsche Sprint Challenge Classic startete Altfrid Heger im 911 Cup (Gen. 964) aus der zweiten Reihe und kam als Führender aus der ersten Runde zurück. Dahinter reihten sich Martin Schramm und Polesetter Nicolas Leutwiler ein. Beide pilotierten jeweils einen 993-Cup-Porsche. „Es war ein schönes Rennen, obwohl ich einen katastrophalen Start hingelegt habe“, erklärte Leutwiler. „Aber genau deswegen kam es im weiteren Verlauf zu sehr schönen Zweikämpfen. Alles lief fair ab, ohne Berührungen – also genau so, wie wir uns das alle vorgestellt haben.“ Der Trainingsschnellste attackierte immer wieder seinen Vordermann. Leutwiler benötigte fünf Umläufe, bevor er auf den zweiten Platz vorrückte. Nur eine Runde später konnte der Schweizer auch an Spitzenreiter Heger vorbeiziehen. Leutwiler ließ nichts mehr anbrennen und behauptete den ersten Platz bis ins Ziel.
 
Fünf Runden vor Schluss verbesserte sich der bis dato drittplatzierte Schramm noch auf den zweiten Platz. Nach zwölf Runden sah Heger auf Gesamtrang drei und als Klassensieger die Zielflagge. Hinter dem Essener belegten Christian Kindsmüller und Tom Junglas in der 2aC-Kategorie die Plätze zwei und drei. Der dritte Podiumsplatz in der Klasse der 993 Cup-Neunelfer ging an Albert Weinzierl.

Porsche Sprint Challenge GT3

Am Sonntag feierte 911 GT3 Cup-Pilot Lorenz Stegmann in der Porsche Sprint Challenge GT3 seinen ersten Rennsieg. Mit diesem Spitzenresultat baute der Lokalmatador aus Faid in der Eifel seinen Vorsprung in der Meisterschaft auf acht Zähler aus. Den zweiten Platz fuhr Samstagssieger Tom Nittel aus dem Team Laptime-Performance ein. Den dritten Platz auf dem Siegerpodium sicherte sich erneut Alex Hardt aus dem a-workx Motorsport Team Katana. Er pilotierte ebenfalls einen aktuellen 911 GT3 Cup der Generation 992.
 
„Tom Nittel hatte wohl in der achten Runde mit einem technischen Problem zu kämpfen oder er hat einen kleinen Fehler gemacht. Dadurch eröffnete sich für mich überraschend eine Lücke – diese Chance habe ich direkt genutzt und ihn überholt“, erklärte Lorenz Stegmann das entscheidende Manöver, das ihm die Führung einbrachte.
 
Bester Fahrer in der Klasse 2c für 911 GT3 Cup der Vorgängergeneration 991.2 war Talent-Pool-Pilot Max Schlichenmeier. Platz zwei ging an Andreas Schaftlitzl aus München. Dahinter kam Euro Racing-Fahrer Ferdinand Huber als Klassendritter ins Ziel.

Porsche Sprint Challenge GT4

Perfektes Wochenende für Niklas Kalus in der Porsche Sprint Challenge GT4: Der Nachwuchs-Rennfahrer des SRS Teams Sorg Rennsport konnte auch das zweite Rennen von der Pole-Position für sich entscheiden. Er markierte im zweiten Umlauf in 2:05,129 Minuten zudem die schnellste Rennrunde – allerdings auf noch trockener Strecke. Ab der dritten Runde hatte einsetzender Regen in der Eifel für zusätzliche Spannung gesorgt.
 
„Über Funk habe ich schnell erfahren, dass es bis zum Ende immer weiter regnen soll“, berichtete Talent-Pool-Pilot Kalus. „Ich habe dann noch ein paar Mal in den Rückspiegel geschaut: Ich wollte sehen, ob der Abstand nach hinten konstant bleibt. Das war der Fall. Also habe danach nur noch geradeaus geschaut und mich voll auf die Strecke vor mir konzentriert.“
 
Sebastian Roth und Marco Seebach komplettierten das Siegerpodium. Die beiden Teamkollegen machten damit einen zweifachen Erfolg für Seebach Motorsport perfekt. Nachwuchs-Rennfahrer Luciano Schneider zeigte besonders auf nasser Strecke eine starke Vorstellung: Der Talent-Pool-Pilot startete im Regen eine sehenswerte Aufholjagd und rückte im 718 Cayman GT4 Clubsport von der achten Position bis auf den vierten Rang vor – und holte sich zugleich den Klassensieg. Die Plätze zwei und drei in der Klasse 2c gingen an Michael Sander (SR Motorsport) und Sascha Moczek.

Porsche Endurance Challenge

In der Porsche Endurance Challenge trafen sich am späten Sonntagnachmittag 911 GT3 Cup-Modelle und Porsche Cayman GT4 Clubsport-Varianten zu einem gemeinsamen Rennen in der Porsche Endurance Challenge. In dem 60-Minuten-Lauf ist ein Boxenstopp Pflicht und ein Fahrerwechsel möglich, aber nicht vorgeschrieben. Das Teilnehmerfeld nahm das Rennen auf profillosen Slicks in Angriff. Bei zunehmendem Regen war letztlich der richtige Zeitpunkt für den Reifenwechsel der Schlüssel zum Erfolg. Am besten lösten Mariusz Górecki und Tomasz Magdziarz diese Aufgabe. Das Duo von Förch Racing by Atlas Ward war von der achten Position gestartet und ging nach 27 turbulenten Runden auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings als Sieger hervor. Marcel van Berlo und Bart van Helden von Plusline Racing beendeten das Rennen auf dem zweiten Platz vor Marc Bartels und Jannes Fittje (Porsche Zentrum Mannheim Motorsport). Im Schlussspurt mussten Michal Perel und der amtierende Porsche-Sports-Cup-Champion Karol Kret ihren vierten Platz noch an Luis Franco und Sandro Kaibach abtreten. Im Fotofinish lagen die Fahrer von a-workx Motorsport Team RaceData nur 0,125 Sekunden vorn.
 
Als bestes Team in der Gruppe der Cayman GT4-Rennwagen belegten Jochen Kilb und Marco Seebach Gesamtrang elf. Talent-Pool-Pilot Paul Schubert, der das Endurance-Rennen alleine bestritt, sowie das EPS-Rennsport-Duo Desirée Müller und Giuseppe Fico erhielten auf dem GT4-Podium die Glaspokale für die Plätze zwei und drei.

Porsche Drivers Competition Pro

In der Porsche Drivers Competition Pro hieß der Sieger am Sonntag Dr. Rocco Herz. Horst Wittmann aus Oberaudorf belegte in der Gleichmäßigkeitsprüfung über 35 Minuten den zweiten Platz vor Jörg Parentin. Nach dem Nürburgring-Wochenende steht Dr. Herz an der Tabellenspitze.

Porsche Drivers Competition

Die Prüfung der Drivers Competition gewann Bronze-Pilot Stefan Dick. Über den zweiten Platz in der Gesamtwertung durfte sich Marie Maringer freuen. Die Porsche-Fahrerin aus Cochem startete ebenfalls in der Bronze-Klasse. Andreas Friedrich erreichte den dritten Gesamtplatz und sicherte sich zugleich den Sieg in der Platin-Klasse. Als Gewinner der Silber-Kategorie ließ sich Peter Fuck feiern.
 
Als Nächstes macht der Porsche Sports Cup Deutschland im österreichischen Spielberg Station. Auf dem Red-Bull-Ring absolviert die Kundensport-Serie am 13. und 14. Juli ihre nächsten Prüfungen und Rennen. In der Steiermark geht auch die neue Porsche Sprint Challenge Classic wieder an den Start.
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