Montag, 27. Mai 2024
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
24h Nürburgring
17.04.2024

Black Falcon erfolgreich bei den ADAC 24h Qualifiers    ­

­Mit den zwei vierstündigen Läufen der ADAC 24h Qualifiers bot das vergangene Wochenende einen ersten Vorgeschmack auf das 24h Rennen Nürburgring. Für Black Falcon bedeutete dies sowohl drei Klassensiege als auch einige Schrecksekunden. Am Samstag lief es für das Team äußerst erfolgreich – Klassensiege in beiden Wertungen der CUP2, perfektes Wetter und erfolgreich absolvierte Permit-Hürden sorgten für großartige Stimmung im Team. Der zweite Renntag erwies sich als deutlich turbulenter, doch dank einer starken Teamleistung konnte Black Falcon auch am Sonntag einen Klassensieg einfahren und fünf von sechs gestarteten Fahrzeugen auf guten Plätzen ins Ziel bringen.    ­


Black Falcon Team 48 Losch mit zweitem Klassensieg 

Das Fahrertrio Steve Jans, Tobias Müller und Noah Nagelsdiek bewies erneut sein Können hinter dem Steuer des Porsche 911 GT3 Cup #148 und beendete beide Qualifiers-Läufe auf dem Podium. Von Position zwei der Klasse gestartet, fuhren die drei ein fehlerloses Rennen und übernahmen in einem furiosen letzten Stint schließlich die Führung in der Klasse Cup 2 der Porsche Endurance Trophy Nürburgring (PETN). Nach dem Sieg bei der NLS am vorangegangenen Wochenende feierten sie damit bereits den zweiten Klassensieg der laufenden Saison. 

Auch der Sonntag begann vielversprechend. Nach der ersten Pole Position der #148 im Qualifying hielt sich Startfahrer Jans konstant in der Spitzengruppe, bevor er in Runde fünf im Abschnitt „Karussell“ unverschuldet in eine Karambolage verwickelt wurde. Trotz Zeitverlust und größerer Schäden am Fahrzeug konnte Jans das stark beschädigte Auto über den ersten Stint retten. Beim regulären Tankstopp in der achten Runde gelang es der Black Falcon-Mannschaft, die #148 ohne weiteren Zeitverlust notdürftig zu reparieren. Mit maximalem Einsatz kämpften sich Nagelsdiek und Müller wieder an die Spitze heran. Am Ende freute sich das Team über Klassenrang drei und die Tabellenführung der PETN zur Saisonhalbzeit. 


Team BILSTEIN by Black Falcon zeigt Kampfgeist 

Das Team BILSTEIN by Black Falcon mit Jimmy Broadbent, Steve Brown, Misha Charoudin und Manuel Metzger am Steuer des BMW GT4 #150 hatte bei den 24h Qualifiers zahlreiche Herausforderungen zu meistern. 

Anzeige
Am Samstag sicherte sich das Team die Pole Position im Qualifying und startete mit Manuel Metzger ins Rennen. Mit einer kämpferischen Leistung konnten die vier gegen die starke Konkurrenz in der Klasse SP8T am Ende den zweiten Platz einfahren. 

Auch am Sonntag lief das Qualifying reibungslos und der M4 startete beim zweiten Qualifiers-Lauf von Klassenrang zwei. Schon in der ersten Runde Kurz zwang ein Reifenschaden Startfahrer Brown zur Reparatur an die Box. Trotz erneuter Top-Leistung aller Fahrer musste das Team aufgrund des Zeitverlustes am Ende mit dem vierten Platz zufrieden sein. 


EAE-Porsche dominiert das AM-Podium 

Für Mehmet Kaya, Gabriele Piana und Mike Stursberg lief das gesamte Wochenende hingegen nach Maß. Das Trio stellte den Porsche GT3 Cup mit der Nummer #103 bei beiden Qualifyings auf den ersten Platz der AM-Wertung in der Klasse Cup 2, hatte in den Rennen weder Zwischenfälle noch Kollisionen und konnte beide Läufe souverän für sich entscheiden. Nach einem blitzsauberen Qualifiers-Wochenende liegt das Team zur Saisonhalbzeit auf Gesamtrang zwei der Cup 2 AM-Wertung der PETN. 


#166 schnell, aber ohne Rennglück 

Erstmals in dieser Saison trat der BMW M4 GT4 #166 in der Klasse SP10 der GT4-Fahrzeuge an. Die Fahrer Ryan Harrison und Will Wachs stiegen dabei vom Black Falcon-BMW 330i auf den M4 um, für Rennsport-Profi Mike Skeen und US-Routinier Alex Vasilescu war es das Nürburgring-Debüt im Team Black Falcon. Die vier Amerikaner erwiesen sich als perfekte Ergänzung und zeigten bei beiden Läufen beeindruckenden Kampfgeist. 

Am Samstag startete das Team sehr gut ins Rennen und hielt sich mit einer konstanten Performance im Mittelfeld der Klasse, am Ende stand Platz sechs zu Buche. 

Die Erfahrungen vom ersten Tag setzten die vier im Qualifying am Sonntag prompt in Startplatz 1 der Klasse um. Auch im Rennen behielt die #166 lange Zeit die Oberhand, bevor eine Kollision mit anschließender Reparaturpause das Team um mehr als 30 Minuten zurückwarf. Obwohl ein Podium in der Klasse möglich gewesen wäre, bedeutete der Zeitverlust letztendlich den siebten Platz in der SP10. 


#931 erfüllt alle Erwartungen 

Das primäre Ziel des Fahrerduos Morris Schuring und Mark Smith war es, am Steuer des auf ca. 300 PS gedrosselten Porsche Cayman GT4 #931 die für die Permit A notwendigen Runden fehlerfrei zu absolvieren. Auf dem Nürburgring müssen alle neuen Fahrer diese Hürde meistern, bevor sie auf der schwierigen Traditionsstrecke auch leistungsstärkere Fahrzeuge bewegen dürfen. Gesagt, getan – beide Fahrer fuhren ein fehlerloses Rennen und lösten damit ihr Ticket für ungebremsten Fahrspaß am Sonntag. 

Beim Sonntagsrennen wurde der Cayman #931 – jetzt mit voller Leistung – erneut von Mark Smith mit Verstärkung durch Daniele di Amato pilotiert. Für Di Amato war es das erste Nürburgring-Rennen der Saison und die letzte Vorbereitung auf das 24h Rennen in sieben Wochen. Mit einer fehlerlosen Leistung erkämpfte sich das Duo auf Anhieb den vierten Platz in der stark besetzten Klasse CUP3 der PETN. 


Abruptes Ende für die #104 

Mit seiner brandneuen Permit A startete Morris Schuring am Sonntag auf dem Porsche 911 GT3 Cup mit der Startnummer 104. Für Porsche Supercup-Laufsieger Schuring ging es dabei um die Vorbereitung auf das 24h-Rennen im Black Falcon Team 48 Losch, sein Teamkollege Alex Vasilescu absolvierte hingegen einen Gaststart, um einen ersten Eindruck vom 911 Cup-Fahrzeug zu gewinnen. Nach einem guten Qualifying endete die Fahrt für Schuring allerdings schon in der fünften Runde im Streckenabschnitt Karussell, als mehrere Fahrzeuge gleichzeitig auf einer Kühlwasserspur ausrutschten und die Streckenbegrenzung touchierten. Glücklicherweise blieben alle beteiligten Fahrer ohne Blessuren, die #104 war jedoch zu stark beschädigt, um das Rennen wieder aufzunehmen. 

Geschäftsführer Alexander Böhm äußerte sich zufrieden: „Nach nur zwei Wochenenden haben wir schon die Hälfte der acht Wertungsläufe absolviert, so früh war die Saisonhalbzeit noch nie erreicht. Für Black Falcon war es ein spannendes und turbulentes Wochenende. Bei sechs eingesetzten Fahrzeugen ist es immer schwer, 100% zu erreichen. Trotzdem ist mein Fazit sehr positiv: Wir führen in der PETN und haben erneut drei Klassensiege eingefahren. Die BMW M4 hatten diesmal wenig Rennglück, aber mit den Erfahrungen aus dem Wochenende sind wir auch hier bestens auf das 24h-Rennen vorbereitet. Fahrer und Team haben einen hervorragenden Job gemacht, die Fans und Gäste bekamen tollen Sport zu sehen. Insgesamt ein Wochenende nach Maß, wir freuen uns schon jetzt auf das 24h-Rennen Ende Mai!“
Anzeige