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Porsche Sports Cup
04.09.2023

Doppelerfolg in der Porsche Sprint GT-Serie für Egor Litvinenko

Der Porsche Sports Cup Deutschland hat auch bei seiner vorletzten Saisonrunde spannenden Motorsport geboten. Der Sieg in der Porsche Sprint Challenge ging auf dem Nürburgring an Felix Neuhofer am Steuer eines aktuellen Porsche 911 GT3 Cup der Generation 992. Nach dem Triumph am Samstag triumphierte Egor Litvinenko mit einem 718 Cayman GT4 RS Clubsport auch im Sonntagslauf der Porsche Sprint GT-Serie. Im 100-minütigen Endurance-Rennen setzte sich das 911 GT3 Cup-Duo Karol Kret und Robert Lukas durch. In diesen drei Rennserien fallen die Titelentscheidungen erst beim Saisonfinale in Hockenheim. Derweil krönte sich Tomás Urban mit zwei Wertungslaufsiegen vorzeitig zum Champion der Porsche Drivers Competition Pro. Michael Rudig-Mummert gewann den Wertungslauf der Porsche Drivers Competiton.

Porsche Drivers Competition Pro

Tomás Urban heißt der neue Champion der Porsche Drivers Competition Pro. Der Tscheche sicherte sich auf dem Nürburgring mit dem elften Saisonsieg in Serie vorzeitig den Titel. Sein Vorsprung vor den beiden letzten Gleichmäßigkeitsprüfungen des Jahres auf dem Hockenheimring ist so groß, dass ihn kein anderer Konkurrent mehr beim Finale von der Spitzenposition verdrängen kann. Am Sonntag belegte Josef Hrdlicka den zweiten Platz vor Pseudonymfahrer „Ehrster“ aus München. Vorjahreschampion René Klingbeil aus Schnaudertal kam vor dem Kemptener Michael Rudig-Mummert auf den vierten Platz.

Porsche Sprint Challenge

Felix Neuhofer hat das Sonntagsrennen der Porsche Sprint Challenge gewonnen. Er fuhr im aktuellen 911 GT3 Cup zum Sieg. Der Österreicher Sebastian Daum (race car events by Klein Trailer) schaffte bei seinem Sprint-Comeback im baugleichen Rennwagen auf Anhieb den Sprung als Zweiter auf das Siegerpodest. Auf dem dritten Platz erreichte Polesetter Ulrich Becker mit dem einzigen 911 GT3 R im Teilnehmerfeld der Serie für Michelin-bereifte Rennfahrzeuge des Porsche 911 den dritten Platz.

„Das war ein mega Start. Ich konnte mich von Position drei direkt an die Spitze setzen“, erklärte Neuhofer, der als Fahrer und Chef in seinem eigenen Team agiert. „Anfangs habe ich mich etwas abgesetzt, bevor es gegen Ende des Rennens noch einmal richtig knapp wurde. Aber mit diesem Druck konnte ich relativ gut umgehen und bin als Erster ins Ziel gefahren. Echt super!“ Zum Schluss hatte Neuhofer mit einem Vorsprung von lediglich 0,676 Sekunden die Nase vorn.

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Philipp Gresek kam an seinem 29. Geburtstag im 911 GT3 Cup des Teams Plusline-Racing auf den vierten Rang vor seinem Konkurrenten Yannick Mettler (Team Joos by RACEmotion). Tabellenführer Stefan Rehkopf verschaffte sich im Kampf um die Meisterschaft mit einem weiteren Klassensieg bei den 911 GT3 Cup-Vorgängermodellen der Generation 991.2 eine perfekte Ausgangsposition für das Saisonfinale. Vor den letzten beiden Läufen des Jahres beträgt sein Vorsprung auf Verfolger Neuhofer nun 49,8 Punkte.

Porsche Sprint GT

Drei 718 Cayman GT4 RS Clubsport an der Spitze der Porsche Sprint GT-Serie: Egor Litvinenko triumphierte mit der 500 PS (368 kW) starken Version des GT4-Rennwagens nach seinem Erfolg am Samstag auch beim zweiten Lauf. Hinter dem 18-jährigen Fahrer von Allied-Racing kreuzten zwei Seebach Motorsport-Piloten die Ziellinie: Sebastian Roth und Teamchef Marco Seebach strichen die Podiumsplätze zwei und drei ein. „Einfach fantastisch – das ist mein allererster Doppelsieg in der GT4-Kategorie“, freute sich der Litvinenko.

Hinter dem Spitzentrio kam es zum Aufeinandertreffen der beiden Titelkandidaten Osman Tüccaroglu und Steve Caroli. Dabei setzte sich Tabellenführer Tüccaroglu durch, gewann die Gruppe der 313 kW (425 PS) starken 718 Cayman GT4 Clubsport und distanzierte mit dem Klassensieg seinen Verfolger um weitere fünf Zähler. Dank des komfortablen Abstands von nunmehr 43,7 Punkten besitzt der Bad Salzuflener nun die besten Chancen, um sich beim Finale als Meister zu krönen.

Porsche Endurance Challenge

In der Porsche Endurance Challenge stand zum Abschluss des Wochenendes traditionell ein Langstreckenrennen über 100 Minuten auf dem Programm. Im Ziel hatten Karol Kret und Robert Lukas, die sich einen 911 GT3 Cup (992) von Förch Racing by Atlas Ward teilten, mit einem Vorsprung von 34,659 Sekunden die Nase vorn. Im Fight um den zweiten Podestplatz setzten sich die Schweizer Stephan Heim und Yannick Mettler (Team Joos by RACEmotion) mit einem aktuellen 911 GT3 Cup gegen Matthias Karlowski und Lukas Schreier durch. Die Drittplatzierten pilotieren einen 911 GT3 Cup der Vorgängergeneration 991.2.

Als bestes Team in der Gruppe der Cayman GT4-Rennwagen sahen Marco Seebach und Jochen Kilb auf Gesamtrang elf die Zielflagge. Sie waren mit einem 718 Cayman GT4 Clubsport mit MR-Paket ins Rennen gegangen. In ihrem 718 Cayman GT4 Clubsport fuhren Christoph Krombach und Daniel Gregor hinter Steve Caroli und Dominik Schraml als Zweite der Klasse 1b ins Ziel. Das Gespann aus dem KÜS Team Bernhard reist somit als Tabellenführer zum Finale nach Hockenheim.

Porsche Drivers Competition

Im Wertungslauf der Drivers Competition setzte sich Silber-Fahrer Michael Rudig-Mummert durch. Lokalmatadorin Marie Maringer freute sich über den zweiten Gesamtrang. Zugleich durfte sich die Cochemerin über den ersten Platz in der Bronze-Klasse freuen, den sie vor ihrem Vater Stefan Maringer erreichte. Gesamtposition drei ging an Richard Theurer. Der Tübinger war der beste Teilnehmer in der Gold-Kategorie, während Michael Rudig-Mummert die Platin-Klasse gewann.

Das Saisonfinale des Porsche Sports Cup Deutschland findet auf dem Hockenheimring statt. Am 7. und 8. Oktober absolvieren die sechs Serien in Baden-Württemberg ihre letzten Prüfungen und Rennen des Jahres.
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