Sonntag, 29. November 2020
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ADAC GT4 Germany
10.11.2020

GT4-Pole Position für Piro Sports Caffé d'Italia

Ein wahrer Kraftakt liegt hinter dem Team Piro Sports Caffé d'Italia. Nach einem schweren Schaden auf dem Lausitzring, baute das Team in kürzester Zeit eine neue Ginetta G55 GT4 auf und holte sich nur sieben Tage später beim Finale der ADAC GT4 Germany in Oschersleben eine sensationelle Pole-Position. Leider fehlte in den Rennen dann das nötige Glück.

Montags nach dem vorletzten Saisonauftritt der ADAC GT4 Germany war noch nicht klar, ob das Team Piro Sports Caffé d'Italia beim großen Saisonfinale in Oschersleben am Start steht. Teamchef Erwin Piro packte aber der Ehrgeiz und gemeinsam mit den Mechanikern wurde in kürzester Zeit eine neue Ginetta G55 GT4 aufgebaut.

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„Das war eine wahre Meisterleistung der gesamten Crew. Wir haben am Donnerstag noch hier in Oschersleben die letzten Ersatzteile von Ginette erhalten. Ein riesen Dank gilt dem gesamten Team. Alle hatten nur ein Ziel vor Augen und sind an ihre Grenzen gegangen“, war Teamchef Erwin Piro stolz und dankbar.

Bereits in den Trainings zeigte sich, dass die Motorsport Arena Oschersleben der Ginetta liegt. Bestätigt wurde das am Samstag mit einem starken Zeittraining von Rookie Robin Falkenbach. Als Dritter schloss er das Qualifying ab und mischte auch im Rennen an der Spitze mit. Doch durch einen Schaden in der Anfangsphase wurde die Antriebswelle beschädigt und Robin musste vorzeitig aufgeben – ein herber Rückschlag nach dem gelungenen Auftakt.

Trotzdem motivierte sich das Team erneut und Cedric Piro sorgte sonntags für riesen Jubel. Der junge Saarländer holte sich die Pole-Position und zeigte einmal mehr das Potenzial des Sportwagens aus Großbritannien. Leider folgte aber auch diesmal wieder ein Problem im Rennen. Direkt nach dem Start ging die Ginetta aus und Cedric musste das gesamte Auto neu starten. Wieder unterwegs war er einer der schnellsten Fahrer auf der Strecke und stellte schnell den Anschluss zum Feld her. Mitten in der Aufholjagd folgte aber das erneute Aus. „Ich habe aus unerklärlichen Gründen die Fahrertür verloren. Das Schloss der Türe ist weggebrochen. Nach dem tollen Anfang war das sehr schade. Wir waren diesmal richtig schnell und wollten nach der Pole-Position, auch im Rennen ein Ausrufezeichen setzen“, erklärte Cedric Piro im Ziel.