Sonntag, 29. März 2020
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Rallye Allgemein
17.12.2019

Kalender für die Debütsaison der Extreme E enthüllt

Die Extreme E hat heute ihren Kalender für die erste Saison vorgestellt, die im Januar 2021 beginnen soll. Die revolutionäre, neue Offroad-Elektro-Rennserie nutzt den Motorsport, um das Bewusstsein für globale Umweltprobleme zu schärfen.

Die fünf Rennen umfassende globale Reise über vier Kontinente soll die Auswirkungen des Klimawandels und der menschlichen Eingriffe auf einige der abgelegensten Orte der Welt aufzeigen und gleichzeitig die Nachhaltigkeit und den Einsatz von Elektrofahrzeugen zum Schutz des Planeten fördern.

Die Debütsaison der Extreme E beginnt Mitte Januar mit einem Rennwochenende am Meer, am Ufer des atemberaubenden und treffend benannten, nämlich rosa gefärbten, Lac Rose an der Westküste Afrikas, etwa 30 Kilometer von Dakar, Senegal, entfernt. Sandbänke, Salzbetten, Kies, Felsen und Wellen werden eine echte Herausforderung darstellen, da die Fahrer auf den engen Pisten zwischen und um das beeindruckende Gewässer – auch als Retba-See bekannt – und dem Atlantik im Hintergrund navigieren.

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Die RMS St. Helena – das ehemalige Schiff der britischen Royal Mail, das als einzigartiges Floating Paddock der Meisterschaft dient – wird im März die Segel gen Nahen Osten setzen, für das Wüstenrennen der Serie in Sharaan, Saudi-Arabien. Das Gelände des Königreichs ist spektakulär, abwechslungsreich und unerbittlich und bietet eine riesige Leinwand für die Erarbeitung spannender, technischer Segmente, bei denen Fahrer und Teams an ihre Grenzen stoßen.

Anschließend geht es im Mai auf den Subkontinent, für das Bergrennen im Herzen des Himalayas und des Distrikts Mustang in Nepal. Das Kali-Gandaki-Tal – das tiefste Tal der Welt – stellt einen Härtetest für die Teilnehmer dar: auf 2.750 Metern über dem Meeresspiegel inmitten der atemberaubenden Annapurna-Region Nepals, wobei die gleichnamige Gebirgskette über der Arena aufragt.

Weiter geht es nach Kangerlussuaq in Grönland für das Gletscherrennen im August. Diese Landschaft ist von extremer Kälte und den einst mächtigen Gletschern geprägt, die die Region über Jahrtausende beherrschten. Nun schwinden sie aufgrund des Klimawandels rasant.

Zum Abschluss findet Ende Oktober das Rennwochenende im Regenwald des brasilianischen Bundesstaates Pará statt, im Herzen des Amazonasgebiets auf einem durch Brandrodung abgeholzten Landstrich.

Vorläufiger Kalender für die 1.Saison der Extreme E (2021):

22./23./24. Januar:  Lac Rose, Dakar, Senegal
4./5./6. März:  Sharaan, Al-‘Ula, Saudi-Arabien
6./7./8. Mai::  Kali Gandaki Valley, Distrikt Mustang, Nepal
27./28./29. August: Kangerlussuaq, Grönland
29./30.31. Oktober: Santarém, Pará, Brasilien

Die Kopf-an-Kopf-Rennen werden an drei Tagen auf einer Fläche von maximal 10 km2 ausgetragen. Die Streckenplaner wurden mit der sorgfältigen Auswahl von Streckenoptionen beauftragt, die anspruchsvollste und spannendste Rennaction bieten, indem sie bestehende Hindernisse, Höhenunterschiede und Sprünge nutzen, um die Umweltbelastung auf ein Minimum zu beschränken.

Die Organisatoren der Serie sorgen dafür, dass an jedem Austragungsort eine gründliche Umwelt-, soziale und Projektbewertung zusammen mit einem lokalen Dritten durchgeführt wird, um Umweltschutz, soziale Integration und faire politische Praktiken zu gewährleisten.

Darüber hinaus wird die Extreme E an jedem Austragungsort (Meer, Wüste, Berge, Gletscher, Regenwald) mit lokalen Experten, Regierungen und NGOs zusammenarbeiten, um positive, nachhaltige Initiativen zur Bekämpfung der konkreten Probleme vor Ort wie Entwaldung, Anstieg des Meeresspiegels, Gletscherschmelzen, Wüstenbildung und Verschmutzung durch Plastik umzusetzen.

Alejandro Agag, Gründer und CEO der Extreme E: „Die Fertigstellung des ersten Rennkalenders ist ein großer Moment für jede Meisterschaft, und heute ist dieser Moment für uns gekommen. Ich wusste nicht, was diese Reise bringen würde, als wir sie vor einigen Monaten begannen. Ich war an fünf der spektakulärsten, abgelegensten Orte auf dieser Erde. Jeder einzelne davon ist mit Problemen durch den Klimawandel und die menschlichen Eingriffe konfrontiert. Das war eine Lektion fürs Leben.

In den vergangenen sechs Monaten habe ich die Auswirkungen des Klimawandels aus erster Hand erfahren und Menschen getroffen, die mit den Folgen leben müssen. Alle, die deren Existenz leugnen oder sich der Probleme, die sie verursachen, nicht bewusst sind, sollten mit uns auf diese Reise kommen.

Vor einigen Monaten waren wir anlässlich unserer ersten Bekanntgabe in Grönland, wo wir sehen konnten, wie die Eiskappe schmilzt. Im 1000 Kilometer entfernten Senegal hat sich die Größe des Internats, das uns vergangene Woche bei der Strandreinigung im Rahmen unserer Bekanntgabe geholfen hat, verdreifacht, weil die Küste durch den Anstieg des Meeresspiegels verschwindet und Menschen vertrieben werden. Wie Sie sehen, sind alle Probleme miteinander verbunden.

Ich bin unglaublich dankbar für die Unterstützung, die wir von all unseren Gastgebern erfahren haben, und ich freue mich auf diese besondere, beispiellose Odyssee, die erstmals echte Veränderungen bewirken wird.

Dass wir nun alle fünf Austragungsorte besiegelt haben, obwohl die Extreme E im Januar dieses Jahres kaum mehr als eine Idee auf einer Serviette war, ist eine Leistung, auf die ich sehr stolz bin. Das Team hat hinter den Kulissen unermüdlich gearbeitet und wird dies bis Januar 2021 weiter tun.“

Weitere Neuigkeiten zu Teams, Partnern und Fahrern werden in den kommenden Wochen bekannt gegeben.