Sonntag, 20. Oktober 2019
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Porsche Sports Cup
03.06.2019

Drei souveräne Doppelsiege auf dem Nürburgring

Der Porsche Sports Cup Deutschland absolvierte das zweite Rennwochenende der Saison auf dem Nürburgring. Im Porsche Super Sports Cup sicherte sich Lokalmatador Hendrik Still (991 GT3 Cup) zwei souveräne Siege. Im Porsche Sports Cup war Doppelsieger Norbert Kraft (991 GT2 RS) in beiden Rennen nicht zu stoppen. Den dritten Doppelsieg in der Eifel machten Joachim Thyssen / Alfred Renauer im Porsche Sports Cup Endurance perfekt. Das dritte Rennwochenende für den Porsche Sports Cup Deutschland findet am 20. und 21. Juli auf dem Sachsenring statt. 

Porsche Super Sports Cup

Im Porsche Super Sports Cup feierte Hendrik Still (991 GT3 Cup) einen souveränen Doppelerfolg. „Wir haben unser Ziel an diesem Wochenende erreicht“, sagte Still, der die Farben des neuen Teams Healthcare 42 um Chris-Gilbert Koenig vertritt. „Nach der Pole Position nun zwei Siege im Super Sports Cup. Es läuft alles nach Plan. Einfach super!“ Lokalmatador Still, der unweit der Rennstrecke in Schalkenbach zu Hause ist, fuhr im ersten Rennen seinen ersten Gesamtsieg auf dem Nürburgring überhaupt ein. Am Samstag setzte er sich gegen Joachim Thyssen (991 GT3 Cup) und Bertram Hornung (991 GT3 Cup) durch. Am Sonntag machte sich der Münchener Thyssen mit dem zweiten Platz selbst ein schönes Geburtstagsgeschenk und steht auch nach den Rennen auf dem Nürburgring weiter an der Tabellenspitze (83 Punkte). Dabei profierte er jedoch von einer 30-Sekunden-Zeitstrafe, die Hornung wegen eines Verstoßes in der zweiten Safety-Car-Phase kassierte. Der Fahrer des ADAC Nordbaden fiel von Platz zwei bis auf Position 27 zurück. Das Doppelpodium mit Platz zwei und drei für das Team Certina Racing powered by Herberth Motorsport machte Teamkollege Klaus Rader (991 GT3 R) perfekt. Der 17-jährige Laurin Heinrich zeigte im Speed-Monkey-991 GT3 Cup ein tolle Performance und wurde als Vierter gewertet. Zugleich setzte sich der Youngster mit 78,6 Punkten auf den zweiten Tabellenplatz. In der Meisterschaft stehen Hendrik Still und Jörg Kamper (Cayman GT4 CS) punktgleich mit jeweils 70 Zählern auf Rang drei.

Porsche Sports Cup

Im Porsche Sports Cup war Norbert Kraft (991 GT2 RS) an diesem Wochenende nicht zu stoppen. Der Fahrer von Wendland Motorsport fuhr auf dem 5,137 Kilometer langen Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings zwei souveräne Start-Ziel-Siege ein. Im ersten Rennen wurde Rudolf Schulte (991 GT3 RS) als Zweiter abgewinkt. Charles Bruchmann (991 GT3 RS) konnte sich nach einem tollen Rennen kurz vor Schluss den dritten Platz sichern. Somit wurde Wilhelm Lathus (991 GT3 RS) Vierter vor Marco Seebach, der zugleich bester Fahrer in der Klasse 4g der 991 GT3 war. In Rennen zwei tauschten Bruchmann und Schulte die Plätze. „Ich bin ausgangs der Arena an Rudolf Schulte vorbeigezogen“, erklärte Bruchmann, wie er den zweiten Platz eroberte. „Dieser Fight war sehr fair. Er hat er mir jederzeit genug Platz gelassen. Danach habe ich versucht, Zeit auf den Führenden gut zu machen und aufzuholen. Aber der 991 GT2 RS war deutlich schneller. Da war heute nichts möglich.“ Auf die Plätze vier und fünf fuhren – wie bereits einen Tag zuvor – erneut Lathus und Seebach. Mit seinen beiden Siegen in der Klasse 4g der 991 GT3 übernahm Seebach mit 76,6 Punkten die Tabellenführung. Zweiter in der Meisterschaft ist Schulte (75 Punkte) und der zweimalige Nürburgring-Klassensieger bei den Cayman GT4, Stefan Jöcker, ist Tabellendritter (71 Punkte).

Porsche Sports Cup Endurance

Traditionell steht zum Abschluss des Rennwochenendes der Porsche Sports Cup Endurance mit zwei separaten Läufen über jeweils 50 Minuten auf dem Programm. Sie werden von einer 25-minütigen Boxenstopp-Pause für Reifenwechsel, Tankstopp und eventuellem Fahrerwechsel unterbrochen. In jedem der beiden Rennen gibt es ein zehnminütiges Zeitfenster, in dem das Fahrzeug zum Fahrerwechsel an die Box muss. Das erste Endurance-Rennen gewannen Joachim Thyssen / Alfred Renauer (991 GT3 R) vor Oliver Engelhardt / Marvin Dienst (991 GT3 R). Im packenden Kampf um den dritten Platz setzten sich Peter Terting / Hendrik Still (991 GT3 Cup) durch. Dabei kam es zum Wimpernschlageinlauf. Denn der Vorsprung auf die viertplatzierten Daniel Keilwitz / Günther Kraus (991 GT3 Cup) betrug im Ziel lediglich 0,366 Sekunden. In der Cup-Wertung belegten Bertram Hornung / Michael Essmann jr. (991 GT3 Cup) hinter Terting / Still und Keilwitz / Kraus den dritten Platz (Gesamtplatz 5). Sieger in der Klasse der Cayman GT4 CS wurden Tano Neumann / Alex Stefanov. Auch das zweite Rennen gewannen Thyssen / Renauer. Damit feierte Thyssen an seinem Geburtstag einen glänzenden Doppelsieg in der Endurance. Hinter dem Sieger-Duo fuhren Terting / Still auf den zweiten Platz sowie Keilwitz / Kraus als drittes Team über die Ziellinie. Mit dem zweiten Platz übernahmen Terting / Still zugleich die Führung in der Meisterschaft.

PZ-Trophy

In der PZ-Trophy sind zwei Trainingssitzungen und zwei Gleichmäßigkeitsprüfungen zu absolvieren. Jede Hundertstelsekunde Abweichung wird mit einem Strafpunkt bewertet. Die Punkte aller Wertungsrunden werden addiert. In der Eifel machte Tomas Urban seinen vierten Wertungslaufsieg in Folge perfekt. Er gewann am Samstag vor Vizemeister Josef Smarda und Titelverteidiger Dr. Rocco Herz (Stegmann Motorsport). Teamkollege Holger Golücke belegte den hervorragenden vierten Platz vor Jaroslav Mikolas. Beste Dame im Feld war Ann-Kathrin Rösch auf der sechsten Position der Gesamtwertung. Sonntags siegte Urban vor Dr. Herz und Golücke. Die Top Fünf komplettierten Mikolas und Volker Leesberg.

PZ-Driver’s Cup

Fahren unter Anleitung von Instruktoren, freie Trainingsrunden und zum krönenden Abschluss eine Gleichmäßigkeitsprüfung, in der es gilt innerhalb von 30 Minuten drei beliebige Runden in genau derselben Zeit zu fahren – das ist die Herausforderung im PZ-Driver’s Cup. Auf dem Nürburgring setzte sich Karl-Heinz Kröger (Klasse Gold) durch. „Der Nürburgring ist eine schöne Rennstrecke, mit einer einzigartigen Topographie“, sagte Kröger und freute sich über den Tagessieg auf dem Traditionskurs. Den zweiten Platz erreichte der Essener Alexander Heger (Klasse Silber) vor Oliver Lieb (Klasse Platin). Vierter wurde Ulrich Kramer (Klasse Gold) vor Jan Jöcker, der sich zudem den Sieg in der Klasse Bronze holte.