Donnerstag, 18. Juli 2019
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Blancpain
17.04.2019

Black Falcon holt zwei Podestplätze beim Saisonauftakt

Black Falcon blickt auf eine fantastische Teamleistung beim Auftaktrennen der Blancpain GT Series in Monza zurück – ein hart erkämpfter dritter Platz im Gesamtklassement, sowie ein zweiter Platz in der Silver Cup-Klasse sind das Ergebnis eines nervenaufreibenden ersten Laufes. Begleitet wurde das dreistündige Langstreckenrennen von starken Regenfällen, die nicht nur die Fahrer, sondern auch das Team an ihre Grenzen brachten. Das hervorragende Resultat ist eine tolle Grundlage für die lange Saison.

In der Pro-Kategorie wurde der #4 Mercedes AMG GT3 von dem bereits aus der letzten Saison eingespielten Fahrertrio Yelmer Buurman (NL), Maro Engel (DE) und Luca Stolz (DE) pilotiert. Im Silver Cup gingen Patrick Assenheimer (DE), Hubert Haupt (DE) und Gabriele Piana (IT) mit dem #6 AMG GT3 an den Start.

Anzeige
Der über Nacht einsetzende Starkregen sorgte für enorm schwierige Streckenbedingungen bei den vor dem Rennen stattfindenden Test-Sessions. Das Team fand jedoch schnell in seinen Rhythmus und die einzelnen Crews platzierten die AMG auf dem dritten Gesamtrang (#4) und im Silver Cup mit der viertschnellsten Zeit nur knapp eine dreiviertel Sekunde hinter dem Schnellsten im Gesamtklassement.

Das alles entscheidende Qualifying am Sonntagmorgen, gesplittet in drei Sessions, legte die endgültigen Startpositionen für das anschließende Rennen fest. Begleitet wurden die drei 15-minütgen Intervalle von wiederholt einsetzendem Starkregen. Aufgrund der Streckenverhältnisse wurde das Qualifying ständig durch rote Flaggen unterbrochen und die Rundenzeiten fielen im Durchschnitt um fast 20 Sekunden. Am Ende dieser herausfordernden Session belegte die #4 einen nicht repräsentativen 14. und die #6 den 24. Platz im Gesamtklassement.

Beim Rennstart regnete es deutlich weniger als noch am Morgen, jedoch entschieden sich die Teilnehmer durchweg für Regenreifen für den Start hinter dem Safety-Car. Nach knapp fünf Minuten wurde das Safety-Car eingezogen und das 46 Fahrzeuge umfassende Starterfeld sorgte für eine riesige Sprühwolke auf dem Weg zur ersten Schikane. In den ersten Stints, die ebenfalls von mehreren Gelb-Phasen begleitet wurden, kämpften sich sowohl Stolz in der #4, als auch Haupt in der #6 stetig nach vorne. Zwei kollidierte Fahrzeuge neutralisierten das Rennen schließlich für gut zehn Minuten. Bis dahin schien alles einwandfrei zu laufen – die Schrecksekunde für das Team ließ dennoch nicht lange auf sich warten: Stolz, der seine Pace im Rennen gefunden hatte, wurde am Heck von einem Teilnehmer berührt, drehte sich, beschädigte dabei das Auto leicht und musste dadurch wieder einige Plätze im Gesamtklassement einbüßen. Anschließend übernahm Buurman, gestärkt durch die unnachgiebige Performance des Black Falcon Teams das Steuer für den Mittelstint und startete die erneute Aufholjagd.

Die abtrocknende Strecke sorgte zwar für bessere Verhältnisse auf der Fahrbahn, jedoch musste dadurch auch die Strategie angepasst werden. Eine erneute lange Safety-Car-Phase, die aufgrund eines Unfalls erforderlich wurde, kam für das Team zur richtigen Zeit. Ein hervorragendes Reifemanagement und eine blitzschnell angepasste Taktik spülten beide AMG GT3 weitere Positionen nach vorne. Assenheimer hatte nach der ersten Stunde die #6 von Haupt übernommen und überzeugte mit einer tollen Leistung bei seinem GT Series-Debüt. Er gab das Fahrzeug innerhalb der Top-Ten an Piana ab. Ebenfalls auf einer Spitzenposition übernahm Engel den Mercedes-AMG GT3 von Buurman. Die letzten 40 Minuten des Sprintrennens zeichneten sich abermals durch ungewöhnlich viele Gelbphasen aus. Bis dahin lagen die Black Falcon-Fahrzeuge auf dem vierten und fünften Gesamtrang und somit in greifbarer Nähe zum Sieg.

Genauso aufregend wie das Rennen begann, wurde es auch beendet. Engel sicherte sich 15 Minuten vor Rennende den dritten Platz, während Piana im hart umkämpften vorderen Drittel des Feldes um den Sieg im Silver Cup kämpfte. Er überquerte den Zielstrich schließlich auf dem sechsten Gesamtrang und dem verdienten zweiten Platz im Silver Cup.

Es war ein Auftaktrennen, bei dem sich die große Erfahrung des Teams auszahlte. Das schwierige Qualifying wurde während des Rennens mehr als wett gemacht und zeigte bereits das Potenzial der gesamten Crew für das zweite Rennen in Silverstone in knapp einem Monat.