Dienstag, 11. Dezember 2018
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Sportwagen Allgemein
06.08.2018

Vierter Sieg in Folge für den Ford GT in der IMSA-Serie

Im Kampf um beide Titel in der nordamerikanischen IMSA-Sportwagen-Meisterschaft ist Ford am vergangenen Sonntag ein weiterer wichtiger Schritt nach vorne gelungen: Richard Westbrook (GB) und Ryan Briscoe (AUS) haben in Elkhart Lake den vierten Sieg in Folge für den Werksrennstall Ford Chip Ganassi Racing (CGR) eingefahren. Das Ford GT-Duo mit der Startnummer 67 verdrängte damit seine Teamkollegen Dirk Müller (Burbach) und Joey Hand (USA) von der Spitze der Fahrertabelle.

Beide Ford GT hatten das turbulente 160-Minuten-Rennen auf dem anspruchsvollen 6,515-Kilometer-Kurs von Road America aus der ersten Startreihe aufgenommen. Während die von der Pole-Position gestartete Crew Müller/Hand die Führung aufgrund eines Problems mit der rechten Hinterradaufhängung verlor und das Ziel auf Rang sieben erreichte, ließen sich Westbrook/Briscoe auch durch mehrere Kollisionen bei Überrundungsmanövern nicht aufhalten. Für Ford CGR war es bereits der fünfte Sieg im achten Saisonlauf.

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„Aktuell genießen wir wirklich einen unglaublichen Lauf und können sehr zuversichtlich in die Rennen gehen“, strahlte der 43-jährige Westbrock. „Von außen betrachtet sieht es vielleicht so aus, als würden uns die Siege in den Schoß fallen – dabei müssen wir wirklich hart dafür arbeiten. Wir wussten, dass Road America unserem Ford GT liegt, dennoch ging es am Ende Spitz auf Knopf. Unsere Kontrahenten waren ziemlich schnell, haben es aus taktischer Sicht aber vielleicht mit kurzen Tankstopps etwas übertrieben. Wir sind jetzt einfach nur glücklich für das gesamte Team und genießen jeden einzelnen Moment.“

„Dass unsere Kollegen mit dem Nummer-66-Auto einfach nur Pech hatten, steht außer Frage“, räumt Ryan Briscoe (36) ein. „Aber so läuft es eben im Motorsport manchmal: Der eine Wagen gewinnt, der andere verliert dringend benötigte Meisterschaftspunkte. Wir reisen immer gerne und mit einem guten Gefühl nach Road America, unser Auto mag die Strecke – darum konnten wir auch die komplette erste Startreihe für Ford erobern mit Dirk Müller auf der Pole-Position. Dank einer perfekten Strategie, einem tadellosen Rennwagen, großartigen Boxenstopps und einer fehlerfreien Fahrt haben wir heute abgeliefert.“

„Welch ein Rennen!“, fasst der 42-jährige Dirk Müller aus Burbach im Siegerland zusammen. „Ich hatte Runde für Runde ein Grinsen im Gesicht – das war vermutlich einer der besten Ford GT, die uns bislang zur Verfügung standen. Ich konnte die Führung über eine lange Zeit fast spielerisch verteidigen, dann trat wie aus dem Nichts dieses Problem auf. Das ist schwierig zu verdauen. Das Team hat in puncto Strategie und Boxenstopps einen unheimlich guten Job abgeliefert. Wenigstens konnten unsere Kollegen den vierten Sieg für Ford hintereinander einfahren. In der Fahrerwertung müssen wir einen kleinen Rückschlag hinnehmen, aber es stehen ja noch drei Rennen aus.“