Samstag, 20. Oktober 2018
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye DM
08.05.2018

Ravenol Motorsport: Technischer Defekt bremst Citroën DS3 R3T-Duo aus

Die ADAC Rallye „Rund um die Sulinger Bärenklaue“ stand für das RAVENOL Motorsport Rallye Team unter keinem guten Stern. Beim zweiten Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) sowie zum ADAC Rallye Masters strandeten Torben Nebel (Detmold) und Beifahrer Gino Kruhs (Quierschied) mit einem defekten Turbolader und mussten ihren Citroën DS3 R3T vorzeitig abstellen.

Das ostwestfälisch-saarländische Duo startete hochmotiviert zum ersten von zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen. Die Freitagsetappe führte über drei Wertungsprüfungen mit hohem Schotteranteil. In der frühsommerlichen Hitze hielt sich der von den vorausfahrenden Fahrzeugen aufgewirbelte Staub besonders lange. Die Folge: Torben Nebel pflügte teils im Blindflug über das Geröll. „Die Staubfahne zwang uns dazu, etwas Tempo rauszunehmen. Hinzu kam: Die Schotterpassagen waren teils extrem schnell – insbesondere auf den langen Geraden mussten wir uns erst mal daran gewöhnen, wie sich unser Citroën DS3 R3T bei hohen Geschwindigkeiten auf losem Untergrund verhält. Wir wollten hier nicht zu viel riskieren“, erklärt Nebel.

Anzeige
Die Samstagsetappe beinhaltete zehn WP, darunter zwei Prüfungen über das bereits legendäre ehemalige Militärgelände. „Auf WP 4 haben wir uns von der Strecke gedreht. Der Schaden am Auto war marginal, aber bei diesem Zwischenfall starb der Motor ab. Daher mussten wir das Fahrzeug komplett resetten – dieser Neustart kostete leider viel Zeit“, erläutert der Detmolder. „Auf dem IVG-Gelände kamen wir zunächst nicht in den richtigen Rhythmus, erst bei der zweiten Durchfahrt lief es besser. Anschließend verpassten wir zu allem Überfluss einen Bremspunkt und rutschten durch einen Weidezaun. Wir mussten relativ lange einen passenden Weg zurück auf die Strecke suchen – das schlug natürlich hart ins Zeitkontor“, berichtet Gino Kruhs. Auf der neunten Wertungsprüfung zeigte das RAVENOL Motorsport Rallye Team mit der viertschnellsten Zeit in der Division 4, was möglich gewesen wäre. Doch schon kurz danach kämpften Torben Nebel und Gino Kruhs mit plötzlichem Leistungsverlust. „Der Turbolader baute keinen Druck mehr auf und wir mussten unser Auto leider vorzeitig abstellen“, erklärt Nebel.

Das RAVENOL Motorsport Rallye Team fiebert bereits seinem nächsten Heimspiel entgegen: der Rallye Stemweder Berg, die Mitte Juni rund um Lübbecke stattfindet.