Montag, 22. Oktober 2018
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye DM
24.05.2018

Das Projekt „Maxi-Mohe“ feiert bei der Sachsen-Rallye Premiere

Es ist soweit: Am kommenden Wochenende nimmt das mit Spannung erwartete Projekt „Maxi-Mohe“ Fahrt auf – Carsten Mohe und Beifahrer Alexander Hirsch gehen bei der Sachsen-Rallye erstmals mit dem frisch aufgebauten Renault Mégane Maxi an den Start. Die amtierenden 2WD-Champions stellen sich beim dritten Saisonlauf der Deutschen Rallye-Meisterschaft und zum ADAC Rallye-Masters mit dem rund 20 Jahre alten und 285 PS starken Fronttriebler der DRM-Elite. Bei dem spektakulären „Maxi“ handelt es sich um exakt jenes Rallye-Fahrzeug, mit dem Mohe bereits zwischen 1999 und 2002 für Aufsehen gesorgt hat.

„Endlich“, strahlt der Kfz-Meister aus Crottendorf, nachdem auch das elektronische Mapping des 2,0 Liter großen Vierventil-Saugmotors passt. Der Neuaufbau des Boliden hat deutlich mehr Zeit verschlungen als zuvor veranschlagt. Darum war Mohe für die Rallye Sulingen kurzfristig in einen Skoda Fabia der R5-Kategorie gestiegen und stellte sein Können auch in diesem hochmodernen Turbo-Allradler unter Beweis. „Wir freuen uns unheimlich auf die ersten Meter mit dem neuen alten Auto. Für einen echten Test hat die Zeit zwar nicht mehr gereicht, aber bei einem Roll-out funktionierte alles bestens – und der Mégane Maxi macht gigantisch Spaß, auch wenn er fahrerisch viel höhere Ansprüche stellt! Ich hatte ganz vergessen, wie viel Kraft notwendig ist, um ihn standesgemäß zu bewegen. Wenn die Differenzialsperre an der Vorderachse eingreift, dann zerrt die barbarische Motorleistung schon gewaltig am Lenkrad. Das ist richtig Arbeit am Steuer und definitiv außerhalb der Komfortzone – auch wegen der Lautstärke im Cockpit bei über 8.500 Touren“, lacht der Fronttriebler-Spezialist sichtlich vergnügt.

Anzeige
Das Ziel für die Jungfernfahrt bei der Rallye Sachsen setzt der schnelle Mann aus dem Erzgebirge ganz gelassen: „Wir wollen möglichst problemfrei durchkommen – das wäre für die Mechaniker, die sich in den vergangenen drei Monaten unheimlich ins Zeug gelegt haben, und auch unsere Partner wie die Starkenberger Gruppe und Total eine tolle Belohnung. Wir gehen die Veranstaltung ergebnisoffen an, auch wenn sie unserem Auto liegen sollte: Sie führt zu 100 Prozent über Asphalt, kommt also ohne Schotteranteil aus, und ist ziemlich schnell. Dennoch fehlt uns gegenüber der R5-Konkurrenz enorm viel Testarbeit, auch wenn wir alle Basisdaten von damals haben. Doch die Michelin-Reifen von heute sind zum Beispiel völlig anders und besitzen einen höheren Negativ-Profilanteil. Das können wir alles erst während des ,Shakedowns’ ausprobieren, dem offiziellen Test am Donnerstag ab 18.00 Uhr. Wir haben alles Menschenmögliche gemacht. Ich gehe aber davon aus, dass wir während der Rallye immer schneller werden.“

Die AvD-Sachsen-Rallye führt in diesem Jahr über zwölf Wertungsprüfungen (WP) mit insgesamt 125,48 Kilometer. Start ist am Freitagnachmittag um 16.45 Uhr auf dem Kornmarkt in Zwickau, die erste Etappe umfasst vier WP – darunter auch zweimal der für Zuschauer besonders attraktive Stadtrundkurs „Glück-Auf-Brücke“. Am Samstag beginnt die Rallye-Action um 8.36 Uhr mit der WP 5 „Crimmitschau 1“. Die Sieger rollen am Samstagabend ab 18.35 Uhr auf dem Kornmarkt über die Zielrampe.