Donnerstag, 13. Dezember 2018
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Rallye DM
01.10.2018

Carsten Mohe musste ADMV Rallye Erzgebirge vorzeitig aufgeben

Sein Vollgas-Jubiläum hatte sich Carsten Mohe wahrlich anders vorgestellt: Die Rallye Erzgebirge, siebter Lauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) und zum ADAC Rallye Masters, fand für den Renault Mégane Maxi-Piloten und einen Beifahrer Alexander Hirsch ein frühes Ende. Schuld war zunächst eine defekte Zylinderkopfdichtung, dann zerbröselte auch noch die Ölpumpe. Trotz einer beeindruckenden Kraftanstrengung seiner Mechaniker mussten die Publikumsliebling den infernalisch brüllenden Fronttriebler nach der siebten Wertungsprüfung (WP) abstellen. Dennoch zieht der Crottendorfer ein positives Resümee.

Die Vorfreude von Carsten Mohe auf sein Heimspiel war riesig: Genau hier hatte er vor exakt 25 Jahren seine beeindruckende Motorsportkarriere begonnen. 1993 konnte der Sachse bei seiner ersten Rallye überhaupt mit einem Renault Clio 1.8 16V auf Anhieb einen Klassensieg einfahren. Doch im Gegensatz zu damals stand die diesjährige „Erze“ für das Team Mohe Rallyesport unter keinem guten Stern. „Bereits beim Shakedown am Donnerstag ist zwischen dem zweiten und dem dritten Zylinder die Zylinderkopfdichtung durchgebrannt“, berichtet der Rallye-Routinier. „Meine Mechaniker haben daraufhin eine Nachtschicht eingelegt, um das Auto rechtzeitig zum Start wieder fit zu machen – was ihnen auch gelungen ist. Ein dickes Dankeschön dafür: einfach sensationell, was die Jungs da geleistet haben!“

Anzeige
Zur Freude der zahlreichen Fans entlang der Strecken lieferten sich Carsten Mohe und Alexander Hirsch am Freitag sowie am Samstagmorgen ein packendes Duell mit Ruben Zeltner um den vierten Gesamtrang. Nach WP 7 lag der Crottendorfer knapp vor dem Porsche 911 GT3-Piloten. „Die Prüfungen waren toll und die Streckencharakteristik kam unserem Auto entgegen. Der Zweikampf mit Ruben hat richtig Spaß gemacht und ich denke, wir hätten gute Chancen gehabt, unsere Platzierung bis ins Ziel zu verteidigen. Doch ab der sechsten Prüfung brach der Öldruck ein. Im Service haben wir dann versucht, das Problem zu beheben. Allerdings hatte sich ein Metallspan in den Steuerkolben der Ölpumpe verirrt – eine Folge der Motorprobleme vom Donnerstagabend. Daraufhin blockierte die Pumpe und der Öldruck schoss auf rund zehn bar in die Höhe. Infolgedessen ist der Ölfilter geplatzt und wir mussten die Rallye leider aufgeben“, erklärt der Besitzer eines Renault Autohauses.

Trotz der Schwierigkeiten zieht Carsten Mohe ein positives Fazit der diesjährigen Rallye Erzgebirge: „Wir haben hier eine vorzeigbare Vorstellung abgeliefert und uns sportlich sehr gut verkauft. Das Team hat bewiesen, was es zu leisten im Stande ist. Auch die Resonanz, die wir mit unserem Mégane Maxi erhalten haben, war erneut fantastisch. Alles in allem war die ,Erze' eine tolle Veranstaltung. Immer wieder beeindruckend, wie viele Fans und Zuschauer draußen an den Wertungsprüfungen mitfiebern.“