Dienstag, 18. Dezember 2018
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
FIA GT World Cup
18.11.2018

Doppelpodium für Mercedes-AMG beim FIA GT World Cup in Macau

Auf dem Guia Street Circuit, wo in diesem Jahr zum 65. Mal der legendäre Macau Grand Prix ausgetragen wurde, präsentierten sich alle drei vom Mercedes-AMG Team GruppeM Racing eingesetzten Mercedes-AMG GT3 von Beginn an als Sieganwärter.

Beim Qualifying am Freitag schnappte sich Raffaele Marciello in der #999 mit seiner letzten fliegenden Runde die Bestzeit und sicherte sich somit die Pole-Position für das Qualifikationsrennen am Samstag. In dem Lauf, der über die Startreihenfolge des Hauptrennens am Sonntag entschied, büßte der 23-Jährige in der heißen Anfangsphase einen Platz ein. Der Blancpain GT-Champion konnte sich jedoch bis zum Ziel nach zwölf Runden souverän auf dem zweiten Platz behaupten. In der #888 war Maro Engel, Macau-Sieger von 2014 und 2015, von Rang drei aus in die engen Straßenschluchten gegangen und kam auf unveränderter Position über die Ziellinie. Eine Schrecksekunde gab es kurz nach dem Start für Edoardo Mortara: Der vom vierten Platz gestartete Titelverteidiger touchierte im Startgetümmel einen Kontrahenten, der daraufhin ausschied. Mortara konnte sein Fahrzeug ohne Positionsverlust im Rennen halten und sich – nach der notwendigen Safety-Car-Phase – routiniert gegen die Angriffe seiner Verfolger verteidigen.

Anzeige
Das Doppelpodium von Marciello und Engel, sowie der vierte Platz von Mortara verschafften den Mercedes-AMG Piloten eine gute Ausgangsposition für das Hauptrennen am Sonntag. Bei dem auf 18 Runden angesetzten Rennen, das über den FIA GT World Cup entscheidet, behaupteten alle Mercedes-AMG GT3 zunächst ihre Startposition. Marciello baute von Beginn an Druck auf den Führenden auf. Der Italiener riskierte alles und lieferte sich einen spannenden Positionskampf um die Spitze. In der sechsten Runde verpasste Marciello bei der Anfahrt zur Lisboa-Kurve den optimalen Bremspunkt und musste mehrere Fahrer passieren lassen. In der verbleibenden Zeit machte er noch etwas Boden gut und fuhr bei seinem zweiten Macau-Auftritt im Mercedes-AMG mit Platz neun ein weiteres Top-Ten-Ergebnis ein. Auf Platz zwei und drei liegend machten Maro Engel und Edoardo Mortara Druck auf Platz eins. Die entscheidende Möglichkeit für ein Überholmanöver ergab sich auf dem engen Stadtkurs allerdings nicht mehr. Mit 0,981 Sekunden Rückstand überquerte Engel schließlich die Ziellinie auf Platz 2, dicht gefolgt von Mortara, dem vierfachen GT-Sieger in Macau, der zudem die schnellste Rennrunde für sich verbuchen konnte.

Seit 2015, als das Straßenrennen erstmals als FIA GT World Cup ausgetragen wurde, hat Mercedes-AMG mit dem Doppelpodium in diesem Jahr und nach den Siegen in 2015 und 2017 nun in jeder Ausgabe mindestens einen Podestplatz eingefahren und ist somit die erfolgreichste Marke des prestigeträchtigen FIA GT World Cups.

Tobias Moers, Vorsitzender der Geschäftsführung der Mercedes-AMG GmbH: „Ein großes Lob an unsere Fahrer und auch an GruppeM Racing. Das ganze Team ist über das komplette Wochenende hinweg mit großer Begeisterung an dieses außergewöhnliche Rennen herangegangen. An Einsatz und Kampfgeist hat es absolut nicht gemangelt. Auch die Performance unserer Mercedes-AMG GT3 war wieder einmal beeindruckend. Letztlich hat ein kleines Quäntchen zum Sieg gefehlt. Glückwunsch an BMW Motorsport und ich gönne Charly Lamm diesen Erfolg bei seinem vermeintlich letzten Rennen als Teamchef.“

Stefan Wendl, Leiter Mercedes-AMG Customer Racing: „Glückwunsch an Augusto und das Team Schnitzer, allen voran Charly Lamm. Sie waren – vor allem auf den langen Geraden – heute einen Hauch schneller. Dennoch haben wir eindrucksvoll gezeigt, welch starke Mannschaft wir haben. Alle unsere Fahrer hatten hier das Zeug dazu, mit dem Mercedes-AMG GT3 zu gewinnen. Maro und Edo wurden im letzten Renndrittel immer stärker. Pech für Raffaele – er hat alles versucht, um an Augusto vorbei zu kommen und dabei auf einer Bodenwelle den Bremspunkt verpasst.“

Maro Engel, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #888: „Ich habe alles gegeben und versucht, eine Chance auf den Sieg zu bekommen. Wir waren vor allem in der zweiten Rennhälfte schneller, aber ein Vorbeikommen war heute einfach nicht möglich. Glückwunsch an Augusto, aber auch ein großes Dankeschön an Mercedes-AMG und GruppeM Racing, die einen super schnellen Mercedes-AMG GT3 zur Verfügung gestellt haben. Es ist auch ein starkes Teamergebnis. Schade, was mit Raffaele passiert ist, aber wir können dennoch stolz auf unsere Leistung sein.“

Edoardo Mortara, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #1: „Der dritte Platz im Hauptrennen ist kein schlechtes Ergebnis. Natürlich will man immer mehr erreichen. Glückwunsch an BMW, an Augusto und das Team Schnitzer. Besonders für Charly Lamm ist es ein großartiges Resultat. Wir wünschen ihm für die Zukunft das Beste.“

Raffaele Marciello, Mercedes-AMG Team GruppeM Racing #999: „Ich wollte gewinnen und habe versucht Druck auf den BMW vor mir zu machen. Dann ist mir leider dieser Fehler passiert. Das ist schade, aber das ist Racing. Nächstes Jahr werde ich wieder angreifen.“

Ergebnis Rennen
1. Augusto Farfus (BR), BMW M6 GT3, 18 Runden
2. Maro Engel (D), Mercedes AMG GT3, 18 Runden
3. Edoardo Mortara (CH), Mercedes AMG GT3, 18 Runden
4. Earl Bamber (NZL), Porsche 911 GT3 R, 18 Runden
5. Robin Frijns (NL), Audi R8 LMS, 18 Runden
6. Christopher Haase (D), Audi R8 LMS, 18 Runden
7. Mathieu Jaminet (F), Porsche 911 GT3 R, 18 Runden
8. Dries Vanthoor (B), Audi R8 LMS, 18 Runden
9. Raffaele Marciello (I), Mercedes AMG GT3, 18 Runden
10. Alexandre Imperatori (HKG), NISMO GT-R GT3, 18 Runden
11. Adderly Fong (HKG), Audi R8 LMS, 18 Runden
12. Oliver Jarvis (GB), NISMO GT-R GT3, 18 Runden
13. Tsugio Matsuda (J), NISMO GT-R GT3, 18 Runden
14. Darryl O’Young (HKG), Porsche 911 GT3 R, 18 Runden