Mittwoch, 21. Februar 2018
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12h Bathurst
04.02.2018

Top-Ten-Platzierung für BMW

Die BMW M6 GT3 Teams haben im 12-Stunden-Rennen auf dem legendären „Mount Panorama Circuit“ in Bathurst (AUS) eine starke Performance gezeigt, blieben dafür jedoch unbelohnt.

Am Ende erreichte das BMW Team SRM, mit den BMW DTM-Fahrern Timo Glock (GER) und Philipp Eng (AUT) sowie Teamchef Steve Richards (NZL) am Steuer des #100 BMW M6 GT3, das Ziel auf dem neunten Rang. Der #43 BMW M6 GT3 des BMW Team Schnitzer, pilotiert von den BMW DTM-Fahrern Marco Wittmann (GER) und Augusto Farfus (BRA) sowie Chaz Mostert (AUS), schied im Kampf um das Podium nach einer Kollision aus. Das Rennen wurde aufgrund eines schweren Unfalls zwölf Minuten vor der geplanten Zielankunft abgebrochen.
 
Der 12-Stunden-Klassiker begann fulminant: Mostert startete mit dem #43 BMW M6 GT3 von der Poleposition und führte das Rennen zunächst mit wachsendem Vorsprung an. Zahlreiche Safety-Car-Phasen sorgten dann jedoch dafür, dass er und seine Teamkollegen die für den BMW M6 GT3 guten Bedingungen am Morgen nicht mehr nutzen konnten. Im weiteren Rennverlauf büßte das Trio Positionen ein, arbeitete sich in der Schlussphase aber wieder nach vorn und nahm das Podium erneut ins Visier. Nach neuneinhalb Stunden kam jedoch das Aus für Mostert, Wittmann und Farfus. Auf Rang vier liegend war Mostert im engen Kampf mit mehreren anderen Fahrzeugen in eine Kollision involviert. Er konnte zwar zu Box zurückkehren, doch das Auto war zu schwer beschädigt, um das Rennen fortzusetzen.  
 
Das Trio im Fahrzeug des BMW Team SRM zeigte im Rennen eine beeindruckende Aufholjagd. Der #100 BMW M6 GT3 musste nach einer Disqualifikation am Samstag vom 49. und damit letzten Platz starten. Glock, Richards und Eng arbeiteten sich jedoch schnell bis in die Spitzengruppe nach vorn. In der Schlussphase kostete ein Bremsproblem Zeit, und das Trio belegte am Ende den neunten Rang.
 
Der neue BMW M4 GT4 holte bei seiner Australien-Premiere auf Anhieb den Sieg in der GT4-Klasse. Das Team von Boat Works Racing gewann in dieser Klasse von der Poleposition aus. Der #30 BMW M4 GT4 wurde von Tony Longhurst, Matt Brabham und Aaron Seton (alle AUS) pilotiert. Der #13 BMW M4 GT4 vom Team RHC Lawrence/Strom und den Piloten Daren Jorgensen, Cameron Lawrence, Brett Strom (alle USA) sowie Kuno Wittmer (CAN) belegte Rang vier. Dahinter folgte auf Position fünf der #44 BMW M4 GT4 des BMW Team SRM, in dem sich die drei Australier Dean Grant, Xavier West und Cameron Hill abwechselten.
 
Stimmen zum 12-Stunden-Rennen in Bathurst:
Timo Glock (BMW Team SRM, #100 BMW M6 GT3):
„Es war erneut ein absolutes Highlight und ein verrücktes Rennen mit sehr vielen Safety-Car-Phasen. Für mich war es ein Traum, dass ich wie bereits im vergangenen Jahr den Start fahren durfte. Das ist hier etwas ganz Spezielles, und für uns war es eine große Herausforderung, das Auto von ganz hinten unbeschadet durch den Verkehr zu bringen. Das ist mir gut gelungen, und wir waren nach dem ersten Stint schon in den Top-10. Steve, Philipp und das ganze Team haben einen fehlerfreien Job gemacht. Die Strategie war hervorragend, und wir haben das Auto ohne Kratzer ins Ziel gebracht. Leider hatten wir am Schluss Probleme mit der Bremse und sind noch zurückgefallen. Insgesamt hat Bathurst wieder sehr viel Spaß gemacht.“
 
Philipp Eng (BMW Team SRM, #100 BMW M6 GT3):
„Es war eine einzigartige Erfahrung. Die Strecke ist der absolute Hammer, und man spürt das Adrenalin in jeder einzelnen Runde. Ich habe es sehr genossen. Das Rennen hat mit einem unglaublichen ersten Stint von Timo begonnen. Steve und ich kamen dann noch weiter vor, und zwischenzeitlich lagen wir sogar kurz in Führung – vom 49. Startplatz aus. Leider haben uns in der Schlussphase Probleme noch ausgebremst. Doch insgesamt war der BMW M6 GT3 von der Balance und der Fahrbarkeit her sehr gut. Ich habe an diesem Wochenende viel gelernt, und es hat riesigen Spaß gemacht. Ich komme auf alle Fälle gerne wieder nach Australien und auch gerne wieder nach Bathurst.“
 
Steve Richards (BMW Team SRM, #100 BMW M6 GT3):
„Ich bin wirklich sehr stolz auf unser Team. Die Strategie heute war perfekt, und wenn nicht dieses unerwartete Problem mit den Bremsen aufgetreten wäre, hätten wir es vielleicht sogar auf das Podium geschafft. Doch es ist klasse, dass wir das Auto ohne einen Kratzer nach Hause gebracht haben. Ich bin mit dem Resultat sehr zufrieden, und alle haben hervorragend zusammengearbeitet.“
 
Marco Wittmann (BMW Team Schnitzer, #43 BMW M6 GT3):
„Wir hatten ein großartiges Auto, vor allem im Qualifying und in den ersten beiden Stints am Morgen. Chaz hat einen mega Job gemacht, ist davon gezogen, und wir haben mit dem BMW M6 GT3 eine starke Performance gezeigt. Aber als die Sonne herauskam und die Temperaturen stiegen, hat es uns etwas an Top-Speed gefehlt. Da war es schwierig für uns, zu überholen. Zudem hat uns eine Durchfahrtstrafe zurückgeworfen. Doch wir haben uns wieder nach vorne gekämpft und lagen auf einer aussichtsreichen Position. Chaz hat es versucht – manchmal klappt es, und manchmal eben nicht. Aber er hat es wenigstens versucht. Es ist natürlich schade, denn wir hatten das Podium immer noch im Visier – oder vielleicht sogar den Sieg. Es waren noch über zwei Stunden zu fahren. Doch das ist Racing, und so etwas kann passieren.“
 
Augusto Farfus (BMW Team Schnitzer, #43 BMW M6 GT3):
„Chaz ist einen fantastischen ersten Stint gefahren, aber wir konnten uns in der Anfangsphase des Rennens nicht absetzen. So haben wir durch den Rennverlauf an Boden verloren, auch wegen der Durchfahrtstrafe. Deshalb mussten wir etwas riskieren und angreifen, um uns wieder nach vorne zu arbeiten. Es ist schade, denn wir hatten ein schnelles und konkurrenzfähiges Paket, aber gehen mit leeren Händen nach Hause. Doch das gehört dazu. Insgesamt war es ein Vergnügen und eine Ehre für mich, hier dabei zu sein, hier in Australien von Chaz zu lernen, wieder mit dem BMW Team Schnitzer und mit Marco zu arbeiten. Und ich bin sicher, dass bessere Tage kommen werden.“
 
Chaz Mostert (BMW Team Schnitzer, #43 BMW M6 GT3):
„Ich bin sehr enttäuscht darüber, dass ich auf einer so guten Position liegend den Unfall hatte. Das ist schwer zu schlucken. Wir hatten das ganze Wochenende über ein schnelles Auto. Aber im Rennen fielen wir etwas zurück, und ich habe versucht, wieder Boden gutzumachen. Ich dachte, wenn ich an den Autos vor mir vorbeikomme, hätte ich freie Fahrt. Aber es hat nicht funktioniert. Ich habe etwas riskiert, versucht, von Überrundungen zu profitieren, und am Ende war da einfach nicht genug Platz für drei Autos. Es tut mir leid für das BMW Team Schnitzer, für BMW Motorsport und für meine tollen Teamkollegen Augusto und Marco. Es war ein großartiges Wochenende, und wir haben gezeigt, wie gut der BMW M6 GT3 hier in Bathurst ist. Wir hätten ein starkes Ergebnis verdient, aber es war einfach nicht unser Tag.“