Freitag, 24. November 2017
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Rallye DM
24.10.2017

Sieg für Sebastian von Gartzen bei der 3-Städte-Rallye

Das Finale der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) 2017 war der erwartet spektakuläre Showdown einer sehr spannenden Saison. Kreim/Christian wurden Meister, und von Gartzen/Loth siegten in der 2WD Wertung. Ein Rekordstarterfeld von 136 Teams war bei der ADAC 3-Städte-Rallye (20./21. Oktober 2017) rund um Karpfham, Ost Bayern, vor Ort. Zehn anspruchsvolle Wertungsprüfungen (WP) über insgesamt 128,8 Kilometer – die teilweise grenzüberschreitend durch Österreich führten – verlangten den Teams einiges ab. Bedingt durch zwischenzeitlichem Regen gab es sehr rutschige und schlammige Wertungsprüfungen, die entsprechend viele Ausfälle zur Konsequenz hatten.

Sebastian von Gartzen und Peter Loth hatten sich zwei Ziele gesetzt: Erstens  wollten sie das Fahrzeug auf der Strecke halten, konstant und schnell fahren und sich den Vizetitel sichern; zweitens wollten sie – falls sich die Chance ergäbe Mohe zu schlagen – nochmals einen Sieg einfahren. 

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Dass am Ende beide Ziele erreicht wurden, ist vor allem dem Teamwork zwischen Fahrer und Beifahrer zu verdanken. Trotz früh einsetzender Bremsprobleme, konnten von Gartzen/Loth die ärgsten Konkurrenten Mohe/Hirsch von Beginn an unter Druck setzen. In der WP4 unterlief Mohe ein Fahrfehler und er riss sich ein Rad an seinem Renault ab. Von da an ließen es von Gartzen/Loth relativ ruhig angehen. Sie übernahmen die Führung, konzentrierten sich, trotz der Bremsprobleme keine Fehler zu machen, und attackiert von nun an nicht mehr so aggressiv.

Sebastian von Gartzen sagte: „Ich hätte Carsten lieber auf der Strecke im direkten Zweikampf geschlagen, von daher tut es mir leid, aber so etwas kann in diesem Geschäft leider immer passieren.“

Mit insgesamt zwei Bestzeiten und einem deutlichen Abstand auf die Zweitplatzierten Keil/Fritzensmeier siegte das Duo von Gartzen/Loth zum zweiten Mal in der Saison. Damit war der Vizetitel in der Deutschen Rallye Meisterschaft 2 WD Wertung geschafft.

„Sebastian und Peter haben eine fantastischen Job gemacht, mit einem Minimum an Reifen und Material, mit null Unfällen und keinen sonstigen kostspieligen Schäden haben sie mit relativ wenig Budget das absolut Maximum herausgeholt. Ein Dankeschön auch an das Team race:pro Motorsport, das uns die ganze Saison ein top vorbereitetes Rallye-Auto hinstellte“, so Jürgen von Gartzen.