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Formel Renault 1.6
20.10.2014

Laurents Hörr feiert gelungenen Einstand

Im holländischen Zandvoort fand am vergangenen Wochenende vom 17. bis 19. Oktober das letzte Saison-Rennen des Formel Renault 1.6 Northern European Cup (NEC) statt. Am Start war unter anderem der Schwabe Laurents Hörr, der durch finanzielle Engpässe nur einen Testtag bestreiten konnte und dennoch konnte sich Hörr in den Top-Fünf positionieren.

Sehr viel anspruchsvoller und schwieriger hätte das Rennen und die Vorbereitung für das erste Rennen für Laurents Hörr kaum laufen können. Aus finanziellen Gründen konnte der gebürtige Stuttgarter nicht vorher an einem Rennen teilnehmen oder testen. Mit nur einem halben Testtag Vorbereitung in Zolder fuhr Hörr mit seinem Team Dutt Motorsport zum Saisonfinale nach Zandvoort.

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„Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Auto konnte ich mich schnell an den Formel Renault gewöhnen und mich Stück für Stück an die Spitze annähern“, äußert sich der 17-jährige Gymnasiast nach den freien Trainings. Mit Startplatz 13 für das erste und Startplatz zwölf für das zweite Rennen war man für das erste Mal in diesem Auto schon sehr zufrieden, „doch da hätte mehr gehen müssen. Ich habe in meiner schnellsten Runde leider einen Fehler gemacht und musste diese dadurch abbrechen.“ Mit drei Rennen am Wochenende waren trotzdem noch alle Möglichkeiten da. Auf dem 4,3 Kilometer langen Kurs konnte sich Laurents Hörr am Start sofort gut behaupten und konnte sich auf Platz zwölf verbessern.

Im zweiten Rennen startete der Stuttgarter dann schon vom zwölften Platz und legte wieder einen guten Start hin und konnte direkt zwei Kontrahenten in der ersten Kurve überholen, somit war er schon auf dem zehnten Rang. Im Laufe des Rennens konnte er dann nochmal einen weiteren Gegner überholen und konnte bei traumhaftem Wetter das zweite Rennen auf dem neunten Rang beenden. „Trotz meinem Trainingsdefizit kann ich mich im Mittelfeld schon gut behaupten, ich hoffe es bleibt trocken, da wir aus finanziellen Gründen keine Regenreifen zur Verfügung haben“, berichtet Laurents Hörr nach dem zweiten Rennen.

Gegen die Erwartungen und Hoffnungen von Laurents Hörr und seinem Team begann es vor dem dritten Lauf des Wochenende an zu Regnen. „Glücklicherweise konnten wir uns von einem anderen Team einen Satz Felgen leihen. Kumho hatte noch einen Satz kaputte Regenreifen parat, womit man für das letzte Rennen ‚gerüstet‘ war.“ Aufgrund der Witterungen startete man hinter dem Safety-Car, was dem ehemaligen Kartfahrer gerade recht kam. Am Start konnte sich Laurens Hörr mit einem riskanten Manöver direkt an zwei weiteren Gegnern vorbei schieben und er konnte die Lücke auf die vorausfahrenden Fahrzeuge Runde für Runde schließen und kurz vor Schluss nochmals zwei weitere Fahrer überholen, womit er auf Platz fünf war.

Auf den letzten Metern des Rennen passierte nichts mehr und Laurents Hörr konnte einen grandiosen fünften Platz nach Hause fahren. „Ich kann es kaum glauben! Erst vor zwei Tagen bin ich zum ersten mal ein Rennauto gefahren und jetzt bin ich hier in Zandvoort bei der Europameisterschaft auf Platz fünf, das zeigt hoffentlich, was in mir steckt“, sagte Laurents Hörr nach dem letzten Rennen. „Ich möchte mich herzlichst bei meinem Team Dutt Motorsport und bei meinen Unterstützern und Sponsoren bedanken, ohne die all das nicht möglich gewesen wäre.“ Nächstes Jahr möchte Laurents Hörr noch weiter vorne stehen und um den Titelgewinn fahren.