Mittwoch, 21. April 2021
Motorsport XLDas Motorsport MagazinVorschau Abonnement
Automobilsport
31.03.2021

A.V.P. Motorsport: zwei Siege zum Saisonstart

Gleich in zwei Rennserien trat das Team von A.V.P. Motorsport beim Auftakt in die diesjährige Motorsportsaison an. Bei der Premiere der neuen DMV Classic Masters siegte A.V.P.-Pilot Nick Hancke gleich in beiden Rennen. Einen weiteren Klassensieg holte sich Hancke in der DMV BMW Challenge.

Mit seinem ersten Gesamtsieg seiner Karriere war Nick Hancke im vergangenen Jahr in die Winterpause gegangen. Im strömenden Regen gewann der schnelle BMW-Pilot das Rennen auf dem Sachsenring. Rund sechs Monate später schaffte Hancke seinen nächsten Gesamterfolg. Und das gleich doppelt. Erstmals trat das Team von A.V.P. Motorsport in der neu geschaffenen DMV Classic Masters an. Die Serie richtet sich in erster Linie an ältere Rennfahrzeuge. Hancke trat mit dem über den Winter überarbeiteten BMW M3 E36 an. Von der Pole aus dominierte Hancke das erste Rennen. Nicht einmal ein plötzlich einsetzender Regenschauer irritierte den auf Slicks fahrenden Erstplatzierten. War das erste Rennen durch das eingesetzte Safety-Car etwas enger, zeigte Hancke vor allem im zweiten Durchgang seine Dominanz. Gleich zu Beginn zog Hancke dem restlichen Feld auf und davon. Im Ziel betrug der Vorsprung über 53 Sekunden auf Rang zwei. „Der Start beim ersten Rennen hat sehr gut geklappt. Es war das erste Mal, dass ich von ganz vorne startete. Ich war schon mit Abstand enteilt, dann kam der Regen. Das Auto lässt sich mit Slicks auf Regen trotzdem noch sehr gut kontrollieren“, berichtete Hancke über das erste Rennen. Zu Rennen zwei meinte der Doppelsieger: „Ich kam als Erster in die erste Kurve, konnte danach gleich Meter gut machen und mich früh absetzen. Danach war nur noch Material schonen angesagt. Das Auto lief einfach super, so wie man es von A.V.P. kennt.“

Anzeige
Mit seinem letztjährigen Siegerfahrzeug trat Hancke noch in der DMV BMW Challenge an. Im ersten Rennen sicherte sich Hancke souverän den Klassensieg in der GTR3. Im zweiten Durchgang führte der E90 die Klasse erneut an, als sich ein Blech löste, wodurch Hancke chancenlos aufgeben musste. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Auto. Für die Hoosier-Reifen ist das Auto etwas zu schwer. Deshalb bin ich gegen Rennende vorsichtiger gefahren, da ich genügend Abstand hatte. Den Start hatte ich ein bisschen verpennt. Aber das konnte ich wieder ausbessern. Durch die weniger Leistung beim E 90 hat man in Hockenheim aber etwas Probleme mit den langen Geraden. Da muss man in den Kurven so viel mitnehmen, wie es nur geht“, erklärte Hancke. Kurz vor der Veranstaltung rutschte der E90 in eine höhere Klasse. Auf dem Prüfstand hatte das Team festgestellt, dass der Motor minimal über der Leistungsgrenze liegt.

Teamkollege Stefan Hupfer fuhr in der sehr stark besetzten GTR3 zweimal den siebten Platz ein. Beständig verbesserte sich Hupfer über das gesamte Wochenende. „Das Auto läuft gut. Wir haben jetzt andere Reifen probiert. Die gehen gut. Ein kleines Problem in der Schaltung haben wir noch, aber das werden wir auch noch in den Griff bekommen. Wir fahren jetzt vier bis fünf Sekunden schneller als beim Testen. Jetzt will ich mich in der Klasse noch weiter vorkämpfen und mich kontinuierlich verbessern“, beurteilte Hupfer sein Wochenende.

Nicht rund lief es bei Sepp Römer, der seinen M3 E36 im Zeittraining auf einem starken sechsten Startplatz gestellt hatte. In der Anfangsphase fuhr Römer sogar bis auf die vierte Position nach vorne, ehe er den M3 nach nur sechs Runden abstellen musste. „Das Rennglück hat sich wohl gedreht. Wahrscheinlich ist am Getriebe ein technischer Defekt. Aber so hat es richtig Spaß gemacht. Das Auto ist echt super abgestimmt. Da kann man richtig mit den Großen mitspielen, was uns in den ersten drei Runden auch gelungen ist“, so Römer.

„Es lief insgesamt ganz gut. Im Classic Masters fuhren wir mit alten Reifen den ersten Startplatz heraus. Danach gab es zwei überzeugende Start- und Zielsiege durch Nick Hancke. Bei Sepp Römer ist das Auto schön und rund gelaufen. Beim Getriebe muss man jetzt prüfen, ob die Leistung zu arg ist, was ich aber nicht glaube. Ich tippe, dass das Problem eher an der Schaltübertragung liegt. Mit Nicks Auto sind wir auch sehr gut dabei. Wir mussten leider kurz vor Schluss in die GTR 3 wechseln. Wir waren nochmals auf dem Prüfstand und haben festgestellt, dass wir ganz knapp an der Leistungsgrenze sind. Deshalb sind wir mit dem kleineren Motor in die nächsthöhere Klasse. Es war das erste Trockenrennen mit Hoosier Reifen, das Setup ist noch auf Dunlop. Aber wir kommen ran. Für Oschersleben werden wir mit dem stärkeren Motor fahren“, kündigte Teamchef Hannes Karl an.

In Oschersleben werden die Mannen um Hannes Karl wieder im DMV Classic Masters wie auch in der DMV BMW Challenge antreten. Der Termin für das Rennwochenende ist vom 7. bis 9. Mai 2021.