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Datum: 19.10.2016 · Audi TT Cup
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Marschall: Der Vize-Meister im Interview

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Dennis Marschall - Foto: Alexander Trienitz
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Dennis Marschall - Foto: Alexander Trienitz
Grandioser Schlusspunkt einer starken Saison beim Finale auf dem Hockenheimring: Dennis Marschall gewann den letzten Lauf der Audi Sport TT Cup-Saison 2016 in seinem ‚Wohnzimmer‘ mit einem souveränen Start/Ziel-Sieg. Mit seinem fünften Saisonerfolg beendet der Eggenstein-Leopoldshafener sein zweites Jahr im Audi Markenpokal mit den meisten Siegen aller Piloten. Genauso gehen die meisten Pole-Positions (8) und schnellsten Rennrunden (4) auf Marschalls Konto.

Die Meisterschaft beendet er auf dem zweiten Gesamtrang mit nur 13 Punkten Rückstand auf Meister Joonas Lappalainen. Damit verbessert Marschall seine Vorjahresausbeute um eine Position und 82,5 Punkte. 

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Dennis, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn der Vize-Meisterschaft. Überwiegt die Freude über den Erfolg, oder etwas Trauer über den knapp verpassten Titelgewinn?

Dennis Marschall: „Das ist eine schwierige Frage. Am Ende überwiegt die Freude. Aber es sind auf jeden Fall etwas gemischte Gefühle. Einerseits ist es natürlich großartig, dass ich mich gegenüber meiner Rookie-Saison verbessern konnte, andererseits willst du als Rennfahrer natürlich vor allem eines: Gewinnen! Dazu hat es letztendlich leider nicht ganz gereicht. Die Saison mit einem Sieg bei meinem Heimrennen abzuschließen und den Vize-Titel zu holen, ist aber ein sehr versöhnlicher Abschluss einer insgesamt guten Saison.“

Du hast das Sonntagsrennen sehr souverän von der Pole-Position gewonnen. Im Falle eines schlechteren Ergebnisses deines Titelrivalen hättest du sogar die Meisterschaft gewinnen können... 

Dennis Marschall: „Ja, ein wenig hatte ich das schon im Hinterkopf. Aber ich habe mit dem Sieg mein Bestmögliches gegeben – mehr konnte ich nicht tun. Man hofft immer ein wenig, dass bis zum Rennende etwas Unerwartetes passiert. Aber ich ziehe ein positives Fazit. Ich bin Zweiter in der Meisterschaft geworden und das ist gut. Besser als im vergangenen Jahr. Und ich habe zum Abschluss bei meinem Heimrennen gewonnen. Wir hatten die gesamte Saison über einen sehr guten Speed und konnten immer um den Sieg kämpfen. Nur in ein, zwei Rennen hatten wir leider ein paar Probleme – das hat am Ende den kleinen, aber feinen Unterschied gemacht.“

Im ersten Rennen am Samstag bist du nach einer aufregenden Startphase dank starker Aufholjagd Fünfter geworden. Was war da alles los?

Dennis Marschall: „Im ersten Rennen am Samstag bist Du nach einer aufregenden Startphase dank starker Aufholjagd Fünfter geworden. Was war da alles los? Mein Start von Platz vier war insgesamt gut. Ich war sogar schon auf Platz drei, bin dann aber wieder auf die vierte Position zurückgefallen. Der Speed war echt gut, ich war richtig schnell. Aber dann habe ich in der Spitzkehre einmal zu spät gebremst, musste anderen Autos ausweichen und verlor ein paar Positionen. Immerhin konnte ich mich auf den fünften Platz zurückkämpfen. Ich habe das Beste daraus gemacht, aber ein bisschen schade war es schon. Denn es war eine kleine Vorentscheidung im Titelrennen.“

Wie geht es nach dem Gewinn der Vize-Meisterschaft im Audi Sport TT Cup weiter für dich?

Dennis Marschall: „Es gibt für mich zwei Optionen: Entweder in Richtung GT3-Sportwagen oder Tourenwagen. Ich fühle mich jetzt absolut bereit dazu, in noch schnellere Rennautos aufzusteigen. Ich hoffe, dass ich durch meine bisherigen Erfolge auf mich aufmerksam machen konnte. Die Vize-Meisterschaft gibt mir auf jeden Fall gutes Selbstvertrauen. Ich arbeite auf den nächsten Schritt zu einer Karriere als Profi-Rennfahrer hin.“

War der Audi Sport TT Cup eine gute Schule für dich?

Dennis Marschall: „Absolut! Wenn ich nur vergleiche, wie ich mich 2015 bei meinem allerersten Rennen gefühlt habe und wie es jetzt ist – das kann man kaum vergleichen. Ich fühle mich echt wohl im Tourenwagen und habe das Gefühl, dass ich das Auto immer voll am Limit bewegen kann. Der Audi Sport TT Cup war für mich also eine richtig gute Schule. Auch, was Dinge wie das Fitnesstraining abseits der Strecke angeht, wie man Interviews gibt und alles, was sonst noch dazu gehört. Dafür möchte ich mich sehr bei Audi bedanken.“


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