Spannender Auftakt in die Saison der IAME Euro Series
Nach einem vom Winde verwehten Jahresbeginn der europäischen IAME-Markenpokal-Saison beim IAME-Wintercup, der wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste, war nur wenige Wochen später nichts mehr von Orkanböen und Starkregen zu spüren. Stattdessen begleitete an diesem Wochenende frühlingshaftes Wetter den Auftakt zur IAME Euro Series im spanischen Zuera. Aufregende Finalrennen auf der schnellsten Strecke des Kalenders schlossen ein gelungenes Wochenende ab, an dem auch deutsche Piloten gute Leistungen zeigten.
X30 Mini: Teamarbeit führte zum Erfolg
Auch im Jahr 2026 setzt sich die britische Dominanz bei den jüngsten Teilnehmern der IAME Euro Series fort. Mit der Pole-Position aus dem 30-Fahrer starken Feld setzte der Engländer Alfie Davidson (Fusion Motorsport) die erste Duftmarke. In den Heats war es dann aber sein Landsmann Chester Forkes (DK Academy), der das Zepter übernahm. Das Finale war ebenfalls von Fahrern der DK Academy geprägt. Forkes und sein Teamkollege Ilyas Sami setzte sich durch Team-Taktiken von der Konkurrenz ab. Mit einem Vorsprung von knapp neun Sekunden waren die beiden Briten an der Spitze völlig unangetastet und konnten den Sieg unter sich ausfahren. Das erwartete enge Foto-Finish entschied dann Sami für sich und jubelte über seinen ersten Erfolg in der Europameisterschaft des Markenpokals. Der dritte Rang ging an den Spanier Leo Garcia Devahive (DRM Racing Team), der in einem engen Kampf um das Podest zehn Plätze gut machte, um den letzten Pokal zu erringen. Eine deutsche Beteiligung blieb leider aus.
X30 Junioren: Lokalmatador gewinnt knapp vor schnellster Dame
Beinahe gab es bei den X30 Junioren eine Sensation: Sukhmani Khera (Fusion Motorsport) aus Großbritannien schrammte als Zweitplatzierte denkbar knapp am ersten Sieg einer Dame in der Juniorenklasse der IAME Euro Series vorbei. Das sollte aber nicht über die Leistung des Spaniers Ivan Gonzalez (Monlau Competition) hinwegtäuschen. Der Lokalmatador, der bereits den verkürzten IAME-Wintercup gewinnen konnte, legte die Messlatte am gesamten Wochenende sehr hoch. Zwar war es zunächst der Brite George House (XCEL Motorsport), der auf die Pole-Position im Zeittraining fuhr, später war Gonzalez dann aber nicht mehr zu stoppen. Bereits in den Heats legte er die Basis, um dann auch im Finale vom Erlöschen der Startlichter das Feld bis ins Ziel zu führen. Aus deutscher Sicht war das Finale durch eine beeindruckende Aufholjagd von Mico Schweers (MDC Racing), der bis auf Rang 18 fuhr und eine ebenfalls gute Leistung seines Teamkollegen Bruno Greiling geprägt, Letzterer fiel aber aufgrund zweier Strafen aus den Punkterängen und wurde nicht belohnt.
X30 Senioren: Lange Durststrecke beendet
Als einer der weltbesten X30-Piloten konnte Danny Carenini (Zanchi Motorsport) aus Italien schon die Meisterschaft der IAME Euro Series und zahlreiche andere Rennen gewinnen. Der letzte Rennsieg des Routiniers lag aber bereits Jahre zurück. Das sollte sich in Zuera ändern. Als großer Favorit ging Dan Allemann (Spirit Karting) in das Finale. Der Schweizer stellte sich zuvor auf die Pole-Position und verteidigte diese auch über die Heats. Erst in den Superheats wendete sich das Blatt zugunsten des Spaniers Javier Broasca (MDC Racing). So standen sich die zwei schnellsten Fahrer bis zu diesem Zeitpunkt in der ersten Startreihe gegenüber. Ausnutzen konnten sie diese Position aber nicht. Broasca wurde in viele Kämpfe verwickelt, die schlussendlich auch zu einer Strafe führten, Allemann erwischte keinen guten Start und kämpfte sich fortan wieder in die Podestränge, die er erst kurz vor Ende des Rennens erreichte und Dritter wurde. Ruben Moya (PB Kart) fehlte trotz Heimvorteils die ultimative Pace, um sich an der Spitze zu halten und wurde Zweiter, ganz anders hingegen Carenini, der zu Rennmitte den ersten Platz übernahm und sogar den Windschatten brechen konnte. Ein komfortabler Sieg setzt die Basis für eine weitere erfolgreiche Saison, in der auch mit Aaron Garcia (MDC Racing) zu rechnen sein wird, der in Zuera nur Fünfter wurde und hinter seinen Erwartungen zurückblieb. Unter den 66 Startern war in diesem Rennen kein Deutscher.
Ausblick: Runde zwei in Italien
Genau einen Monat müssen Teams und Fahrern warten, bis die Motoren wieder angelassen werden. Das zweite von vier Rennen wird in Italien ausgetragen. Eine der schönsten Kartstrecken in Europa empfängt die Fahrerinnen und Fahrer in Franciacorta am Wochenende des 15. bis 18. April. Darauf folgt dann schon der Lauf in Deutschland. Mitte Juni wird die IAME Euro Series im bayerischen Wackersdorf Station machen.