Entgegen der zunächst wechselhaften Wetterprognosen präsentierten sich die Bedingungen während der gesamten Veranstaltung von ihrer besten Seite. Während der Samstag von einem Mix aus Wolken und sonnigen Abschnitten geprägt war, sorgten am Sonntag strahlender Sonnenschein und angenehme Temperaturen für ideale Rahmenbedingungen. Dank der durchgehend trockenen Strecke konnten alle Trainings- und Rennläufe planmäßig durchgeführt werden.
Die Organisation und Durchführung der Veranstaltung lag in den Händen des MSC Brücken, der den zweiten Lauf des Westdeutschen ADAC Kart Cup in enger Zusammenarbeit mit dem ADAC Pfalz ausrichtete.
Mini: Bastian Kleiner setzt Siegesserie fort
In der Klasse Mini führte beim zweiten Saisonlauf auf dem Odenwaldring erneut kein Weg an Bastian Kleiner vorbei. Das Zeittraining sorgte jedoch zunächst für Gesprächsstoff: Vincent Bert hatte mit einer Runde von 54,578 Sekunden eigentlich die Bestzeit erzielt, wurde jedoch aufgrund eines technischen Verstoßes aus der Wertung genommen. Dadurch rückte Kleiner mit einer Zeit von 54,624 Sekunden auf die Pole-Position vor Tolga Hristov und Ben Ehle auf.Im ersten Rennen ließ Kleiner anschließend keine Zweifel an seiner Favoritenrolle aufkommen. Mit einem Vorsprung von über sieben Sekunden sicherte er sich souverän den Laufsieg vor Vincent Bert und Max Jr. Hoch. Mehrere Zeitstrafen sorgten dabei für Verschiebungen im Klassement hinter dem Führenden.
Auch im zweiten Rennen präsentierte sich der Pilot von Ebert Motorsport in bester Form und feierte seinen zweiten Tagessieg mit einem weiteren souveränen Erfolg. Hinter Kleiner komplettierten Max Jr. Hoch und Ben Ehle die Top Drei. Vincent Bert, der im ersten Lauf noch als Zweiter ins Ziel gekommen war, wurde nach Rennende disqualifiziert und blieb dadurch ohne weitere Punkteausbeute.
Mit der maximalen Ausbeute von 50 Punkten sicherte sich Bastian Kleiner damit erneut den Tagessieg. Auf den weiteren Podestplätzen folgten Max Jr. Hoch und Ben Ehle, während Tolga Hristov als Vierter nur knapp am Gesamtpodium vorbeifuhr.
Tageswertung Mini:
1. Bastian Kleiner | 50 Punkte2. Max Jr. Hoch | 36 Punkte
3. Ben Ehle | 29 Punkte
4. Tolga Hristov | 24 Punkte
5. Vincent Bert | 20 Punkte
Rotax Mini: Livia Ploch gewinnt vor Mats Stein
In der Klasse Rotax Mini zeichnete sich bereits im Zeittraining ein enger Kampf um die Spitzenpositionen ab. Lenni Haselwander sicherte sich mit einer Bestzeit von 53,471 Sekunden die Pole-Position denkbar knapp vor Florian Wocker, der lediglich eine Hundertstelsekunde langsamer war. Auch Jenna Hansen und Louis Grunert lagen nur wenige Zehntelsekunden zurück, sodass die ersten sechs Fahrer innerhalb von weniger als einer Sekunde klassifiziert wurden.In den Rennen übernahm jedoch Kilian Kommer das Kommando. Nach Rang sechs im Qualifying arbeitete sich der Pilot von RMW Motorsport bereits im ersten Wertungslauf an die Spitze vor und gewann knapp vor Haselwander und Wocker. Auch im zweiten Rennen ließ Kommer nichts anbrennen und feierte seinen zweiten Laufsieg des Tages, während Wocker und Haselwander die weiteren Podiumsplätze belegten.
Mit der maximalen Punkteausbeute von 50 Zählern sicherte sich Kommer damit souverän den Tagessieg. Dahinter trennten Lenni Haselwander und Florian Wocker lediglich die besseren Einzelergebnisse, wodurch Haselwander Rang zwei vor Wocker belegte.Tageswertung Rotax Mini:
1. Kilian Kommer | 50 Punkte
2. Lenni Haselwander | 36 Punkte
3. Florian Wocker | 36 Punkte
4. Louis Grunert | 26 Punkte
5. Jenna Hansen | 21 Punkte
X30 Junior: Nieradzik setzt sich in spannendem Schlagabtausch durch
In der Klasse X30 Junioren lagen die Spitzenzeiten bereits im Qualifying eng beieinander. Louis Nieradzik sicherte sich mit einer Bestzeit von 49,386 Sekunden knapp die Pole-Position vor Lukas Krawiecki und Julius Masser. Die ersten vier Fahrer trennten weniger als anderthalb Zehntelsekunden, was spannende Rennen erwarten ließ.Noch vor dem Start des ersten Rennens kam es jedoch zu einem unglücklichen Zwischenfall: In der Einführungsrunde wurde Angus Bird in eine Kollision verwickelt. Die Beschädigungen an seinem Kart waren so erheblich, dass er das erste Rennen nicht aufnehmen konnte und aufgrund der notwendigen Reparaturen auch für den zweiten Wertungslauf ausfiel. Damit war sein Rennwochenende bereits vor dem eigentlichen Start beendet.
An der Spitze entwickelte sich anschließend ein hochklassiger Wettbewerb. Im ersten Rennen setzte sich Nieradzik mit lediglich 0,303 Sekunden Vorsprung gegen Julius Masser durch, während Andrew Frank Rang drei belegte. Im zweiten Wertungslauf schlug Frank zurück und gewann vor Masser und Nieradzik, wodurch die Tageswertung bis zum Schluss offen blieb. Mit jeweils 41 Punkten lagen Nieradzik und Frank am Ende punktgleich an der Spitze. Dank seines besseren Ergebnis im Zeittraining sicherte sich Nieradzik jedoch den Tagessieg vor Frank, während Masser nach zwei konstant starken Rennen Rang drei belegte.Tageswertung X30 Junior:
1. Louis Nieradzik | 41 Punkte
2. Andrew Frank | 41 Punkte
3. Julius Masser | 40 Punkte
4. Max Ongsiek | 24 Punkte
5. Lukas Krawiecki | 20 Punkte
Rotax Junior: Liam Petriglieri triumphiert nach konstant starkem Wochenende
In der Klasse Rotax Junioren präsentierte sich das Feld bereits im Zeittraining äußerst ausgeglichen. Oliver Boor sicherte sich mit einer Bestzeit von 50,917 Sekunden die Pole-Position vor Finn Dombrofski und Oskar Kutsch. Die ersten acht Fahrer lagen innerhalb von lediglich 0,55 Sekunden.Im ersten Wertungslauf setzte sich Liam Petriglieri in einem engen Rennen durch und feierte seinen ersten Laufsieg vor Dombrofski und Polesetter Boor. Hinter den Podestplätzen sorgten mehrere Zeitstrafen für Veränderungen im Klassement, während Lina Greif mit der schnellsten Rennrunde zusätzlich auf sich aufmerksam machte.
Das zweite Rennen entwickelte sich erneut zu einem packenden Duell an der Spitze. Diesmal behielt Henry Wilholt die Oberhand und gewann mit nur 0,521 Sekunden Vorsprung vor Petriglieri. Oliver Boor komplettierte als Dritter erneut das Podium und unterstrich damit seine starke Konstanz über den gesamten Renntag hinweg.
In der Tageswertung setzte sich schließlich Liam Petriglieri durch. Mit einem Sieg und einem zweiten Platz sammelte er die meisten Punkte und sicherte sich den Tagessieg vor Henry Wilholt und Finn Dombrofski. Dahinter folgte Oliver Boor nur knapp außerhalb der Top Drei auf Rang vier.
Tageswertung Rotax Junior:
1. Liam Petriglieri | 45 Punkte
2. Henry Wilholt | 35 Punkte
3. Finn Dombrofski | 33 Punkte
4. Oliver Boor | 32 Punkte
5. Finn Ade | 23 Punkte
X30 Senioren: Luka Koullen sichert sich Doppelsieg
Mit 17 Teilnehmern stellte die Klasse X30 Senioren erneut eines der stärksten Felder des Wochenendes. Bereits im Zeittraining setzte Luka Koullen ein Ausrufezeichen und sicherte sich mit einer Bestzeit von 48,574 Sekunden die Pole-Position vor Linus Koch und Ole Glahn. Die ersten fünf Fahrer lagen innerhalb von weniger als drei Zehntelsekunden, was spannende Rennen um den Sieg erwarten ließ.Im ersten Wertungslauf ließ Koullen seinen Verfolgern hingegen keine Chance und kontrollierte das Rennen von der Spitze aus. Mit mehr als zwei Sekunden Vorsprung verwies er Ole Glahn und Jannick Krebs auf die weiteren Podiumsplätze. Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um die weiteren Top-Platzierungen, bei dem zahlreiche Fahrer nur durch wenige Zehntelsekunden getrennt waren.
Für zusätzliche Spannung sorgte das zweite Rennen. Nach einem Unfall in Runde acht musste das Rennen mit der roten Flagge unterbrochen werden. Nach der Bergung und Streckenfreigabe erfolgte ein Restart für die verbleibenden acht Runden, wodurch das Feld nochmals neu zusammengeführt wurde. Trotz der Unterbrechung behielt Luka Koullen von RMW Motorsport die Nerven und setzte sich auch im zweiten Lauf souverän durch. Hinter ihm komplettierten Max Bosse und Nikolas Buhl das Podium.
Mit zwei Laufsiegen und der maximalen Punkteausbeute von 50 Zählern feierte Koullen einen perfekten Renntag und sicherte sich souverän den Tagessieg. Hinter ihm belegten Ole Glahn und Max Bosse punktgleich Rang zwei und drei der Tageswertung.
Tageswertung X30 Senior:
1. Luka Koullen | 50 Punkte
2. Ole Glahn | 30 Punkte
3. Max Bosse | 30 Punkte
4. Jannick Krebs | 25 Punkte
5. Nikolas Buhl | 24 Punkte
Rotax Senior: Adrian Röhr behauptet sich im größten Fahrerfeld des Wochenendes
Mit 21 Teilnehmern stellte die Klasse Rotax Senioren das größte Starterfeld des Wochenendes und bot den Zuschauern auf dem Odenwaldring packenden Kartsport mit zahlreichen Positionskämpfen über das gesamte Feld hinweg. Bereits im Zeittraining deutete sich die enorme Leistungsdichte an: Sebastian Gohoreanu sicherte sich die Pole-Position mit einer Bestzeit von 49,221 Sekunden, doch die ersten vier Fahrer trennten lediglich 0,079 Sekunden. Selbst Rang zehn lag nur knapp sechs Zehntelsekunden hinter der Spitze zurück.Im ersten Wertungslauf übernahm Adrian Röhr die Kontrolle und setzte sich gegen die starke Konkurrenz durch. Hinter ihm komplettierten Sebastian Gohoreanu und Kirill Kratz das Podium, während sich im Verfolgerfeld zahlreiche spannende Zweikämpfe entwickelten. Mehrere Zeitstrafen sorgten dabei zusätzlich für Verschiebungen im Klassement.
Auch im zweiten Rennen ließ Röhr nichts anbrennen und feierte seinen zweiten Sieg des Tages. Dahinter sicherte sich Timo Wynen Rang zwei vor Nico Schiebel, während mehrere der zuvor stark platzierten Fahrer durch Ausfälle oder technische Probleme wertvolle Punkte einbüßten. Mit zwei Laufsiegen und der maximalen Punkteausbeute von 50 Zählern sicherte sich Adrian Röhr souverän den Tagessieg. Die weiteren Podestplätze gingen an Timo Wynen und Lirim Sefedini, die sich in dem stark besetzten Feld erfolgreich behaupten konnten.
Tageswertung Rotax Senior:
1. Adrian Röhr | 50 Punkte
2. Timo Wynen | 30 Punkte
3. Lirim Sefedini| 24 Punkte
4. Nico Schiebel | 24 Punkte
5. Phil Wiedersporn | 23 Punkte
KZ2 / KZ2 Gentlemen: Paul Doktor und Sebastian Schwarzkopf feiern Tagessieg
Die leistungsstarken Schaltkarts der Klassen KZ2 und KZ2 Gentlemen gingen erneut gemeinsam auf die Strecke und sorgten mit ihren hohen Kurvengeschwindigkeiten für einen beeindruckenden Auftritt auf dem Odenwaldring. Im Zeittraining setzte Paul Doktor die Bestmarke und sicherte sich mit einer Zeit von 47,415 Sekunden die Pole-Position vor Philip Knak und Maurice Schramm. In der KZ2-Gentlemen-Wertung war Christian Primke zunächst der schnellste Fahrer, wurde jedoch aufgrund eines technischen Verstoßes aus der Wertung genommen.Im ersten Rennen bestätigte Doktor seine starke Form und gewann vor Knak und Schramm. In der KZ2-Gentlemen-Kategorie setzte sich Christian Primke gegen Sebastian Schwarzkopf durch und sicherte sich den Sieg in seiner Klasse. Das zweite Rennen verlief für Primke jedoch unglücklich: Bereits in der Einführungsrunde zwangen ihn technische Probleme zur Aufgabe, sodass er den Lauf nicht aufnehmen konnte. Schwarzkopf blieb damit als einziger verbliebener Fahrer der Gentlemen-Wertung im Rennen und sicherte sich den Klassensieg. In der KZ2 setzte Paul Doktor seine Dominanz fort und gewann auch den zweiten Lauf vor Philip Knak und Maurice Schramm.
In der Tageswertung blieb Paul Doktor mit den maximalen Punkten von 50 Zählern ungeschlagen und sicherte sich souverän den Tagessieg in der KZ2 vor Philip Knak und Maurice Schramm. In der KZ2-Gentlemen-Wertung setzte sich Sebastian Schwarzkopf dank seiner konstanten Ergebnisse gegen Christian Primke durch und durfte den Tagessieg feiern.
Tageswertung KZ2:
1. Paul Doktor | 50 Punkte
2. Philip Knak | 40 Punkte
3. Maurice Schramm | 32 Punkte
4. Timo Korell | 13 Punkte
Tageswertung KZ2-Gentlemen:
1. Sebastian Schwarzkopf | 45 Punkte
2. Christian Primke | 25 Punkte
Zum dritten Lauf der Saison reist der Westdeutsche ADAC Kart Cup bereits am 05.07.2026 zum Vogelsbergring in Wittgenborn.





