VLN
16.09.2026
Toller Speed, aber kein Glück beim NLS-Double-Header für Schlichenmeier, Wagner und Beyer
Dass das Eifelwetter gemischte Bedingungen bereithalten würde, war keine Überraschung. Dass jedoch wieder einige technische und rennbezogene Umstände dafür sorgen würden, dass keine besseren Ergebnisse erzielt werden konnten, war insgesamt doch enttäuschend.
Im Samstags-Qualifying erreichte das Trio trotz eines vibrierenden Unterbodens zunächst noch die Poleposition in der Pro/Am-Klasse sowie Rang fünf von 12 Cup-Elfern. Wegen eines Code-60-Verstoßes musste man dann aber vom letzten Startplatz der Startgruppe 1 aus ins erste Rennen starten..
Bei seiner Aufholjagd konnte Startfahrer Max Schlichenmeier bereits in den ersten Runden zahlreiche Fahrzeuge überholen, bevor er in der Veedol-Schikane die rechte vordere Felge beschädigte und daher früh die Box ansteuern musste. „Das war super ärgerlich“, so der Kaderfahrer des ADAC Hessen-Thüringen. „Ich war schnell unterwegs und hatte einen guten Rhythmus gefunden. Mit dem verfrühten Boxenstopp wurden wir allerdings stark zurückgeworfen.“
Beim nächsten regulären Boxenstopp versagte dann auch noch die neu installierte Kupplung ihren Dienst. Die Mechaniker von Sorg Rennsport konnten das Problem zwar schnell lokalisieren und beheben, trotzdem kostete der Zwischenfall weitere 25 Minuten und damit die Chance auf ein gutes Rennergebnis. Im Anschluss lieferten auch Wagner und Beyer konstante und schnelle Rundenzeiten ab, sodass man mit P3 in der Pro/Am-Wertung noch ein versöhnliches Ende fand. Auch im Sonntags-Qualifying gab es erneut Probleme mit dem vibrierenden Unterboden des Cup-Porsche, sodass mit P6 wiederum kein Top-Ergebnis möglich war.
Erneut war es Startfahrer Schlichenmeier, der in seinem Stint zunächst deutlich Boden gutmachen konnte. „In den ersten fünf Runden war es noch trocken. Dann setzte der Regen ein, wurde immer stärker und in Runde acht war es ein echtes Kunststück, mit den montierten Slickreifen auf der Bahn zu bleiben“, beschrieb Schlichenmeier seinen Starteinsatz.
Mit Regenreifen ausgestattet, ging es anschließend für Stefan Beyer darum, bei ständig zunehmendem Regen und stellenweisem Aquaplaning auf der Strecke die richtige Mischung aus Speed und Vorsicht zu finden.
„Ich konnte mich eigentlich schnell auf die Verhältnisse einstellen, hatte ein sehr gutes Gefühl im Auto und konnte dabei noch eine Position in der Cup-2-Klasse gutmachen. In Runde sieben war ich Ende der Start-Ziel-Geraden einen Tick zu spät auf der Bremse, traf dabei noch eine sehr nasse Stelle, sodass das ABS nicht optimal greifen konnte, und bin geradeaus durch den Kies in den Reifenstapel gefahren. Leider wurde das Auto dabei so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt nicht möglich war“, kommentierte der Franke die Situation.
Trotz des verharzten Rennwochenendes ist das Trio überaus motiviert, beim Saisonfinale am 10. Oktober 2026 wieder anzugreifen und das Rennjahr mit einem Erfolg abzuschließen.





