VLN
15.09.2026
Starkes NLS-Wochenende auf der Nordschleife für Schnitzelalm Racing
Für Thomas Angerer und die SR Motorsport Young Driver Academy war bereits der Samstag ein wichtiger Meilenstein in der Nachwuchsförderung. Erstmals erhielt ein Fahrer aus der Academy die Möglichkeit, in der NLS auf einem Pro-Auto anzutreten. Jay Mo Härtling teilte sich beim 65. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen den Mercedes-AMG GT3 von Winward Racing mit Fabian Schiller. Das Fahrzeug trat als Mercedes-AMG Team RAVENOL in der stark besetzten Klasse SP9 PRO an.
Mit einer Zeit von 8:01.290 Minuten qualifizierte sich der Mercedes-AMG GT3 auf dem neunten Gesamtrang. Zum 4-Stunden-Rennen auf dem 24,358 Kilometer langen Kurs übermahm Härtling bei seinem ersten Einsatz auf einem Pro-Auto direkt den Rennstart für das erfahrene Profi-Team.
Der Youngster löste die Aufgabe souverän und ohne Fehler. Gemeinsam mit Schiller brachte er den Mercedes-AMG GT3 nach vier Stunden ohne Beschädigung ins Ziel. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen: Platz vier im Gesamtklassement und Rang drei in der SP9 PRO.
Für die Young Driver Academy war dieser Auftritt weit mehr als nur ein gutes Einzelergebnis. Die Möglichkeit, einen Nachwuchsfahrer erstmals auf einem Pro-Fahrzeug einzusetzen und ihm dabei sogar den Rennstart anzuvertrauen, unterstreicht den nächsten Schritt des Förderprogramms. „Danke an Mercedes-AMG und Winward Racing sowie insbesondere an Stefan Wendl und Christian Hohenadel, die diesen Einsatz ermöglichten. Ebenso gilt der Dank RAVENOL und Martin Huning für die Unterstützung des Projekts“, so Thomas Angerer.
Parallel dazu war Schnitzelalm Racing am Samstag mit einem BMW M240i im Einsatz. Ravi Ramyead, Wilhelm Kühne und Timo Kieslich absolvierten mit dem von SR Motorsport by Schnitzelalm eingesetzten Fahrzeug einen problemlosen Lauf und erreichten Rang sieben in der BMW-M240i-Klasse. Der Einsatz war zugleich Teil des Permit-Programms des Teams.
Zwei GT4-Rekorde am Sonntag
Am Sonntag wechselte der Fokus auf den Mercedes-AMG GT4 von SR Motorsport by Schnitzelalm. Jay Mo Härtling teilte sich das Fahrzeug mit Teammanager Tim Neuser und Enrico Förderer. Für Förderer war es das erste Nordschleifen-Rennen mit einem GT4-Fahrzeug, nachdem er zuvor seine Permit im BMW absolviert hatte.
Bereits im Qualifying setzte Schnitzelalm Racing ein deutliches Ausrufezeichen. Härtling fuhr mit 8:24.168 Minuten eine neue GT4-Bestmarke. Damit holte sich das Team einen Rekord zurück, den es bereits in früheren Jahren gehalten hatte. Zum Vergleich: Als bisherige Qualifying-Bestmarke wurde 2025 eine Zeit von 8:28.703 Minuten gefahren. Härtling unterbot diese Marke damit um mehr als viereinhalb Sekunden.
Auch im Rennen übernahm der 23-Jährige den Start. Dabei wurden die Fahrer im Verlauf der vier Stunden mit starkem Regen und schwierigen Bedingungen konfrontiert. Dennoch blieb der Mercedes-AMG GT4 ohne größere Probleme. Härtling, Neuser und Förderer fuhren ein starkes und konstantes Rennen und brachten den GT4 schließlich auf einem bemerkenswerten 18. Gesamtrang ins Ziel.
Noch wichtiger war der Blick auf die Klasse: Schnitzelalm Racing gewann die SP10 vor neun weiteren gestarteten Fahrzeugen. Der zweitplatzierte BMW M4 GT4 lag am Ende bereits eine Runde zurück. Damit war der Schnitzelalm-Mercedes zugleich der bestplatzierte GT4 des Rennens.
Für einen weiteren Höhepunkt sorgte erneut Härtling. Mit 8:26.412 Minuten gelang ihm auch die neue GT4-Rekordrunde im Rennen. Die bisherige Bestmarke lag nach den Unterlagen des Teams bei 8:33.543 Minuten aus dem Jahr 2023. Damit verbesserte Härtling den Rennrekord um mehr als sieben Sekunden.
„Einen wichtigen Anteil an der starken Performance hatte auch das Reifenpaket von Goodyear“, erklärte Angerer. „Wir konnten sowohl bei der Jagd nach den Rekordzeiten als auch unter den schwierigen Bedingungen im Rennen auf einen sehr gut funktionierenden Reifen und eine intensive Unterstützung durch Goodyear bauen.“ Gerade der Wechsel zwischen unterschiedlichen Streckenverhältnissen zeigte die Bandbreite des Reifens. „In Verbindung mit einer sehr guten BoP konnten wir das Potenzial des Mercedes-AMG GT4 entsprechend nutzen.“
Damit endete ein außergewöhnliches Wochenende für Schnitzelalm Racing: Premiere eines Young-Driver-Academy-Piloten auf einem Pro-Auto, Gesamtplatz vier und Rang drei in der SP9 PRO am Samstag sowie GT4-Klassensieg, Gesamtplatz 18 und zwei neue Rekordmarken am Sonntag. Vor allem für Jay Mo Härtling wurde das NLS-Doppel zu einem Wochenende, an dem der Nachwuchspilot eindrucksvoll zeigte, dass der Schritt in deutlich leistungsstärkere Fahrzeuge gelungen ist.
„Es war wirklich eindrucksvoll, wie das Team und die Fahrer harmoniert haben“, gab Teamchef Angerer am Ende zu Protokoll. „Wir dürfen stolz auf die Tage in der Eifel sein.“
Lange ausruhen wird man sich bei Schnitzelalm Racing aber nicht. Bereits am Donnerstag geht es nach Zandvoort. Auf dem niederländischen Dünenkurs stehen die Läufe der GT4 European Series und der GT2 European Series auf dem Programm. Sowohl Enrico Förderer (mit Cedric Fuchs) als auch Jay Mo Härtling kämpfen dort jeweils um den Meistertitel.







