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VLN
11.03.2026

50 Jahre Langstreckensport auf der Nordschleife

Die Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) gehört zu den traditionsreichsten und gleichzeitig außergewöhnlichsten Rennserien im internationalen Motorsport. Seit mittlerweile 50 Jahren wird auf der legendären Nordschleife des Nürburgrings Langstreckensport betrieben – auf einer Strecke, die mit über 20 Kilometern Länge, mehr als 70 Kurven und enormen Höhenunterschieden als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken der Welt gilt.

Am kommenden Samstag, 14. März 2026, geht es in die 50. Saison. Hier ein paar kurze Fakten und alle Meister seit 1977 zur besonderen Serie an einem besonderen Ort in der Eifel.

Ursprung in der VLN

Die Geschichte der heutigen NLS beginnt 1976 mit der Gründung der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring (VLN). Ziel war es, eine Rennserie zu schaffen, die sowohl professionellen Teams als auch ambitionierten Amateuren eine Plattform bietet. Von Beginn an stand dabei ein Konzept im Mittelpunkt, das bis heute das Markenzeichen der Serie ist: Multiklassen-Langstreckenrennen auf der Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke.

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Über Jahrzehnte entwickelte sich die VLN zu einer festen Größe im europäischen Motorsportkalender. Hersteller nutzten die Rennen als Testplattform, Nachwuchsfahrer sammelten Erfahrung auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt, während Privatfahrer die Möglichkeit erhielten, sich mit Werksfahrern zu messen.

Die „Gemeinschaft“

Verschiedene Clubs richten die einzelnen Rennen aus. Hinter dem Kürzel VLN stehen die acht Automobilsportclubs, die die Rennen ausrichten und die in der VLN Sport GmbH & Co. KG repräsentiert sind. Um die Vermarktung und das Veranstaltungsmanagement kümmert sich die VLN VV GmbH & Co. KG.

Die acht Clubs sind: ADAC Nordrhein, MSC Adenau, MSC Sinzig, MSC Ruhr-Blitz Bochum, AC Altkreis Schwelm, Düsseldorfer Automobil- und Motorsport-Club 05, Rheydter Club für Motorsport und der Motor-Club Roetgen. Der Rheydter Club ist dem DMV angeschlossen. Alle anderen beim ADAC.


Vom VLN-Pokal zur NLS

Nach mehr als vier Jahrzehnten wurde die Serie 2020 in Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) umbenannt. Inhaltlich blieb das Konzept jedoch weitgehend gleich: mehrere Rennen pro Saison, meist mit einer Distanz von vier Stunden, ergänzt durch längere Veranstaltungen.
 
Die Serie ist eng mit dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring verbunden, das traditionell als Saisonhöhepunkt gilt. Viele Teams nutzen die NLS-Läufe zur Vorbereitung auf das legendäre Eifelrennen.
 

Multiklassenrennen als Markenzeichen

Ein entscheidender Bestandteil des Erfolgs ist das breite Spektrum an Fahrzeugklassen. Vom seriennahen Kleinwagen bis zum modernen GT3-Boliden findet sich eine enorme Vielfalt im Starterfeld.

Besonders im Fokus stehen heute die Fahrzeuge der SP9-Klasse, also GT3-Autos von Herstellern wie Porsche, BMW, Audi oder Mercedes-AMG. Gleichzeitig bleiben aber auch die kleineren Klassen ein wichtiger Bestandteil der Serie – sie sorgen für große Starterfelder und bieten Privatfahrern eine attraktive Bühne.

Diese Mischung macht die Rennen auf der Nordschleife einzigartig: Während sich an der Spitze hochentwickelte GT3-Fahrzeuge duellieren, kämpfen im hinteren Feld seriennahe Tourenwagen um Klassensiege.
 

Plattform für Hersteller und Nachwuchs

Für Automobilhersteller ist die Serie seit jeher eine wertvolle Test- und Entwicklungsplattform. Die extremen Anforderungen der Nordschleife liefern wichtige Erkenntnisse für Fahrzeugtechnik und Zuverlässigkeit. Gleichzeitig ist die NLS eine Bühne für Nachwuchstalente, die hier Erfahrungen im Langstrecken- und Multiklassenverkehr sammeln können.

Zahlreiche spätere Werksfahrer haben ihre Karriere auf der Nordschleife begonnen. Für viele gilt sie als die ultimative Schule im Motorsport.
 

50 Jahre Rennsport in der „Grünen Hölle“

Ein halbes Jahrhundert NLS steht für tausende Rennstunden, unzählige Teilnehmer und unvergessliche Momente auf der Nordschleife. Die Serie hat sich in dieser Zeit immer wieder angepasst – technisch, organisatorisch und sportlich. Gleichzeitig blieb ihr Kern erhalten: packender Langstreckensport auf einer der faszinierendsten Rennstrecken der Welt.
 

VLN / NLS – Gesamtmeister seit 1977

  • 1977 – Ernst Thierfelder – Simca Rally – ETH Tuning
  • 1978 – Hans Weisgerber – BMW 2002 – MSTC Erbach
  • 1979 – Wolfgang Kudrass / Norbert Schiffbauer – Audi 50 – Veytal Tuning
  • 1980 – Johannes Scheid – Autobianchi A112 – Scheid Motorsport
  • 1981 – Johannes Scheid / Reinhold Köster – Fiat 127 Sport – Scheid Motorsport
  • 1982 – Arno Wester / Walter Jirak – VW Golf GTI – Tannenkamp Motorsport
  • 1983 – Karl-Heinz Schäfer – Opel Kadett GT/E – Mich Tuning
  • 1984 – Heinrich Sprungmann / Dierk Meyer – VW Golf GTI – VAG Sprungmann Essen
  • 1985 – Karl-Heinz Kuhlendahl – VW Scirocco – Nothelle Motorsport
  • 1986 – Herbert Kummle – Ford Escort RS 2000 – Kummle Motorsport
  • 1987 – Ludwig Nett / Jürgen Nett – Peugeot 205 – Nett Motorsport
  • 1988 – Wolfgang Schrey / Günter Schrey – Mercedes 190 E – Schrey Motorsport
  • 1989 – Lutz-Wilhelm Höhl – VW Polo Coupé – Höhl Motorsport
  • 1990 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche – Opel Kadett GSi – Kissling Motorsport
  • 1991 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche – Opel Kadett GSi – Kissling Motorsport
  • 1992 – Dirk Adorf / Guido Thierfelder – Citroën AX Sport – Scheid Motorsport
  • 1993 – Heinz-Otto Fritzsche / Roland Senge – Opel Astra F GSi– Kissling Motorsport
  • 1994 – Johannes Scheid / Hans Widmann – BMW M3 – Scheid Motorsport
  • 1995 – Johannes Scheid / Hans Widmann – BMW M3 – Scheid Motorsport
  • 1996 – Dirk Adorf / Thomas Winkelhock – Opel Astra F GSi – Scheid Motorsport
  • 1997 – Dirk Adorf / Heinz-Josef Bermes – Opel Astra F GSi – Scheid Motorsport
  • 1998 – Johannes Scheid / Sabine Schmitz – BMW M3 – Scheid Motorsport
  • 1999 – Peter Zakowski / Hans-Jürgen Tiemann – Chrysler Viper GTS-R – Zakspeed
  • 2000 – Jens Lührsen / Uwe Unteroberdörster – Suzuki Swift GTi – Fleper Motorsport
  • 2001 – Klaus-Peter Thaler / Heinz Remmen – Opel Astra F GSi– Kissling Motorsport
  • 2002 – Mario Merten – BMW 318iS – Bonk Motorsport
  • 2003 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche – Opel Corsa C – Kissling Motorsport
  • 2004 – Arnd Meier / René Wolff – BMW 318ti Compact – Sax Racing
  • 2005 – Claudia Hürtgen – BMW 320i – Schubert Motorsport
  • 2006 – Mario Merten / Wolf Silvester – BMW 318iS – Bonk Motorsport
  • 2007 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche / Marco Wolf – Opel Astra GTC – Kissling Motorsport
  • 2008 – Alexander Böhm / Matthias Unger – BMW 325i – Black Falcon
  • 2009 – Alexander Böhm / Sean Paul Breslin / Christer Jöns – BMW 325i – Black Falcon
  • 2010 – Mario Merten / Wolf Silvester – BMW Z4 – Bonk Motorsport
  • 2011 – Carsten Knechtges / Manuel Metzger / Tim Scheerbarth – BMW Z4 – Black Falcon
  • 2012 – Ulrich Andree / Dominik Brinkmann / Christian Krognes – VW Scirocco GT24 – LMS Engineering
  • 2013 – Dirk Groneck / Tim Groneck – Renault Clio – Groneck Motorsport
  • 2014 – Rolf Derscheid / Michael Flehmer – BMW 325i – Derscheid Motorsport
  • 2015 – Dirk Groneck / Tim Groneck – Renault Clio Cup – Groneck Motorsport
  • 2016 – Alexander Mies / Michael Schrey – BMW M235i Racing Cup – Bonk Motorsport
  • 2017 – Michael Schrey – BMW M235i Racing Cup – Bonk Motorsport
  • 2018 – Philipp Leisen / Christopher Rink / Danny Brink – BMW 325i – Adrenalin Motorsport
  • 2019 – Yannick Fübrich / David Griessner – BMW M240i Racing Cup – Adrenalin Motorsport
  • 2020 – Philipp Leisen / Christopher Rink / Danny Brink – BMW 325i – Adrenalin Motorsport
  • 2021 – Philipp Leisen / Danny Brink – BMW 325i – Adrenalin Motorsport
  • 2022 – Daniel Zils / Oskar Sandberg / Sindre Setsaas – BMW 330i – Adrenalin Motorsport
  • 2023 – Daniel Zils / Oskar Sandberg / Philipp Leisen – BMW 330i – Adrenalin Motorsport
  • 2024 – Sven Markert / Ranko Mijatovic / Toby Goodman – BMW M240i Racing Cup – Adrenalin Motorsport
  • 2025 – Nick Wüstenhagen / Ranko Mijatovic – BMW M4 GT4 – FK Performance Motorsport
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