Am kommenden Samstag, 14. März 2026, geht es in die 50. Saison. Hier ein paar kurze Fakten und alle Meister seit 1977 zur besonderen Serie an einem besonderen Ort in der Eifel.
Ursprung in der VLN
Die Geschichte der heutigen NLS beginnt 1976 mit der Gründung der Veranstaltergemeinschaft Langstreckenpokal Nürburgring (VLN). Ziel war es, eine Rennserie zu schaffen, die sowohl professionellen Teams als auch ambitionierten Amateuren eine Plattform bietet. Von Beginn an stand dabei ein Konzept im Mittelpunkt, das bis heute das Markenzeichen der Serie ist: Multiklassen-Langstreckenrennen auf der Kombination aus Nordschleife und Grand-Prix-Strecke.Über Jahrzehnte entwickelte sich die VLN zu einer festen Größe im europäischen Motorsportkalender. Hersteller nutzten die Rennen als Testplattform, Nachwuchsfahrer sammelten Erfahrung auf der schwierigsten Rennstrecke der Welt, während Privatfahrer die Möglichkeit erhielten, sich mit Werksfahrern zu messen.
Die „Gemeinschaft“
Verschiedene Clubs richten die einzelnen Rennen aus. Hinter dem Kürzel VLN stehen die acht Automobilsportclubs, die die Rennen ausrichten und die in der VLN Sport GmbH & Co. KG repräsentiert sind. Um die Vermarktung und das Veranstaltungsmanagement kümmert sich die VLN VV GmbH & Co. KG.Die acht Clubs sind: ADAC Nordrhein, MSC Adenau, MSC Sinzig, MSC Ruhr-Blitz Bochum, AC Altkreis Schwelm, Düsseldorfer Automobil- und Motorsport-Club 05, Rheydter Club für Motorsport und der Motor-Club Roetgen. Der Rheydter Club ist dem DMV angeschlossen. Alle anderen beim ADAC.
Vom VLN-Pokal zur NLS
Nach mehr als vier Jahrzehnten wurde die Serie 2020 in Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) umbenannt. Inhaltlich blieb das Konzept jedoch weitgehend gleich: mehrere Rennen pro Saison, meist mit einer Distanz von vier Stunden, ergänzt durch längere Veranstaltungen.Die Serie ist eng mit dem 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring verbunden, das traditionell als Saisonhöhepunkt gilt. Viele Teams nutzen die NLS-Läufe zur Vorbereitung auf das legendäre Eifelrennen.
Multiklassenrennen als Markenzeichen
Ein entscheidender Bestandteil des Erfolgs ist das breite Spektrum an Fahrzeugklassen. Vom seriennahen Kleinwagen bis zum modernen GT3-Boliden findet sich eine enorme Vielfalt im Starterfeld.Besonders im Fokus stehen heute die Fahrzeuge der SP9-Klasse, also GT3-Autos von Herstellern wie Porsche, BMW, Audi oder Mercedes-AMG. Gleichzeitig bleiben aber auch die kleineren Klassen ein wichtiger Bestandteil der Serie – sie sorgen für große Starterfelder und bieten Privatfahrern eine attraktive Bühne.
Diese Mischung macht die Rennen auf der Nordschleife einzigartig: Während sich an der Spitze hochentwickelte GT3-Fahrzeuge duellieren, kämpfen im hinteren Feld seriennahe Tourenwagen um Klassensiege.
Plattform für Hersteller und Nachwuchs
Für Automobilhersteller ist die Serie seit jeher eine wertvolle Test- und Entwicklungsplattform. Die extremen Anforderungen der Nordschleife liefern wichtige Erkenntnisse für Fahrzeugtechnik und Zuverlässigkeit. Gleichzeitig ist die NLS eine Bühne für Nachwuchstalente, die hier Erfahrungen im Langstrecken- und Multiklassenverkehr sammeln können.Zahlreiche spätere Werksfahrer haben ihre Karriere auf der Nordschleife begonnen. Für viele gilt sie als die ultimative Schule im Motorsport.
50 Jahre Rennsport in der „Grünen Hölle“
Ein halbes Jahrhundert NLS steht für tausende Rennstunden, unzählige Teilnehmer und unvergessliche Momente auf der Nordschleife. Die Serie hat sich in dieser Zeit immer wieder angepasst – technisch, organisatorisch und sportlich. Gleichzeitig blieb ihr Kern erhalten: packender Langstreckensport auf einer der faszinierendsten Rennstrecken der Welt.VLN / NLS – Gesamtmeister seit 1977
1977 – Ernst Thierfelder – Simca Rally – ETH Tuning
1978 – Hans Weisgerber – BMW 2002 – MSTC Erbach
1979 – Wolfgang Kudrass / Norbert Schiffbauer – Audi 50 – Veytal Tuning
1980 – Johannes Scheid – Autobianchi A112 – Scheid Motorsport
1981 – Johannes Scheid / Reinhold Köster – Fiat 127 Sport – Scheid Motorsport
1982 – Arno Wester / Walter Jirak – VW Golf GTI – Tannenkamp Motorsport
1983 – Karl-Heinz Schäfer – Opel Kadett GT/E – Mich Tuning
1984 – Heinrich Sprungmann / Dierk Meyer – VW Golf GTI – VAG Sprungmann Essen
1985 – Karl-Heinz Kuhlendahl – VW Scirocco – Nothelle Motorsport
1986 – Herbert Kummle – Ford Escort RS 2000 – Kummle Motorsport
1987 – Ludwig Nett / Jürgen Nett – Peugeot 205 – Nett Motorsport
1988 – Wolfgang Schrey / Günter Schrey – Mercedes 190 E – Schrey Motorsport
1989 – Lutz-Wilhelm Höhl – VW Polo Coupé – Höhl Motorsport
1990 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche – Opel Kadett GSi – Kissling Motorsport
1991 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche – Opel Kadett GSi – Kissling Motorsport
1992 – Dirk Adorf / Guido Thierfelder – Citroën AX Sport – Scheid Motorsport
1993 – Heinz-Otto Fritzsche / Roland Senge – Opel Astra F GSi– Kissling Motorsport
1994 – Johannes Scheid / Hans Widmann – BMW M3 – Scheid Motorsport
1995 – Johannes Scheid / Hans Widmann – BMW M3 – Scheid Motorsport
1996 – Dirk Adorf / Thomas Winkelhock – Opel Astra F GSi – Scheid Motorsport
1997 – Dirk Adorf / Heinz-Josef Bermes – Opel Astra F GSi – Scheid Motorsport
1998 – Johannes Scheid / Sabine Schmitz – BMW M3 – Scheid Motorsport
1999 – Peter Zakowski / Hans-Jürgen Tiemann – Chrysler Viper GTS-R – Zakspeed
2000 – Jens Lührsen / Uwe Unteroberdörster – Suzuki Swift GTi – Fleper Motorsport
2001 – Klaus-Peter Thaler / Heinz Remmen – Opel Astra F GSi– Kissling Motorsport
2002 – Mario Merten – BMW 318iS – Bonk Motorsport
2003 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche – Opel Corsa C – Kissling Motorsport
2004 – Arnd Meier / René Wolff – BMW 318ti Compact – Sax Racing
2005 – Claudia Hürtgen – BMW 320i – Schubert Motorsport
2006 – Mario Merten / Wolf Silvester – BMW 318iS – Bonk Motorsport
2007 – Heinz-Otto Fritzsche / Jürgen Fritzsche / Marco Wolf – Opel Astra GTC – Kissling Motorsport
2008 – Alexander Böhm / Matthias Unger – BMW 325i – Black Falcon
2009 – Alexander Böhm / Sean Paul Breslin / Christer Jöns – BMW 325i – Black Falcon
2010 – Mario Merten / Wolf Silvester – BMW Z4 – Bonk Motorsport
2011 – Carsten Knechtges / Manuel Metzger / Tim Scheerbarth – BMW Z4 – Black Falcon
2012 – Ulrich Andree / Dominik Brinkmann / Christian Krognes – VW Scirocco GT24 – LMS Engineering
2013 – Dirk Groneck / Tim Groneck – Renault Clio – Groneck Motorsport
2014 – Rolf Derscheid / Michael Flehmer – BMW 325i – Derscheid Motorsport
2015 – Dirk Groneck / Tim Groneck – Renault Clio Cup – Groneck Motorsport
2016 – Alexander Mies / Michael Schrey – BMW M235i Racing Cup – Bonk Motorsport
2017 – Michael Schrey – BMW M235i Racing Cup – Bonk Motorsport
2018 – Philipp Leisen / Christopher Rink / Danny Brink – BMW 325i – Adrenalin Motorsport
2019 – Yannick Fübrich / David Griessner – BMW M240i Racing Cup – Adrenalin Motorsport
2020 – Philipp Leisen / Christopher Rink / Danny Brink – BMW 325i – Adrenalin Motorsport
2021 – Philipp Leisen / Danny Brink – BMW 325i – Adrenalin Motorsport
2022 – Daniel Zils / Oskar Sandberg / Sindre Setsaas – BMW 330i – Adrenalin Motorsport
2023 – Daniel Zils / Oskar Sandberg / Philipp Leisen – BMW 330i – Adrenalin Motorsport
2024 – Sven Markert / Ranko Mijatovic / Toby Goodman – BMW M240i Racing Cup – Adrenalin Motorsport
2025 – Nick Wüstenhagen / Ranko Mijatovic – BMW M4 GT4 – FK Performance Motorsport





