Samstag: Platz zwei nach starkem Rennen
Aus der ersten Startreihe gestartet, wurde das erste Rennen unmittelbar nach dem Start durch eine Kollision im Feld unterbrochen. Beim Neustart setzte Alex Mohr den vor ihm liegenden Fahrer sofort unter Druck und griff in der letzten Kurve an. Das Duell an der Spitze kostete beide Fahrer Schwung auf die Start-und-Ziel-Gerade – ein Verfolger nutzte die Situation und zog an beiden vorbei an die Spitze.In der Folge fuhr Alex Mohr ein kontrolliertes Rennen. Zur Rennhalbzeit setzte er einen beherzten Angriff, kam kurzzeitig auf gleiche Höhe, konnte die Position aber nicht übernehmen. Bis ins Ziel blieb er in Schlagdistanz und überquerte die Linie 0,907 Sekunden hinter dem Sieger – Platz zwei und 18 Punkte. „Das Rennen war eng und fair, da war sicher mehr drin“, sagte Alex Mohr nach der Zielankunft. „Ich bin das Rennen aber bewusst nicht auf volle Attacke angegangen – wir wollten uns die Punkte für die Meisterschaft sichern. Platz zwei vor so einer Kulisse geht völlig in Ordnung.“
Sonntag: Aus in der ersten Runde
Im Sonntagsrennen, das unmittelbar vor dem DTM-Lauf vor vollbesetzten Rängen gestartet wurde, lag Alex Mohr nach dem stehenden Start auf Rang drei. Am Ende der ersten Runde brach in der vorletzten Kurve die Radaufhängung seines mit eFuel Racing 98 betriebenen VW up! GTI. Das Rennen war damit vorzeitig beendet, zur Bergung des Fahrzeugs rückte das Safety-Car aus. „Der Sonntag ist natürlich bitter, gerade weil das Auto von Beginn an gut lag“, so Alex Mohr. „So etwas passiert im Motorsport – wir schauen uns die Ursache in Ruhe an und nehmen die Erkenntnisse mit in die Sommerpause.“„Unheimlich stolz auf meinen Bruder“
In Oschersleben gab Moritz Mohr sein Debüt im ADAC Tourenwagen Junior Cup. Der 14-Jährige, der nach mehreren Kartjahren in den Tourenwagen umsteigt, beendete beide Läufe in den Punkterängen – am Samstag als Neunter, am Sonntag als Siebter in einer Verfolgergruppe, die innerhalb von wenigen Zehnteln über die Ziellinie kam.„Das ist einfach der Hammer, ich bin unheimlich stolz auf meinen kleinen Bruder“, sagte Alex Mohr. „Erstes Rennwochenende, neues Auto, volle Tribünen – und er fährt direkt zweimal in die Punkte. Das muss man erst mal machen. Ihn hier im selben Team zu haben, ist für mich das Schönste an diesem Wochenende.“ Acht Meisterschaftspunkte zum Einstieg sind eine belastbare Grundlage für die zweite Saisonhälfte, die Moritz Mohr komplett bestreiten wird.
„Bis auf den technischen Ausfall im zweiten Rennen waren wir das ganze Wochenende sehr stark unterwegs“, bilanziert Teamchef Ronny Jost. „Alex hat wie gewohnt abgeliefert, und wir waren beeindruckt, wie souverän Moritz sein Debüt gemeistert hat. Mit den beiden Jungs macht das unheimlich viel Spaß.“
Nach drei Rennwochenenden innerhalb von vier Wochen geht der ADAC Tourenwagen Junior Cup nun in die Sommerpause. Weiter geht es vom 4. bis 6. September auf dem Salzburgring im Rahmen des ADAC GT Masters.
„Wir sind entspannt und nehmen es, wie es kommt“, sagt Alex Mohr. „Das Tempo war das ganze Wochenende da, wir haben ein unheimlich gutes Paket am Start. Darauf bauen wir am Salzburgring auf.“





